Termineinladung: PETA inszeniert blutige Jagdszene vor Dresdner Umweltministerium und fordert Verbot der Fuchsjagd in Sachsen

Dresden / Stuttgart, 7. Oktober 2019 – Fuchsjagd stoppen: Allein in Sachsen töten Jäger jedes Jahr über 11.500 Füchse, obwohl es dafür keinen laut Tierschutzgesetz erforderlichen „vernünftigen Grund“ gibt. Um gegen die Fuchsjagd zu protestieren, inszeniert PETA am Mittwoch ab 12:00 Uhr vor dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft in Dresden eine grausame Jagdszene. Ein als Fuchs verkleideter Aktivist mit einer blutverschmierten Schusswunde am Kopf wird das Leid symbolisieren, das Jäger bei ihrer blutigen „Freizeitbeschäftigung“ verursachen. Mit der Aktion fordert die Tierrechtsorganisation ein flächendeckendes Verbot der Fuchsjagd.
 
„Jäger haften Füchsen bewusst ein schlechtes Image an – sie betrachten sie als lebende Zielscheiben, Konkurrenten oder verfolgen die nützlichen Tiere aus reiner Lust am Töten gnadenlos. Die Politik muss endlich handeln und der sinnlosen Fuchsjagd ein Ende setzen“, so Jens Vogt, Aktionskoordinator bei PETA.
 
Bundesweit töten Hobbyjäger jährlich über 400.000 Füchse. In Sachsen werden die Tiere ganzjährig bejagt. Jäger stellen ihnen mit Gewehren, Fallen und der Baujagd nach. Häufig flüchten angeschossene Tiere mit offenen Wunden oder leiden in den Fallen Angst und Panik, ehe sie mit Kopfschuss getötet werden. Dabei ernähren sich Füchse nicht nur von den bei Landwirten unbeliebten Mäusen, sondern sichern auch ihren Beutearten das Überleben, indem sie schwache und kranke Tiere erbeuten und Krankheitsherde somit sofort eliminieren.
Meist führen Jagdverbände an, dass Füchse die Bestände bestimmter Niederwildarten, wie Rebhuhn oder Hasen, bedrohen. Experten sind sich jedoch einig, dass die drastischen Populationsrückgänge betroffener Arten der industrialisierten Landwirtschaft und dem damit einhergehenden Lebensraumverlust zuzuschreiben sind. Hinzu kommt, dass Jäger in Deutschland selbst jedes Jahr mehr als 180.000 Feldhasen töten.
 
In Luxemburg ist die Fuchsjagd bereits seit April 2015 verboten. Denn weder aus wildbiologischer noch aus gesundheitlicher Sicht besteht ein Grund für die Bejagung der Tiere. [1, 2] Die zum Teil noch immer geäußerten Bedenken gegenüber den Beutegreifern beruhen auf längst widerlegten Annahmen. Deutschland ist seit 2008 frei von terrestrischer Tollwut und der Fuchsbandwurm zählt zu den seltensten Parasitosen Europas. Die Fuchsjagd hat zudem keinerlei regulierende oder reduzierende Auswirkungen auf die Population, weil Verluste rasch durch Zuwanderung und steigende Geburtenraten ausgeglichen werden. Fuchspopulationen regulieren sich aufgrund von Sozialgefügen sowie Nahrungsverfügbarkeit und Krankheiten selbst.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
 
[1] Baker, P./Harris, S./White, P. (2006): After the hunt: The future for foxes in Britain. Report. University of Bristol/University of York.
[2] Baker, P./Harris, S. (2006): Does culling reduce fox (Vulpes vulpes) density in commercial forests in Wales, UK? Springer-Verlag, 2005.
 
Details zur Aktion:
 
Datum: Mittwoch, 9. Oktober 2019
Uhrzeit: 12:00–14:00 Uhr
Ort: Wilhelm-Buck-Str. 2, 01097 Dresden
Kontakt vor Ort: Jens Vogt (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)

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Ähnliche PETA-Aktion gegen die Fuchsjagd in Leipzig / © PETA Deutschland e.V.
 
Das Motiv steht hier zum Download zur Verfügung.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Fuchsjagd-stoppen
PETA.de/Fuchsjagd
PETA.de/Jagd-Hintergrundwissen
 
Pressekontakt:
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