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Daunen: So leiden Gänse und Enten beim qualvollen Lebendrupf

Die Bekleidungsbranche bietet heute eine Fülle an hervorragenden Alternativen zu Daunen und Federn, die mit ausgezeichneten wärmedämmenden Eigenschaften überzeugen. Dennoch setzen zahlreiche Unternehmen weiterhin auf die Verwendung von Daunen und Federn und verursachen damit großes Tierleid. In der weltweiten Daunenindustrie leiden und sterben Abermillionen Gänse und Enten – allein in Deutschland sind es im Schnitt 16,5 Millionen Tiere im Jahr.

Die Industrie raubt ihnen das Federkleid, um Daunenprodukte wie Jacken, Betten oder Schlafsäcke herzustellen. [1] Zahllose dieser Wasservögel leiden unter dem sogenannten Lebendrupf – einer grausamen Prozedur, bei der die Federn der Tiere bei lebendigem Leib aus der Haut gerissen werden. Die Daunenindustrie verursacht nicht nur unermessliches Tierleid, sondern trägt durch die Zucht von Millionen Tieren zum Pandemierisiko und zur Umweltzerstörung bei.

Inhaltsverzeichnis

Was ist der Unterschied zwischen Daunen und Federn?

Als Daunen wird das Untergefieder von Wasservögeln wie Enten und Gänsen bezeichnet, das die Tiere vor Kälte und Hitze schützt. Daunen unterscheiden sich in ihrem Aufbau von anderen Federn dadurch, dass sie keinen Federkiel besitzen und daher sehr leicht und weich sind. Die Daunenindustrie nutzt diese Eigenschaften ohne Rücksicht auf das Leid von Millionen Tieren aus und verwendet Daunen aufgrund ihrer wärmenden Eigenschaften für Jacken, Decken oder Schlafsäcke.

gaense im wasser

Sind Daunen Tierquälerei?

Enten und Gänse werden wegen ihrer Daunen, Federn und ihres Fleisches gezüchtet und getötet. Hierzu werden die Wasservögel oftmals zu Tausenden auf Zuchtfarmen gehalten, wo sie häufig in dunklen, verdreckten Hallen eingesperrt werden. Damit die Betriebe möglichst hohe Profite erzielen können, ist es notwendig, dass die Tiere in kürzester Zeit möglichst viel Gewicht zulegen und das festgelegte Tötungsgewicht erreichen.

Häufige Folgen sind gesundheitliche Probleme wie Entzündungen der Gelenke, verkrüppelte und gebrochene Beine, Atemnot und Herzanfälle. Schwächere Enten oder Gänse verlieren oftmals den harten Konkurrenzkampf um Nahrung und Wasser und können von kräftigeren Tieren verletzt oder sogar niedergetrampelt werden. Da solch katastrophale Zustände der perfekte Nährboden für Krankheitserreger sind, überleben die Tiere die leidvolle Zeit in der Mast nur mit Medikamenten, darunter auch Antibiotika. Dennoch sterben viele bereits in den verdreckten Hallen.

Auch die Daunen von Tieren aus der qualvollen Stopfleberproduktion landen unerkannt in vielen Jacken und Betten. Für die Produktion von Stopfleber werden Enten und Gänse in winzige Käfige gesperrt und zwangsernährt. Dazu wird ihnen ein Rohr tief in den Hals geschoben, über das täglich bis zu ein Kilogramm eines salzigen, fettigen Maisbreis in ihren Magen gepumpt wird. Die Tiere sind irgendwann völlig verfettet, und ihre Leber hat sich auf das Zehnfache der Normalgröße aufgebläht. [2] Schließlich werden sie für die Herstellung von Leberpastete getötet. Ihre Daunen und Federn werden an Händler weiterverkauft.

Die meisten der weltweit gehandelten Daunen stammen aus Asien, vor allem aus China. [3] Ein Großteil der europäischen Produktion hingegen kommt aus Ungarn, Rumänien oder Polen, wo bis heute vielfach der sogenannte Lebendrupf praktiziert wird. In den Lieferketten der Daunenindustrie befinden sich somit häufig auch Daunen und Federn von Tieren, denen das gesamte Federkleid ohne Betäubung ausgerissen wurde. Die Tiere erleiden diese grausame Prozedur 4 bis 15 Mal in ihrem Leben, [4] bevor sie im Schlachthaus gewaltsam getötet werden.

gerupfte Gänse

Werden für Daunen Tiere getötet?

