Termineinladung: Hund wird zur Deutschen Grillmeisterschaft in Fulda gegrillt – PETA wirbt mit aufsehenerregender Aktion für vegane Lebensweise / Samstag, 3. August 2019

Fulda / Stuttgart, 31. Juli 2019 – An diesem Wochenende findet die Deutsche Grillmeisterschaft in Fulda statt, bei der Amateure und Profis unter anderem das Fleisch von Schweinen, Rindern, Rehen und Fischen grillen. PETA erinnert daran, dass sogenannte Nutztiere zuhauf auf den Tellern landen, während ein Hund auf dem Grill für die meisten Menschen ein Grund wäre, die Polizei zu rufen. Daher stellt die Tierschutzorganisation am Samstag ab 11:00 Uhr vor dem Eingang der Deutschen Grillmeisterschaft in der Paul-Klee-Straße die entscheidende Frage: „Wenn Sie keinen Hund essen würden, warum dann ein Schwein?“ Mit einer Hundeattrappe auf einem Standgrill, Schildern, Flyern und einem Banner mahnt PETA, dass „Nutztiere“ ebenso wenig auf den Grill gehören wie Hunde und Katzen. PETA klärt mit dieser Aktion über Speziesismus auf und appelliert an die German Barbecue Association, künftig eine vegane Grillmeisterschaft zu veranstalten.
 
„Wenn die German Barbecue Association das Freizeitgrillen in Deutschland aktiv fördern möchte, sollte sie fortschrittlich handeln und nicht an etwas festhalten, das unweigerlich dazu führt, dass andere ausgebeutet werden“, so Jens Vogt, Aktionskoordinator bei PETA. „Wir haben immer die Wahl: Wir können freundlich oder grausam sein. PETA ruft dazu auf, anstelle der zerstückelten Teile einer Tierleiche lieber Gemüse oder Fleischalternativen auf den Grill zu legen.“
 
Ungleichbehandlung von Tieren aufgrund ihres Nutzens für den Menschen
PETA macht darauf aufmerksam, dass willkürlich zwischen sogenannten Haustieren und den zur Ausbeutung freigegebenen „Nutztieren“ unterschieden wird. Diese Denkweise ist bezeichnend für die Logik des Speziesismus, der Geschöpfe aufgrund ihrer Artzugehörigkeit diskriminiert. Vogt erklärt: „Wir möchten die Menschen daran erinnern, dass Gewalt falsch ist – unabhängig davon, wer die Opfer sind. Ein Schwein oder ein Rind empfindet genau wie ein Hund Schmerzen, Angst und Freude und möchte leben. Es gibt zahlreiche vegane Alternativen, sodass kein Individuum für einen kurzen Gaumenkitzel leiden muss.“
 
800 Millionen getötete Lebewesen pro Jahr – wie tierlieb sind wir wirklich?
PETA weist darauf hin, dass viele Menschen hinter Fleisch und anderen Produkten tierischer Herkunft nicht das getötete Lebewesen sehen. Doch allein in Deutschland werden jährlich 800 Millionen Landlebewesen wegen ihres Fleisches in enge Ställe eingepfercht, enthornt, die Schwänze abgeschnitten und männliche Tiere ohne Betäubung kastriert. Im Schlachthof wird ihnen die Kehle durchgeschnitten – teils nur mit unzureichender Betäubung, sodass sie langsam und qualvoll ausbluten. Ganz gleich, ob „Bio“ oder konventionelle Haltung: 100 Prozent der Tiere werden, lange bevor sie ihre natürliche Lebenserwartung erreichen, getötet.
 
Produkte tierischer Herkunft sind Klimakiller Nummer eins
Der Konsum von Fleisch, Milch, Käse und Eiern verursacht zudem die größten Umweltprobleme unserer Zeit. Aus wirtschaftlichen Gründen halten Landwirte immer mehr Tiere. Die Ställe werden größer, doch mit ihnen auch der Gülleausstoß und somit die Belastung des Grundwassers. In deutschen Tierhaltebetrieben kommen Hunderte Tonnen Antibiotika zum Einsatz; einen großen Teil davon scheiden die Tiere wieder aus. Mit der Gülle gelangen somit auch Medikamentenreste und resistente Keime in die Natur. Die Auswirkungen, beispielsweise von Antibiotikaresistenzen, sind nicht abschätzbar.
 
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
Die Tierschutzorganisation weist darauf hin, dass Veganer ein gesünderes Leben führen und jeder Einzelne bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten bewahrt. Mit PETAs kostenlosem Veganstart-Programm gelingt der Umstieg auf rein pflanzliche Ernährung spielend leicht.
 
Details zur Aktion:
 
Datum: Samstag, 3. August 2019
Uhrzeit: 11:00–14:00 Uhr
Ort: Paul-Klee-Straße 74, 36041 Fulda
Kontakt vor Ort: Jens Vogt (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)
 

PETA machte auch schon in der Jenaer Innenstadt auf die Thematik aufmerksam. / © PETA Deutschland e.V.
 

In Jena stellte PETA ebenfalls die Frage: „Wenn Sie keinen Hund essen würden, warum dann ein Schwein?“ / © PETA Deutschland e.V.
 
Die Motive stehen hier zum Download zur Verfügung.
 
Weitere Informationen:
Veganstart.de
PETA.de/Vegangrillen
 
Kontakt:
Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, [email protected]