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Termineinladung: Stuttgarter PETA ZWEI Streetteam protestiert zur Premiere des „Weltweihnachtscircus“ gegen Zirkus mit Wildtieren / 7. Dezember, 17:30–19:00 Uhr

 
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Stand Dezember 2017
Stuttgart, 5. Dezember 2017 – Am Donnerstag öffnet der „Weltweihnachtscircus“ seine Pforten, bei dem unter anderem der Raubtierdompteur Martin Lacey mit Tigern und Löwen auftreten wird. Anlässlich der Premiere protestiert das freiwillige Streetteam von PETA ZWEI, der Jugendkampagne der Tierrechtsorganisation PETA, am Donnerstag ab 17:30 Uhr am Cannstatter Wasen. Mit Löwenkostümen und -masken verkleidet informieren die Aktionsteilnehmer die Besucher über das Tierleid im „Weltweihnachtscircus“ und appellieren an die Stadt, am bereits beschlossenen Wildtierverbot festzuhalten.
 
„Wildtiere können in einem Zirkus nicht tiergerecht gehalten werden“, so Peter Höffken, Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA. „Das hat auch Stuttgart erkannt: Das Wildtierverbot soll 2019 in Kraft treten – wir bitten die Stadt, sich nicht von Drohungen der Zirkusbetriebe einschüchtern zu lassen und an der geplanten Umsetzung festzuhalten.“

Bezüglich exotischer Wildtierarten sprechen sich auch die Bundestierärztekammer sowie die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland für ein Verbot aus. Einer repräsentativen forsa-Umfrage zufolge vertreten 82 Prozent der Deutschen die Auffassung, dass Wildtiere im Zirkus nicht artgerecht gehalten werden können. Auch der Bundesrat forderte 2016 erneut ein Verbot von Wildtieren im Zirkus und begründete in seinem Entschließungsantrag detailliert, warum sie in Zirkussen erheblichem Leid ausgesetzt sind – unabhängig vom jeweiligen Betrieb. Vor diesem Hintergrund kritisiert PETA insbesondere die CDU/CSU-Fraktion, die als einzige Partei im Bundestag ihre Zustimmung zu einem Wildtierverbot verweigert.
 
Auch in Gefangenschaft geborene Großkatzen wie Löwen oder Tiger haben hohe Ansprüche an ihren Lebensraum, denen Zoos und Zirkusse nicht gerecht werden können. Durch die Geburt in Gefangenschaft und die Zähmung wird ein Wildtier nicht zu einem domestizierten Tier; die Domestikation ist ein Prozess selektiver Zucht, der im Zirkus nicht stattfindet. In diesen Betrieben werden die Verhaltensweisen und Bedürfnisse der Tiere durch die Unterbringung in viel zu kleinen Gehegen sowie die von Gewalt und Zwang geprägte Dressur lediglich unterdrückt. Auch zahlreiche Experten bestätigen, dass eine artgerechte Haltung von Großkatzen im Zirkus nicht oder nur begrenzt möglich ist [1].

Die Tierrechtsorganisation fordert ein grundsätzliches Verbot von Tieren im Zirkus. Die Haltung und Zurschaustellung sind für sie alle untrennbar mit Leid verbunden. Zudem sind die meisten exotischen Tierarten nicht an kalte Temperaturen angepasst und im Zirkus in der Regel nur unzureichend davor geschützt. Die ständigen Transporte, die viel zu kleinen Gehege und die Dressur führen zu Verhaltensstörungen, Krankheiten und oftmals zu einem frühen Tod.
 
[1] Dr. W. Rietschel (2002): Zoologischer Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart, Dtsch. tierärztl. Wschr. 109, 120-123.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Wildtierdressur
PETA.de/VerbotWildtiereImZirkus
PETA.de/Tierverbot-Zirkus
 
WANN & WO?
Donnerstag, 7. Dezember 2017, 17:30–19:00 Uhr, am Cannstatter Wasen, 70372 Stuttgart
 
Interviewkontakt vor Ort: John-Peter Lemmerich, telefonischer Kontakt kann auf Anfrage hergestellt werden.

Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 711 860591-529, JanaF@peta.de