Während der qualvollen Zucht werden Enten 5 bis 12 Wochen [5] und Gänse 12 bis 23 Wochen [6] in meist dunklen und verdreckten Hallen gehalten. Tiere, die diese Tortur überleben und das von der Industrie vorgesehene Verkaufsgewicht erreichen, werden von Arbeiter:innen grob gepackt und rücksichtslos in Transportboxen gestopft. Da an einem Tag in der Regel Hunderte Tiere gleichzeitig verladen werden, kommt es vor allem auf Geschwindigkeit an.

Durch den ruppigen Umgang erleiden viele Vögel Knochenbrüche; häufig werden ihre Gliedmaßen zwischen den dicht gestapelten Boxen eingeklemmt. In diesem Zustand werden sie selbst bei extremen Wetterbedingungen Hunderte Kilometer zum Schlachthof transportiert. Dort angekommen werden die verängstigten Tiere kopfüber an ein Fließband gehängt, das sie – teilweise bei vollem Bewusstsein – zu einem rotierenden Messer fährt, das ihnen die Kehle durchtrennt. Nach ihrem Tod werden sämtliche Federn maschinell aus der Haut der Tiere gerissen und zu Daunenprodukten verarbeitet.

Gaense eng in einer Kiste verladen

Warum werden Enten und Gänse lebendig gerupft?

In der weltweiten Daunenindustrie werden Enten und Gänse oft bei lebendigem Leib gerupft. So wollen die Betriebe mit den zu Produktionseinheiten degradierten Lebewesen möglichst hohe Profite erzielen. Bei der schmerzhaften Praktik, die als Lebendrupf bezeichnet wird, werden die verängstigen Tiere bis zu viermal im Jahr fixiert; anschließend rupfen Arbeiter:innen ihnen unter Zeitdruck ganze Federbüschel aus der empfindlichen Haut. Oft geschieht dies so grob, dass die Flügel der Tiere brechen oder ihre Haut blutig aufreißt. Tiefere Wunden nähen die Arbeiter:innen häufig mit Nadel und Faden und ohne jegliche Schmerzmittel notdürftig selbst zu.

Um die Tiere gleich doppelt ausbeuten zu können, raubt die Industrie ihnen nicht nur mehrfach Daunen und Federn, sondern mästet sie zeitgleich. Am Ende ihres qualvollen Lebens werden die Gänse und Enten im Schlachthof getötet. Sogenannte Elterntiere, die zum Zweck der Eierproduktion für die Nachzucht gehalten werden, werden teilweise sogar bis zu 15 Mal in ihrem Leben gerupft. [4]

Ist Lebendrupf in der EU verboten?

In der EU ist das Rupfen lebender Vögel eigentlich verboten, [7] doch das entsprechende Gesetz lässt ein fatales Schlupfloch offen. So ist das Rupfen von Tieren erlaubt, die sich in der Mauser befinden – also in der Zeit, in der sie von Natur aus ihr Gefieder abwerfen und in der sich die Federn leichter vom Körper lösen lassen. [4]

Bei der Vielzahl an Tieren in Zuchtanlagen, die mehrmals im Jahr innerhalb weniger Tage im Akkord gerupft werden, ist es unmöglich, den Zeitpunkt der Mauser bei jedem einzelnen Vogel abzuwarten. So verhindert das Gesetz faktisch nicht, dass von der Daunenindustrie beauftragte Arbeiter:innen die fest sitzenden Daunen und Federn vieler Tiere bei lebendigem Leib und unter großen Schmerzen aus der Haut reißen.

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Das Leid in der Daunenindustrie
Lebendgerupfte Gaense

Aufgedeckt: Lebendrupf trotz „Responsible Down Standard“

Collage Daunenjacke und tote Gans

Verweste Körperteile toter Vögel in Daunenjacken entdeckt

Ist der Lebendrupf in Deutschland erlaubt?

In der gesamten EU ist der Lebendrupf außerhalb der Mauser verboten – so auch in Deutschland. In EU-Ländern wie Ungarn oder Polen, in denen ein großer Teil der europäischen Daunenproduktion erfolgt, wird die grausame Praktik dennoch in einigen Betrieben durchgeführt. Hierzu wandern Arbeiter:innen von Betrieb zu Betrieb, fixieren jedes einzelne Tier grob zwischen den Beinen und reißen ihm unter großen Schmerzen die Daunen und Federn aus der Haut. Selbst in Deutschland wurde der gewaltsame Lebendrupf bereits nachgewiesen. [8]

Lebendgerupfte GaenseFriedrich Mülln

Sind zertifizierte Daunen und Federn besser?

