Termineinladung: PETA ZWEI-Streetteam Lüneburg protestiert unter dem Motto „Tiere sind keine Bekleidung“ gegen Tierquälerei in der Modebranche

Lüneburg / Stuttgart, 17. Oktober 2019 – Unter dem Motto „Tiere sind keine Bekleidung!“ macht das freiwillige PETA ZWEI-Streetteam am Samstag ab 10:15 Uhr in der Großen Bäckerstraße in Lüneburg auf das Leid hinter Kleidung aus Pelz, Leder, Wolle und Daunen aufmerksam. Dafür stehen zwei der Aktiven Modell: Bei einem der Outfits handelt es sich um ausschließlich tierfreundliche Mode, während das andere Model Kleidung mit tierlichen Stoffen trägt. An jedem Kleidungsstück verrät ein Etikett, woher der Stoff stammt. Zusätzlich informieren die Aktionsteilnehmer mit Schildern und Flyern über tierfreundliche Alternativen wie Ananas- und Korkleder, Baumwolle und weitere Pflanzen- oder Synthetikfasern. Das Streetteam appelliert an die Passanten, niemals das Fell, die Federn oder die Haut anderer Lebewesen zu tragen.
 
„Die breite Öffentlichkeit lehnt es ab, dass Tiere für einen Pelzkragen vergast oder durch einen analen Elektroschock getötet werden. Doch auch für Leder, Wolle und Daunen werden jedes Jahr Millionen Tiere oft unter Schreien gerupft, geschoren und getötet“, so Streetteam-Leiterin Maja Bethmann. „Wir appellieren an alle Verbraucher, Mitgefühl zu zeigen und ausschließlich Kleidung zu kaufen, für die kein Tier leiden musste.“
 
Das Leid der Tiere in der Pelz- und Lederindustrie
Weltweit werden jedes Jahr mehr als 110 Millionen Tiere auf Pelzfarmen getötet. Viele von ihnen werden in winzige Käfige gesperrt, unter denen sich ein Berg an Urin und Kot ansammelt, dessen unerträglichem Gestank die Tiere tagtäglich ausgesetzt sind. Rinder in der Lederindustrie müssen grausame Standardprozeduren wie Kastrationen, Brandmarkungen im Gesicht sowie das Kupieren der Schwänze und Hörner über sich ergehen lassen – meist ohne Betäubung. Während des Transports und der Tötung werden viele Tiere geschlagen und getreten. Durch die Fließbandarbeit im Schlachthof sind Tiere oft noch bei vollem Bewusstsein, wenn Arbeiter ihnen mit einem Messer die Kehle durchschneiden. Anschließend wird ihre Haut zu Stiefeln, Taschen, Mänteln und Geldbörsen verarbeitet.
 
Tierqualprodukte Wolle und Daunen
In der intensiven Schafzucht in Deutschland werden Lämmern die Ohren zur Markierung durchstochen, die Schwänze vieler Jungtiere auf äußerst schmerzhafte Weise mit einem Gummiring gekürzt und männliche Lämmer kastriert – all das meist betäubungslos und ohne die Gabe von Schmerzmitteln. Bei Großherden werden Schafscherer gewöhnlich nach der Anzahl der geschorenen Schafe entlohnt, nicht nach dem Zeitaufwand. Infolgedessen erfolgt die Schur oft regelrecht im Akkord und ohne Rücksicht auf das Wohlbefinden der Schafe.
In der Daunenindustrie klemmen sich Arbeiter lebende Vögel oft kopfüber zwischen die Knie und reißen ihnen ganze Federbüschel aus. Die Tiere zappeln und schreien vor Schmerzen. Häufig werden sie derart gewaltsam gerupft, dass klaffende Wunden entstehen. Diese nähen Arbeiter oft einfach zu, ohne den Tieren schmerzstillende Mittel zu verabreichen.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie anziehen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
 
Das PETA ZWEI-Streetteam Lüneburg ist ein Verbund freiwilliger Unterstützer, die sich für die Ziele der Jugendkampagne PETA ZWEI der Tierschutzorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.
 
Details zur Aktion:
 

Datum: Samstag, 19. Oktober 2019
Uhrzeit: 10:15–12:00 Uhr
Ort: Große Bäckerstraße (zwischen H&M und Rossmann), 21335 Lüneburg
Kontakt vor Ort: Maja Bethmann
 
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PETA ZWEI-Streetteams machen regelmäßig auf Tierquälerei in der Modebranche aufmerksam / © PETA Deutschland e.V.
 
Das Motiv steht hier zum Download zur Verfügung.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Themen/Bekleidung
Pelz.PETA.de
Leder.PETA.de
PETA.de/Wolle-Deutschland
PETA.de/Daunen
 
Pressekontakt:
Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, [email protected]