Die irreführenden Aussagen von Allbirds über Wolle – jetzt aktiv werden!

Der Schuhfabrikant Allbirds weiß ganz genau, dass Wolle von Schafen stammt, die in der Wollindustrie ein leiderfülltes Leben führen und schlussendlich gewaltsam getötet werden. Doch statt sich für wirksame Veränderungen einzusetzen und den Verkauf von Wolle einzustellen, präsentiert sich Allbirds als tier- und umweltfreundliches Unternehmen. Nach eigenen Angaben verkauft Allbirds angeblich nur nachhaltige Wolle von Tieren, die sich „pudelwohl“ fühlen. Doch die Realität sieht gänzlich anders aus, denn tierfreundliche Wolle gibt es nicht.

PETA und PETAs internationale Partnerorganisationen haben bereits über 116 weltweite Betriebe überprüft und aufgedeckt, dass Schafe gequält wurden: Arbeiter schlugen und traten die Tiere, fügten ihnen Schnittwunden zu und schnitten einigen bei vollem Bewusstsein die Kehle durch. Solche Tierquälerei wurde auch in Betrieben verübt, die angeblich „nachhaltig“ und „verantwortungsbewusst“ arbeiten.

So sieht die Realität in der weltweiten Wollindustrie aus, die Allbirds vor uns verbergen möchte.

Mit den folgenden Aussagen über Nachhaltigkeit und Tierfreundlichkeit versucht das Unternehmen Allbirds, den Verbraucher in die Irre zu führen:

  • Allbirds und ZQ Merino – ein Zulieferer des Unternehmens – geben vor, völlig transparent zu arbeiten. Doch Informationen und Nachweise darüber, was hinter der Aussage steht, die Schafe würden „ein gutes Leben haben“, bleiben aus. Es stellt sich daher die Frage: Wie gut kann das Leben eines Schafes sein, wenn eine individuelle Versorgung in Großbetrieben kaum bis gar nicht möglich ist?
  • ZQ Merino weigert sich konkrete Tierschutzvorgaben zu benennen. Die online abrufbaren allgemeinen Informationen weisen jedoch auf potenziell massive Probleme hin. So werden die Betriebe von ZQ nur etwa alle drei Jahre „überprüft“. [1] Und auf der Website des Unternehmens ist zu lesen: „[Das] ZQ-Programm umfasst keine Zertifizierungen, die sich auf Abläufe außerhalb der Farm beziehen. Wir arbeiten innerhalb der Zulieferkette jedoch mit vielen langjährigen Partnern zusammen, die sich an den Werten von ZQ orientieren und sich an unsere RoE-Vereinbarung halten.“ [1] Das bedeutet, dass Schlachtung und Transport – zwei Bereiche in denen Tiere sehr häufig misshandelt werden – nicht zwangsläufig unter die ZQ-Zertifizierung fallen. Und selbst im Rahmen der Zertifizierung ist es erlaubt, Schafe bis zu 48 Stunden lang weder mit Nahrung noch Wasser zu versorgen.
  • Während ZQ Merino in der Vergangenheit angab, ausschließlich Wolle aus Ländern mit strengen Tierschutzgesetzen zu beziehen, deckt der Standard nun auch Betriebe in Argentinien, Australien und Südafrika ab – alles Länder, in denen PETA und PETAs internationale Partnerorganisationen schwere Tierquälerei aufdecken konnten. Aufnahmen aus Australien zeigen Arbeiter, die Schafen mit scharfen Schurgeräten ins Gesicht und sogar mit einem Hammer auf den Kopf schlagen. Die verängstigten Tiere bluten nach solchen Angriffen oft aus Augen, Nase oder Mund. Aufnahmen aus Argentinien zeigen Arbeiter, die Lämmer hochheben, an den Beinen fesseln, ihnen ein Messer in die Kehle rammen und ihr Fleisch durchschneiden. Dann drehen sie den Tieren den Hals um. In Südafrika wurde dokumentiert, wie Ziegen herumgezerrt, geworfen und teilweise verstümmelt werden, bevor ihnen bei lebendem Leib die Kehle durchtrennt wird.
  • Die Aussage von Allbirds, man würde sich an rigorose Transparenzstandards halten, ist offenkundig falsch, denn Nachfragen nach der Herkunft der Wolle bleiben unbeantwortet. Als wir die Verantwortlichen fragten, wie genau „das gute Leben“ der Schafe aussieht, antwortete ein Mitarbeiter: „Mir fehlt es an detaillierten Informationen, um [die Fragen] in Gänze beantworten zu können. Ich kann Ihnen nur raten, sich an ZQ Merino zu wenden, die mehr Informationen haben.“ Als wir uns entsprechend an ZQ Merino wandten, teilte man uns dort mit: „Der ZQ-Standard ist online nicht ersichtlich, da es sich um ein Betriebshandbuch für unsere Erzeuger vor Ort handelt und nicht um ein Dokument für den Konsumenten.“
  • Auch die Umweltbilanzanalyse von Allbirds greift zu kurz, denn sie misst lediglich den CO2-Ausstoß, der mit dem fertigen Produkt in Verbindung steht. Weitere von der Wollindustrie verursachten Umweltauswirkungen werden nicht berücksichtigt, z. B. Überdüngung, Landnutzung oder Wasserverschmutzung. Wie der Higg Materials Sustainability Index aufzeigt, macht der durch die Produktion von Wolle verursachte CO2-Ausstoß nur gut die Hälfte des gesamten Umwelteinflusses des Materials aus. In anderen Worten: Allbirds ignoriert in seiner Umweltbilanz fast die Hälfte des realen Umwelteinflusses von Wolle.
  • Für die Umweltbilanzrechnung nutzt Allbirds Daten aus verschiedenen Quellen. Brancheneigene Daten weisen jedoch teilweise starke Unterschiede auf – und Allbirds hat sich dafür entschieden, zu seinen Gunsten für jede Berechnung von den konservativsten Annahmen auszugehen.[2]
  • Allbirds räumt ein, Wolle habe „nicht immer von Anfang an“ einen niedrigen CO2-Ausstoß. [2] Warum nutzt das Unternehmen, wenn es wirklich umweltfreundlich sein möchte, dann nicht einfach vegane Materialien, die tatsächlich von Anfang an eine niedrigere Klimabilanz vorweisen können?
  • Allbirds nutzt für seine Produkte Krabbenschalen, die in anderen Industriezweigen anfallen, und rühmt sich damit, wie gut das „für den Planeten“ sei. Doch das Unternehmen bezieht diese Schalen aus der kanadischen Schneekrabbenindustrie, die in der Natur riesige Schäden anrichtet. Die Fanggeräte der Schneekrabbenfischer werden beispielsweise bedrohten Walen zum Verhängnis. Zudem ist die Krabbenpopulation durch den Klimawandel bedroht. Die Tiere werden also keineswegs geschützt, indem eine solche Industrie unterstützt wird.

Was Sie tun können

Wenn Sie denken, dass Allbirds Sie mit seinen Aussagen zu Tierschutz und Nachhaltigkeit in die Irre geführt und so zum Kauf von Wollprodukten verleitet hat, berichten Sie uns Ihre Erfahrungen gerne unter [email protected].

Wolle kann niemals nachhaltig oder tierfreundlich hergestellt werden. Egal ob Schuhe, Pullis oder Decken: Wer ein Wollprodukt kauft, unterstützt eine grausame Industrie. PETAs Partnerorganisation hat Allbirds umfangreiche Informationen bezüglich der Misshandlung und Tötung von Schafen in Wollbetrieben zukommen lassen. Es gibt so viele tolle tierfreie Materialien! Bitte helfen Sie den Tieren und fordern Sie Allbirds auf, Wolle sofort aus dem Sortiment zu nehmen.