Leider gibt es keine unabhängigen staatlichen Zertifikate mit Kontroll-, Sanktions- oder Bußgeldmöglichkeiten. Dies wäre jedoch erforderlich, um den Lebendrupf und die Verwendung von Stopfleber auszuschließen und zu verhindern, dass in industriellen Zuchtanlagen viele Tiere von Artgenossen totgetrampelt werden und ihnen im Schlachthaus die Kehle bei vollem Bewusstsein durchtrennt wird.

Um die grausamen Daunenproduktion als „human“ darzustellen, hat die Daunenindustrie eine Vielzahl an brancheneigenen Siegeln eingeführt, die das Gewissen von Kund:innen und Händler:innen beruhigen sollen. All diese verschiedenen Siegel haben eine Gemeinsamkeit: In Sachen Tierschutz sind sie weitgehend wirkungslos.

  • Viele Unternehmen zertifizieren ihre Daunenartikel und versprechen Kund:innen, dass für ihre Produkte keine Gänse bei lebendigem Leib gerupft wurden. Da die Kontrollen oftmals jedoch mangelhaft und die Handels- und Produktionsketten für Daunen sehr intransparent sind, können viele Händler gar nicht nachweisen, aus welcher Rupfart die verwendeten Daunen tatsächlich stammen. [9]
  • Sobald die Federn einmal gewaschen wurden, lässt sich nicht mehr unterscheiden, ob sie einem lebenden oder toten Tier ausgerissen wurden. Auf diese Weise können Federn aus dem Tot- und Lebendrupf vermischt werden, ohne dass der Betrug nachgewiesen werden kann. Gesetze und Zertifikate, die den Handel von Daunen aus Lebendrupf oder Stopfmast verhindern sollen, lassen sich auf diese Weise leicht umgehen.
  • Einige Zertifikate beziehen sich nur auf die letzte Rupfung eines Tieres im Schlachthof. Was davor geschehen ist, weiß der Händler oftmals nicht. Auch Daunen, die zuverlässig als „Schlachtrupf“ gekennzeichnet wurden, können von einer Gans stammen, die vor ihrem Tod im Schlachthaus regelmäßig bei lebendigem Leib gerupft wurde.
  • Und selbst Daunen aus „Totrupf“ sind keine tierfreundliche Alternative. Auch Vögel, die erst nach ihrer Tötung gerupft werden, verbringen ihr Leben häufig zusammengepfercht auf unhygienischen Farmen und werden im Schlachthaus gewaltsam getötet.

Sind Eiderdaunen eine tierfreundliche Alternative?

Eiderdaunen stammen von der Eiderente, die mit diesen weichen Federn ihre Eier im Nest vor Auskühlung schützt. Ein Großteil der extrem teuer verkauften Federn wird in Island produziert. Die Sammler:innen ersetzen noch während der Brutsaison aus den Nestern entnommene Federn teils durch Heu. Doch die Wissenschaft weist auf die unterschiedlichen Isolationsqualitäten der beiden Materialien hin: Die Nester mit Heu können schneller auskühlen. [10] Die Entenmutter muss solche Abweichungen mit ihrer Körperwärme ausgleichen – wie sich das auf ihre eigene Gesundheit und die der Eier auswirkt, ist noch nicht hinreichend untersucht.

Wildtiere stehen aufgrund der Klimakrise und den damit verbundenen Temperaturverschiebungen ohnehin unter erhöhtem Stress. Die Veränderungen ihrer Lebensräume schreiten schneller voran, als sie ihr Verhalten anpassen können [11] – das betrifft auch Eiderenten. Ihnen die Federn aus dem Nest zu klauen, ist ein weiterer, vermeidbarer Störfaktor, der im Zweifelsfall über Leben und Tod entscheidet. Zusätzlich sind Eisbären aufgrund der dramatischen Klimaveränderungen gezwungen, nach neuen Nahrungsquellen zu suchen und plündern deshalb in Kanada die Nester der Eiderente. [12] Nicht nur, dass sich das auf die Entenpopulation auswirken könnte – es könnte auch eine verstärkte Jagd auf Eisbären nach sich ziehen. Denn die Sammler:innen der Eiderdaunen haben ein wirtschaftliches Interesse an dem Material. Aus diesem Grund wurde seit jeher gegen „Konkurrenz“ aus dem Tierreich vorgegangen. Der Seeadler etwa wurde fast ausgerottet, weil Tiernutzer:innen die begehrten Eider-Nester, aber auch in der Landwirtschaft ausgebeutete Tiere für sich allein beanspruchten. [13]

Fazit: Nur tierfreie Alternativen können auch sicher als tierfreundlich eingestuft werden. Viele Konsequenzen für die Tiere sind beim Sammeln der Eiderdaunen unklar. Zudem lockt der Handel mit tierischen Produkten auch immer Menschen an, die ihre finanziellen Interessen vor das Wohl von Tieren stellen – wir plädieren dafür, Tiere einfach mal in Ruhe zu lassen und auf die vielfältigen veganen Alternativen zu Daunen setzen.

