Nach Druck durch PETA: American Vintage verbannt Angorawolle

Update Januar 2021

American Vintage beendet Verkauf von Angorawolle

Großartige Neuigkeiten für Angora-Kaninchen: Nach monatelangen Kampagnen von PETA France, PETA USA, PETA UK, PETA Deutschland und PETA Niederlande hat American Vintage endlich das Tierqualprodukt Angora aus dem Sortiment genommen und wird ab der Herbst/Winter-Kollektion im September 2021 keine Angora-Produkte mehr verkaufen.

Seit März 2019 hatten wir zahlreiche Proteste und Online-Aktionen organisiert und mit Unterstützern auf der ganzen Welt das Unternehmen dazu aufgefordert, Angora zu verbieten. Weltweit sammelten wir über 320.000 Unterschriften für unsere Petition an American Vintage, davon über 19.000 in Deutschland.

Wir freuen uns sehr, dass das Modeunternehmen diesen Schritt in Richtung tierfreundliche Mode geht, und hoffen, dass viele weitere diesem Beispiel folgen werden. Andere Moderiesen wie Gucci, Calvin Klein, Burberry und Stella McCartney haben bereits ebenfalls Angora aus ihrem Angebot verbannt.

Originaltext:

American Vintage gibt an, Mitgefühl sei ein integraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Trotzdem verkauft die Marke noch immer Kleidung aus Angorawolle – obwohl die Herstellung des Garns Angorakaninchen unsagbares Leid verursacht. 

  • Petitionstext

    Sehr geehrte/-r Frau/Herr,

    wie ich schockiert feststellen musste, verkauft American Vintage noch immer Kleidung aus Angorawolle. Und das, obwohl PETA Frankreich Ihr Unternehmen bereits über die Enthüllungen der Organisation informiert hat. Aufnahmen zeigen, wie unsagbar Kaninchen auf Angorafarmen leiden. Sie leben eingesperrt in winzigen, dreckigen Käfigen und werden gewaltsam geschoren. All das geschieht nur, um ein Garn herzustellen, das Sie für einige Ihrer Produkte verwenden.

    Die grausame Schur findet alle drei Monate statt. Nach zwei bis drei Jahren werden die Tiere, die den Missbrauch bis zu diesem Zeitpunkt überlebt haben, getötet. Man hängt sie kopfüber auf und schneidet ihnen die Kehle durch. Die Schur selbst empfinden die Tiere als derart beängstigend und schmerzhaft, dass auf Videoaufnahmen deutlich ihre Schreie zu hören sind.

    Bitte hören Sie hin! Ich appelliere an Sie, in Zukunft kein Angora mehr zu verwenden und stattdessen auf tierfreundliche Alternativen zu setzen.

    Mit freundlichen Grüßen 

     

So qualvoll ist die Produktion von Angorawolle

China ist der weltweit führende Produzent von Angora. Unser Enthüllungsbericht über die dortige Industrie zeigte das wahre Leid von Angorakaninchen: Die verängstigten Tiere wurden fixiert und man riss ihnen ganze Fäuste voller Fell aus dem Körper. Dieses Vorgehen war auf verschiedenen Farmen zu beobachten. Einige Tiere schrien vor Angst und Schmerzen:

Tierfreundliche Angorawolle gibt es nicht

PETA Asia besuchte Farmen in China, die Unternehmen wie American Vintage versichern, tierfreundlich zu arbeiten und bestimmte Tierschutzstandards streng einzuhalten. Doch die Kaninchen in diesen Betrieben verbringen ihr ganzes Leben einsam in dreckigen Käfigen. Diese dürfen sie nur verlassen, wenn die gewaltsame Schur ansteht. Und am Ende ihres Lebens: wenn sie geschlachtet werden.

Auch in Frankreich werden Kaninchen für Angorawolle lebendig gerupft

Die französische Tierrechtsorganisation One Voice konnte deutlich machen, dass sich Tierquälerei in der Angoraindustrie weltweit erstreckt. 2016 und 2018 wurden zwei Ermittlungen auf französischen Farmen durchgeführt. Dabei zeigte sich, unter welch qualvollen Bedingungen die Kaninchen gehalten und wie sie lebendig gerupft wurden. Ihr ganzes Leben sitzen sie in kotverschmierten Käfigen und sind allen Wetterbedingungen schutzlos ausgeliefert.

Sagen Sie American Vintage, was Sie von Angorawolle halten

PETA Frankreich hat das Unternehmen über die Tierquälerei in der Angoraproduktion informiert. Doch American Vintage hat bislang nichts dafür unternommen, den Angora-Verkauf einzustellen. Hunderte Marken aus der ganzen Welt haben bereits gegenüber PETA oder PETAs internationalen Partnerorganisationen zugesagt, den Tieren zuliebe kein Angora mehr zu verkaufen – etwa Calvin Klein, H&M, Topshop, ASOS und Lacoste.