Fordern Sie Allbirds jetzt auf, Wolle aus dem Sortiment zu streichen

Allbirds weiß ganz genau, dass Wolle Tierleid verursacht. Fordern Sie das Unternehmen jetzt dazu auf, den Verkauf des Qualprodukts zu beenden.

Online Petition

Sheep Are Suffering—Please Don't Use Their Fleece

 

I was disappointed to learn that your company continues to use wool, even though sheep are tormented and eventually killed in the wool industry.

Sheep are gentle, sensitive animals who are emotionally complex and highly intelligent. Despite this, the wool industry continues to abuse them in ways that have led to cruelty-to-animals charges and convictions. PETA and our international affiliates have visited more than 116 wool-industry operations on four continents, including North America—and compiled the findings in 14 exposés—and no matter what those operators claimed about welfare standards, extreme abuse of sheep was rampant. Shearers are usually paid by volume rather than by the hour, so they work hastily and recklessly, often leaving sheep injured and bleeding. And when the animals are no longer profitable, they're slaughtered.
This cruelty is exactly why the fashion industry is developing innovative alternatives that are just as warm and stylish as wool garments without harming animals. Instead of engaging in humane washing and greenwashing, please make an actual difference for animals by dropping wool and only selling innovative and sustainable vegan materials.
Thank you for your attention to this serious matter.



{user_data~City} {user_data~Postcode}
{user_data~Country}

Felder mit Stern (*) müssen ausgefüllt werden.
Ihre Daten sind bei uns sicher. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Sie können Ihre Zustimmung selbstverständlich jederzeit ohne Angabe von Gründen widerrufen. Unseren Datenschutzbeauftragten erreichen Sie unter [email protected] oder unter der oben stehenden Adresse.
Empfänger +
  • Tim Brown
  • Joey Zwillinger
  • Deutsche Übersetzung

    Sehr geehrter Herr Brown, sehr geehrter Herr Zwillinger

     

    wie ich leider erfahren musste, verwendet Ihr Unternehmen nach wie vor Wolle, obwohl dafür Schafe in der Wollindustrie gequält und schließlich getötet werden.

    Schafe sind gutmütige, sensible Tiere mit einer komplexen Gefühlswelt und hoher Intelligenz. Dennoch werden sie in der Wollindustrie Misshandlungen ausgesetzt, die bereits zu Anklagen und Verurteilungen wegen Tierquälerei geführt haben. PETA und PETAs internationale Partnerorganisationen konnten die Qual der Schafe in über 116 Wollbetrieben auf vier Kontinenten aufdecken (auch in Nordamerika). Die Erkenntnisse wurden in insgesamt 14 Enthüllungsberichten zusammengetragen. Und ganz egal, was die Betreiber der entsprechenden Betriebe bezüglich ihrer Tierschutzvorgaben auch behaupteten: In jedem einzelnen Betrieb wurden schwere Misshandlungen festgestellt. Scherer werden meist pro geschorenem Tier, nicht nach Stunden bezahlt. Deshalb arbeiten sie besonders schnell, unvorsichtig und fügen den Schafen häufig Verletzungen und blutige Wunden zu. Bringen die Tiere eines Tages nicht mehr genug Profit, werden sie getötet.

    Aufgrund solcher Tierquälerei entwickelt die Modeindustrie unentwegt neue innovative Alternativen, die genauso warm und modisch sind wie Wolle, nur dass dafür kein Tier leiden muss. Anstatt Tierfreundlichkeit und Umweltbewusstsein nur vorzugaukeln, sorgen Sie bitte dafür, dass sich für die Tiere wirklich etwas verändert. Streichen Sie Wolle aus Ihrem Sortiment und verkaufen Sie bitte ausschließlich innovative, nachhaltige und vegane Materialien.

    Vielen Dank vorab für Ihre Bemühungen in dieser wichtigen Angelegenheit.

    Mit freundlichen Grüßen