Wie nachhaltig oder umweltschädlich sind Daunen?

Die Daunenindustrie und Unternehmen, die mit den Daunen und Federn von Enten und Gänsen Profite erwirtschaften wollen, bewerben ihre Produkte gerne als nachhaltig und natürlich. Dies hat jedoch mit der Realität wenig zu tun. Weltweit werden Milliarden Enten und Gänse gezüchtet, deren Unmengen an Ausscheidungen das Klima belasten sowie Grundwasser und Böden verschmutzen. Damit die Tiere schneller wachsen und profitabler sind, wird ihnen sogenanntes Kraftfutter verabreicht, für dessen Herstellung riesige kostbare und fruchtbare Bodenflächen verschwendet werden. Teilweise werden diese Futtermittel auch auf gerodeten Regenwaldflächen produziert. [14] Da die Tierwirtschaft für bis zu 20 Prozent der weltweiten menschengemachten Treibhausgasemissionen verantwortlich ist, stellt die Produktion tierischer Produkte wie Daunen, Leder oder Fleisch eine ökologische Katastrophe dar. [15]

Nach dem Rupfen müssen die Federn und Daunen weiterverarbeitet werden. Dazu werden sie oft mit chlorhaltigen Reinigungs- und Desinfektionsmitteln oder anderen chemischen Stoffen behandelt, die die Umwelt stark belasten können. [16, 17] Auch das Trocknen, Sortieren und Transportieren der Daunen benötigt Energie und trägt zur schlechten Umweltbilanz bei.

Gaense in engen Metallboxen eingepfercht

Zu guter Letzt ist die massenhafte Zucht von Tieren ein enormes Risiko für die menschliche Gesundheit. So vermuten renommierte Wissenschaftler:innen den Ursprung der aktuellen Corona-Pandemie in der Zucht von Tieren in der Pelzindustrie. Sie warnen bereits vor der nächsten möglichen Pandemie in Form der Vogelgrippe, denn diese verbreite sich derzeit weltweit immer mehr.

Die Erzeugung tierischer Produkte wie Fleisch, Milch, Leder oder Daunen verfolgt zumeist das Ziel, hohe Profite für große Unternehmen zu generieren. Deshalb werden möglichst viele Tiere auf engstem Raum eingesperrt – und das bietet Viren und anderen Erregern perfekte Bedingungen, um zu mutieren und auf den Menschen überzuspringen. [18-20]

Tierleid steckt oft versteckt in Kissen, Decken, Sofas, Jacken & Co.

Viele Produkte enthalten Daunen, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht danach aussehen. Hier finden Sie eine Auflistung von Produkten, bei denen Sie genauer hinsehen sollten und entsprechende Alternativen, die ohne Tierleid auskommen.

  • Kissen, Daunendecken, Oberbetten und Steppdecken

    Daunenkissen werden häufig als „hypoallergen“ angepriesen. Sie trocknen jedoch sehr schlecht und verlieren im nassen Zustand ihre isolierenden Eigenschaften. Dies begünstigt das Wachstum von Bakterien und Pilzen.

    Greifen Sie daher besser auf ein Kissen zurück, dessen Füllung aus tierfreundlichen Materialen wie Baumwolle, Viskose, Polyester, Lyocell oder der Pflanzenfaser Kapok besteht. Auch Füllungen aus Dinkel und Hirse sind erhältlich.

    Weisse Kissen und Bettdecken

  • Matratzenbezüge

    Einige Matratzenbezüge sind mit einer dünnen Daunenschicht gefüllt. Lesen Sie das Etikett vor dem Kauf gründlich durch. Wenn Sie einen gepolsterten Matratzenbezug suchen, gibt es Produkte aus Schaumstoff oder Formpolymer – diese sind weicher und werden meist aus Polyurethan hergestellt.

    Bett mit Kissen und Decken

  • Sofas

    Auch Sofapolster können Daunen enthalten. Wenn Sie ein Sofa ohne Tierleid suchen, können Sie sich für Polstermöbel mit Stoffbezug oder aus Kunstleder entscheiden, die ein Polyesterfutter haben.

