Furchtbar: In Frankreich werden tausende tote Delfine angespült

Youtube / Sea Shepherd
Seit Anfang des Jahres wurden mindestens 1.100 Delfine an der französischen Atlantikküste gefunden – allesamt tot und zum Teil stark verstümmelt. Experten befürchten, dass die Dunkelziffer zehnmal so hoch sein könnte, schließlich werden nicht alle Delfinleichen bis ans Ufer gespült. Doch was ist der Grund für das herzzerreißende Delfinsterben und was können wir alle dagegen tun?
 

Warum sterben so viele Delfine?

Die Wunden deuten darauf hin, dass sich fast alle Delfine in Fischfangnetzen verheddert hatten. Beim panischen Versuch, sich selbst zu befreien, haben sich die Delfine dann verletzt oder sind von Fischern verstümmelt worden, die sie aus den Netzen entfernen wollten. Die Organisation Sea Shepherd konnte beweisen, dass die Schiffe, die vor der französischen Atlantikküste nach Wolfsbarsch oder Seehecht fischen, zwischen sich ein Netz spannen, in dem sich auch Delfine verfangen und zum Teil elendig ertrinken. Anschließend werden die Meeressäuger wieder zurück ins Wasser geworfen. Doch selbst, wenn sie am Leben bleiben, können sie aufgrund der schweren Verletzungen oftmals kaum schwimmen – geschweige denn überleben. Einige Delfine hatten nicht einmal mehr eine Schwanzflosse.


 

Gibt es keine Gesetze, um den Delfinen zu helfen?

Dem Gesetz nach müssten die Flotten akustische Warnsignale abgeben, um die Delfine zu verscheuchen, doch die Praxis zeigt, dass die Fischer dem nicht nachkommen – wohl aus Angst, sie könnten ebenso die Fische vertreiben. Die Anzahl der getöteten Delfine ist mehr als besorgniserregend – noch nie wurden derart viele tote Delfine registriert. Und das, obwohl bereits die Jahre zuvor Rekordjahre waren. Allein 2017 war das schlimmste der vergangenen 40 Jahre. Der Grund dafür ist, dass vor drei Jahren der Bann verschiedener Formen der Seehechtfischerei aufgehoben wurde und so viele Fischernetze wie nie zuvor gespannt werden.



 

Was können wir alle dagegen unternehmen?

Der einfachste, beste und effektivste Weg, um nicht nur den Delfinen, sondern auch den Fischen und allen anderen Meeresbewohnern zu helfen, ist, keine Meerestiere mehr zu essen. Denn die Rechnung ist denkbar einfach: Je weniger Fisch gegessen wird, desto weniger Fischernetze werden benötigt und desto weniger Delfine sterben einen elendigen Tod.

Die Meere sind ohnehin extrem überfischt: So befürchtet die berühmte Ozeanografin Sylvia Earle, dass die Ozeane bis Ende des Jahrhunderts ohne Fische sind. (Auch Aquakultur ist keine gute Alternative.) Ungesund ist Fisch obendrein: In Fischfleisch, das aus dem Meer stammt, sammeln sich Schwermetalle und Mikroplastikpartikel an und in Fisch aus der Zucht befinden sich Chemiecocktails und Antibiotika. Um Ihren Omega-3-Haushalt zu decken, setzen Sie lieber auf Omega-3 reiche Öle wie Rapsöl, Leinöl, Hanföl oder Walnussöl. Denn ob Delfin oder Fisch – jedes Tier möchte leben!

Eine ausgewogene vegane Ernährung ist nicht nur gesund, sondern hat auch geschmacklich einiges zu bieten: Heutzutage gibt es schließlich sogar veganen Lachs, Kaviar oder rein pflanzliches Sushi. Probieren Sie es einfach mal aus! Die Fische und Delfine werden es Ihnen danken.


Unsere Autoren

Isabella Lynley

Als Content Producer kämpft Isabella Lynley für die Rechte ALLER Tiere.