Tiernotfall: So helfen Sie tierischen Mitbewohnern in Notsituationen

Leider kann es immer vorkommen, dass Menschen und ihre tierischen Mitbewohner in Notsituationen geraten, dass sich im heimischen Umfeld Unglücke, Unfälle oder Naturkatastrophen ereignen. Daher sollten wir immer auf den Notfall vorbereitet und für den Ernstfall entsprechend gewappnet sein. Grundsätzlich gilt: In Notsituationen sollten wir unsere Vierbeiner niemals zurücklassen, denn häufig wissen wir Menschen nicht, wann wir wieder in unser Zuhause zurückkehren können. Das gilt auch bei Räumungen oder Evakuierungen aufgrund von Unwetter.

Vor der Notsituation Vorsorge treffen: 

  • Notfallset bereithalten mit: Geschirr und Leine oder Transportbox, Wasserflaschen, Trocken- und Dosenfutter , Näpfe für Nahrung und Wasser, Heimtierausweis oder Impfpass,}Fieberthermometer, Pinzette, eventuell benötigte Medikamente, Leckerlis, Telefonnummern von Tierärzten, Handtuch, Verbandsmaterial, Desinfektionsspray, Taschenlampe. 
  • Bei Katzen empfiehlt sich etwas Einstreu und ein kleines Katzenklo.
  • Tiere sollten ein Halsband oder Geschirr mit Identifikationsmarke tragen und zusätzlich gechippt sein. Hinterlegen Sie die Chipnummer, die Daten zu Ihrem Vierbeiner und Ihre Kontaktdaten bei einem Heimtierregister. Die Mitnahme eines Fotos des tierischen Mitbewohners ist sinnvoll.
  • Einen Sticker mit der Aufschrift „Bitte retten Sie auch unsere tierischen Mitbewohner“ gut sichtbar für Rettungskräfte anbringen. Den Sticker finden Sie im PETA-Shop unter: https://www.petastore.de/Im-Notfall-Bitte-retten-Sie-auch-unsere-tierischen-Mitbewohner-Aufkleber 
  • Bringen Sie unter dem Notfall-Aufkleber eine kurze Notiz an, falls sich Ihre tierischen Mitbewohner besonders gerne an einem bestimmten Ort verstecken, wenn sie Angst haben. Sitzen Ihre Katzen z. B. bei Gewitter immer unter dem grünen Sessel, könnte diese Information der Feuerwehr im Ernstfall weiterhelfen.
  • Suchen Sie sich einen sicheren Zufluchtsort, an dem Tiere gestattet sind (auch bei Pferden und anderen großen Tieren). In Notfallsituationen lassen auch viele Hotels, in denen sonst Tierverbot gilt, die Mitnahme von Tieren zu.
  • Lassen Sie Ihren tierischen Mitbewohner niemals allein im Auto zurück!
  • Speichern Sie die Nummer Ihres Tierarztes oder einer nahegelegenen Tierklinik in Ihrem Handy.
  • Machen Sie Nachbarn oder Freunde, die in der Nähe leben, mit Ihren Tieren bekannt, damit im Ernstfall jemand handeln kann, sollten Sie nicht vor Ort sein.

In einer Notsituation:

  • Tiere niemals eingesperrt oder draußen angebunden lassen, wo sie sich vor Sturm, umherfliegenden Trümmern oder einstürzenden Gebäuden nicht in Sicherheit bringen können.
  • Wenn es notwendig ist, in einem anderen Gebäude oder im Keller Schutz zu suchen, nehmen Sie Ihre tierischen Mitbewohner immer mit!
  • Sollte kein Innenraum, wie ein Flur oder eine Toilette, vorhanden sein, können Sie sich auch unter einem stabilen Tisch in Sicherheit bringen.
  • Stellen Sie sich nicht in die Nähe von Fenstern, Türen oder Außenwänden.
  • Kleine Tiere transportieren Sie bestenfalls in einer sicheren Transportbox.
  • Hunde sollten angeleint sein und ein Geschirr, bestenfalls ein Panikgeschirr, tragen.
  • Vergewissern Sie sich, dass das Notfallset eingepackt ist.
Lassen Sie Ihre tierischen Mitbewohner niemals zurück! Im Fall einer Evakuation ist oftmals unklar, ob man tage- oder wochenlang nicht zurückkehren kann. Die zurückgelassenen Tiere können somit verhungern, verdursten, von einstürzenden Wänden erschlagen werden, ertrinken oder panisch fliehen und für immer verschwunden sein.

Halten Sie in Notsituationen zusätzlich immer Ausschau nach Tieren, die von anderen Menschen zurückgelassen wurden oder heimatlos sind, und bringen Sie diese ebenfalls in Sicherheit.