Termineinladung: Halbnackte PETA-Unterstützer demonstrieren mit blutigem Kuhkopf gegen Tierleid in der Lederindustrie / Donnerstag, 20. Februar 2020

Osnabrück / Stuttgart, 18. Februar 2020 – Mit dem Leben bezahlt: Um zu verdeutlichen, dass es sich bei Lederprodukten nicht um ein Mode-Statement, sondern um die abgezogene Haut leidensfähiger Tiere handelt, demonstriert die Tierrechtsorganisation PETA am kommenden Donnerstag ab 16:15 Uhr am Nikolaiort 1-2 (Kreuzung Domhof/Nikolaiort), mit einer aufsehenerregenden Aktion. Unter dem Motto „Die blutige Wahrheit über Leder“ halten halbnackte Aktivisten eine täuschend echt aussehende Attrappe eines gehäuteten Kuhkopfes. Weitere PETA-Unterstützer klären darüber auf, wie Tiere für Leder gequält und getötet werden, und appellieren an die Passanten, sich stattdessen für vegane Alternativen zu entscheiden. Neue Enthüllungen zum Thema wird ein am heutigen Dienstag um 22:15 Uhr ausgestrahlter ZDF-Beitrag liefern, der sich mit Lebendtransporten für die „Lederherstellung“ auseinandersetzt.
 
„Leder ist kein Abfallprodukt der Fleischindustrie, sondern es handelt sich bei der Lederbranche um einen eigenständigen Industriezweig. Das Leid der Tiere beginnt bei den Haltungsbedingungen und endet im Schlachthaus. Für Leder werden jährlich mehr als 1,4 Milliarden Rinder, Ziegen und Schafe qualvoll getötet“, so Jens Vogt, Aktionskoordinator bei PETA. „Aus ethischen sowie ökologischen Gründen sehen wir die Zukunft in veganer Mode, die weder Tierleid verursacht noch das schmutzige Geschäft der Tierqual-Fabriken unterstützt.“
 
Die „Produktion“ von Leder schadet Tieren, Menschen und der Umwelt
Für die „Produktion“ von Leder werden Tiere in dunkle Ställe oder zu Tausenden in riesige Anlagen gesperrt, in denen sie ungeschützt unter freiem Himmel der Witterung ausgesetzt sind. Dort haben sie keinerlei Möglichkeit, ihr natürliches Verhalten auszuleben. Zudem markieren Arbeiter beispielsweise Rinder mit schmerzhaften Brandzeichen, stutzen ihnen die Schwänze, kürzen ihre Hörner und kastrieren sie – all das oftmals ohne Betäubung oder Schmerzmittel. Auf wochenlangen Lebendexporten werden die Tiere ohne ausreichend Nahrung und Wasser um die halbe Welt in die Schlachthäuser transportiert. Dort erfolgt oftmals keine Betäubung, sodass manchen Tieren die Haut bei lebendigem Leib vom Körper geschnitten wird. Doch ganz gleich, welche Betäubungsmethode zum Einsatz kommt: Die Tiere sind während der Transporte, dem unfreiwilligen Gang in das Schlachthaus und der Tötung immer extremem Stress, Schmerzen und Todesangst ausgesetzt. Hinzu kommt, dass zum Beispiel in Indien und Bangladesch sowohl Menschen als auch die Umwelt erheblich durch die Lederproduktion belastet werden, da hochgiftige Chemikalien wie Chrom und Formaldehyd zum Einsatz kommen, um die Verwesung der Tierhäute zu verhindern. Diese werden oft ungefiltert in der Natur entsorgt.
 
Veganes Leder auf dem Vormarsch
Tierfreie Lederalternativen, zum Beispiel auf der Basis von Äpfeln, Kork oder Polyurethan (PU), stellen eine immer beliebtere Alternative zu Tierhäuten dar. In der Bekleidungs-, Schuh-, Automobil- und Polsterindustrie sind Lederarten, die auf pflanzlichen oder synthetischen Materialien basieren, bereits fest verankert. Dem Marktforschungsunternehmen Grand View Research (GVR) zufolge wird die vegane Lederindustrie auch weiterhin stark wachsen und im Jahr 2025 über 85 Milliarden Dollar wert sein wird. Innovative Unternehmen produzieren das vegane Leder beispielsweise auf der Basis von Ananasfasern und Pilzen oder benutzen Hefezellen, um reines Kollagen wachsen zu lassen – ganz ohne Tierleid.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie anziehen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
 
Details zur Aktion:
 
Datum: Donnerstag, 20. Februar 2020
Uhrzeit: 16:15–16:45 Uhr
Ort: Nikolaiort 1-2 (Kreuzung Domhof/Nikolaiort), 49074 Osnabrück
Ansprechpartner vor Ort: Jens Vogt (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)
 
Ein Bild, das Text enthält.

Automatisch generierte Beschreibung
Blutverschmiert und mit „gehäutetem“ Kuhkopf werden die Aktivisten in Osnabrück demonstrieren. / © PETA Deutschland e.V.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Hintergrundwissen-Leder

Sendefähige Radio-O-Töne zum Thema „Warum macht PETA Straßenaktionen?“ und zu vielen weiteren Tierrechtsthemen finden Sie in PETAs Audioportal. PETAs Fachreferenten stehen Ihnen selbstverständlich nach wie vor für persönliche Interviews zur Verfügung.
 
Pressekontakt:
Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, [email protected]