Termineinladung: Hund wird in Salzburger Innenstadt gegrillt – PETA wirbt mit aufsehenerregender Aktion für vegane Lebensweise / Dienstag, 2. Juli 2019

Salzburg / Stuttgart, 28. Juni 2019 – Derzeit findet in Yulin wieder das alljährliche Hundefleisch-Festival statt, bei dem etwa 10.000 Hunde getötet, zerlegt und gegessen werden. Das chinesische Event sorgt europaweit für Empörung und ein Hund auf dem Grill wäre für die meisten Menschen hierzulande ein Grund, die Polizei zu rufen. Gleichzeitig landen jedoch allein in Österreich jedes Jahr Millionen sogenannte Nutztiere auf den Tellern. Daher stellt PETA am Dienstag ab 12:15 Uhr auf dem Mozartplatz in Salzburg die entscheidende Frage: „Wenn Sie keinen Hund essen würden, warum dann ein Schwein?“ Mit einer Hundeattrappe auf einem Standgrill, Schildern, Flyern und einem Banner erinnert die Tierschutzorganisation daran, dass Schweine, Hühner und Kühe ebenso wenig auf den Grill gehören wie Hunde und Katzen. PETA klärt mit dieser Aktion über Speziesismus auf und bittet die Menschen, beim Einkauf tierfreundliche Entscheidungen zu treffen.
 
„Es macht keinen Unterschied, ob das Fleisch auf unseren Tellern von einem Huhn, Rind oder Hund stammt – denn alle Tiere leiden gleich“, so Jens Vogt, Aktionskoordinator bei PETA. „Mit unserer Aktion appellieren wir an das Mitgefühl der Menschen und möchten sie dazu animieren, anstelle der zerstückelten Teile einer Tierleiche lieber Gemüse oder Fleischalternativen auf den Grill zu legen.“
 
Ungleichbehandlung von Tieren aufgrund ihres Nutzens für den Menschen
PETA macht darauf aufmerksam, dass willkürlich zwischen sogenannten Haustieren und den zur Ausbeutung freigegebenen „Nutztieren“ unterschieden wird. Diese Denkweise ist bezeichnend für die Logik des Speziesismus, der Geschöpfe aufgrund ihrer Artzugehörigkeit diskriminiert. Vogt erklärt: „Wir möchten die Menschen daran erinnern, dass Gewalt falsch ist – unabhängig davon, wer die Opfer sind. Ein Schwein oder ein Rind empfindet genau wie ein Hund Schmerzen, Angst und Freude und möchte leben. Es gibt zahlreiche vegane Alternativen, sodass kein Individuum für einen kurzen Gaumenkitzel leiden muss.“
 
Mehr als 90 Millionen getötete Lebewesen pro Jahr – wie tierlieb sind wir wirklich?
PETA weist darauf hin, dass viele Menschen hinter Fleisch und anderen Produkten tierischer Herkunft nicht das getötete Lebewesen sehen. Doch allein in Österreich werden wegen ihres Fleisches jedes Jahr über 90 Millionen Landlebewesen in enge Ställe gepfercht, enthornt und männliche Tiere ohne Betäubung kastriert. Im Schlachthof wird ihnen die Kehle durchgeschnitten – teils nur mit unzureichender Betäubung, sodass sie langsam und qualvoll ausbluten. Ganz gleich, ob „Bio“ oder konventionelle Haltung: 100 Prozent der Tiere werden, lange bevor sie ihre natürliche Lebenserwartung erreichen, getötet.
 
Produkte tierischer Herkunft sind Klimakiller Nummer eins
Der Konsum von Fleisch, Milch, Käse und Eiern verursacht zudem die größten Umweltprobleme unserer Zeit. Aus wirtschaftlichen Gründen halten Landwirte immer mehr Tiere. Die Ställe werden größer, doch mit ihnen auch der Gülleausstoß und somit die Belastung des Grundwassers. In den Tierhaltebetrieben kommen Hunderte Tonnen Antibiotika zum Einsatz; einen großen Teil davon scheiden die Tiere wieder aus. Mit der Gülle gelangen somit auch Medikamentenreste und resistente Keime in die Natur. Die Auswirkungen, beispielsweise von Antibiotikaresistenzen, sind nicht abschätzbar.
 
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
Die Tierschutzorganisation weist darauf hin, dass Veganer ein gesünderes Leben führen und jeder Einzelne bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten bewahrt. Mit PETAs kostenlosem Veganstart-Programm gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht.
 
Details zur Aktion:
 
Datum: Dienstag, 2. Juli 2019
Uhrzeit: 12:15–13:30 Uhr
Ort: Mozartplatz (hinter dem Mozart-Denkmal), 5020 Salzburg
 

PETA machte auch schon in der Jenaer Innenstadt auf die Thematik aufmerksam. / © PETA Deutschland e.V.
 

In Jena stellte PETA ebenfalls die Frage: „Wenn Sie keinen Hund essen würden, warum dann ein Schwein?“ / © PETA Deutschland e.V.
 
Die Motive stehen hier zum Download zur Verfügung.
 
Weitere Informationen:
Veganstart.de
PETA.de/Vegangrillen
 
Kontakt:
Lisa Kienzle, +49 711 860591-536, [email protected]