    Sofa

  • Wintermäntel, Jacken und Westen

    Im Futter oder in der Kapuze von Wintermänteln und -jacken verstecken sich oft Daunen – schauen Sie also auch hier genau auf das Etikett: Produkte, die Daunen enthalten, müssen mit dem Hinweis „Enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs“ gekennzeichnet sein.

    Fragen Sie im Geschäft gezielt nach Kleidungsstücken, in deren Füllung sich keine Daunen und andere tierische Inhaltsstoffe verbergen. Mittlerweile gibt es immer mehr Mäntel und Jacken, deren Futter aus pflanzlichen und synthetischen Materialien besteht.

    Daunenjacken

  • Schlafsäcke

    Ein Schlafsack, der mit innovativen Kunstfasern wie PrimaLoft oder Thermore Ecodown gefüttert ist, hält Sie auch in der tiefsten Wildnis kuschelig warm. Im Gegensatz zu Daunen trocknen diese Materialien extrem schnell, da sie auf Basis von Polyester hergestellt sind und somit generell wenig Feuchtigkeit aufnehmen. Dies macht sie sehr hygienisch und verleiht ihnen hervorragende Isolationseigenschaften.

    Frau schlaeft im Schlafsack

  • Staubwedel

    Staubwedel sind oft aus Federn oder Wolle hergestellt, und Putzmittel werden leider immer noch in grausamen Tierversuchen getestet. Entscheiden Sie sich für Produkte ohne Tierleid – zum Beispiel für synthetische Staubwedel oder Staublappen.

  • Handschuhe

    Auch Fäustlinge oder Ski-und Snowboardhandschuhe sind häufig mit Daunen gefüttert, bestehen aus Leder oder Wolle und sind mit Pelzbesätzen bestückt. Lassen Sie auch diese Produkte im Regal liegen und genießen Sie den Winter mit einer tierleidfreien Alternative aus Baumwolle, Polyester oder Acryl.

    Snowboarder

Alternativen zu Daunen

Wie jeder Sektor der Tierwirtschaft trägt die Daunenindustrie dazu bei, die Klimakatastrophe zu verstärken und die Umwelt zu verschmutzen. Daneben erhöht sie das Risiko für das Aufkommen neuer Pandemien. Die gute Nachricht ist: Niemand muss sich mit den Federn gequälter Tiere wärmen oder schmücken. Pflanzliche Alternativen, wie etwa Baumwolle, Viskose, Lyocell, Polyester, Primaloft, Thermal R oder die Pflanzendaune Kapok, sind heute weithin erhältlich.

Hochwertige pflanzliche oder synthetische Materialien überzeugen mit hervorragenden wärmedämmenden Eigenschaften und bieten zudem den Vorteil, dass sie pflegeleicht sind.  Daunen hingegen verlieren bei Nässe ihre isolierenden Eigenschaften und neigen eher zur Bildung von Pilzen und Bakterien. [21] Von der Entscheidung für tierfreundliche Jacken, Decken, Kissen und Schlafsäcke profitieren also nicht nur die Tiere, sondern auch wir selbst.

Gaense

So helfen Sie Enten, Gänsen und weiteren Tieren in der Bekleidungs­industrie

In der Bekleidungs- und Ernährungsindustrie geht es darum, möglichst hohe Profite zu erzielen. Zu diesem Zweck werden weltweit Milliarden Tiere skrupellos ausgebeutet. Tiere sind jedoch nicht dazu da, einen „Nutzen“ für den Menschen zu erbringen – diese grundsätzlich falsche Annahme ist speziesistisch. Wie wir Menschen sind auch Gänse und Enten fühlende Lebewesen, die ein glückliches Leben verdient haben.

  • Entscheiden Sie sich für eine vegane Lebensweise und wählen Sie beim Einkauf pflanzliche Alternativen zu tierischen Produkten wie Wolle, Seide, Leder und Daunen. So können Sie im Alltag persönlich dazu beitragen, das Leid von Millionen Tieren nachhaltig reduzieren und zu beenden.
  • Fordern Sie mit uns zusammen internationale Unternehmen auf, keine Daunen mehr zu nutzen und ausschließlich tierfreundliche vegane Optionen zu verkaufen.
  • Wer noch mehr tun möchte, kann selbst aktiv werden und Druck auf Unternehmen ausüben. Schließen Sie sich einem Aktivennetzwerk oder Streetteam an und protestieren Sie vor Geschäften, die Erzeugnisse aus Daunen und Federn verkaufen. Informieren Sie die Geschäftsleitung und fordern Sie vegane Alternativen.