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Tag des Meeres – PETA ruft zum Schutz der Ozeane auf

 
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Stand Juni 2012
Gerlingen, 6. Juni 2012 – Zu Unterhaltungszwecken ausgebeutete Delfine, Milliarden toter Fische und gepeinigte Meeresbewohner im Zoofachhandel – zum Tag des Meeres am kommenden Freitag kritisiert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. den unreflektierten Umgang der Menschen mit Ozeanen und ruft zum Schutz der Weltmeere auf. Ein erster Schritt könnte sein, dass Menschen keine Meerestiere mehr essen, keine Delfinarien mehr besuchen und keine tropischen Meeresfische im Zoofachhandel erwerben.

„Etwa 1000 Milliarden Fische sowie Millionen Hummer werden jedes Jahr weltweit aus den Meeren gezogen, bevor sie in der Auslage einer Handelskette gefesselt, hungernd und übereinander gestapelt auf ihren Tod in kochendem Wasser warten. Wir appellieren an die Menschen, ihr Verhalten im Umgang mit Meerestieren und deren Lebensraum zu ändern“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin bei PETA.

Durch den kommerziellen Fischfang können Fischer an 365 Tagen im Jahr ihre kilometerlangen Netze auswerfen, die wie ein Staubsauger das Leben aus dem Meer aufsaugen – nicht selten werden die Tiere mit dem giftigen Zyanid betäubt und hierbei ganze Korallenriffe gesprengt. Die riesigen Treibnetze zerquetschen dabei nicht nur tausende Fische, sondern „verschlingen“ zudem andere Tiere wie Delfine, Vögel oder Schildkröten. Die Fische erleiden unbeschreibliche Schmerzen, während sie aus der Tiefe an die Oberfläche gezogen werden. Durch den hohen Druckunterschied zerreißt ihre Schwimmblase, die Augen treten aus ihren Augenhöhlen und der Magen wird ihnen aus dem Mund gepresst. An Bord angekommen, erleiden sie einen qualvollen Tod durch Ersticken. Ein großer Teil der tropischen Fische, die für die Aquarien in Deutschland bestimmt sind stirbt bereits während des Fangs und Transports. Dabei belegen zahlreiche wissenschaftliche Studien, dass Fische genau wie Menschen, Schmerzen, Stress und Angst verspüren.

Weiterhin fordert PETA die Schließung der verbliebenen Delfinarien in ganz Europa, wo die Tiere zu Unterhaltungszwecken stupide Kunststücke ausführen und in engen Betonbecken ausharren müssen, obwohl sie im Ozean täglich etwa 100 Kilometer zurücklegen und bis zu 300 Meter tief tauchen. Nicht selten erreichen Delfine in freier Natur ein Alter von 40 Jahren. Ein Großteil der in Gefangenschaft lebenden Tiere stirbt hingegen, bevor er 20 Jahre alt wird. Erfreulicherweise stellen der Zoo Münster sowie der Freizeitpark Conny-Land noch dieses Jahr die Delfinhaltung ein – in beiden Fällen hatte PETA eine massive Kampagne betrieben.

Die Organisation weist darauf hin, dass wir mit einer durchdachten Verhaltensweise die Ozeane schonen und damit auch Millionen Meeresbewohnern Leid ersparen können.

 

PETA fordert Respekt für Ozeane und Meeresbewohner / © PETA Das Bild ist auf Anfrage auch in druckfähiger Qualität erhältlich.