Hund aus dem Auslandstierschutz aufnehmen – wichtige Tipps

Einen Hund aus dem Tierschutz aufzunehmen, ist eine wunderbare Sache, denn zahllose heimatlose Tiere warten sehnsüchtig auf ein liebevolles dauerhaftes Zuhause. Wenn Sie über die Aufnahme eines Hundes aus dem Ausland, wie etwa Rumänien oder Spanien, nachdenken, finden Sie hier alles, was Sie über die Adoption wissen sollten.

Warum ein Hund aus dem Tierschutz?

Wer sich einen tierischen Mitbewohner wünscht, sollte sich immer an ein Tierheim oder einen Tierschutzverein wenden. Allein in Deutschland werden jährlich rund 350.000 Tiere in Tierheimen abgegeben, wo sie auf eine zweite Chance bei einer neuen Familie hoffen. [1]

Die Situation für Hunde und Katzen in Tierheimen im Ausland ist jedoch noch dramatischer: So sind beispielsweise die Tierheime in Rumänien regelrechte Orte des Todes für die Vierbeiner. Das Leben der Tiere ist geprägt von Leid, da sie oft nicht angemessen versorgt werden. Die beengte Haltung mit vielen Artgenossen in deutlich zu kleinen Käfigen oder Zwingern und der ständige Hunger führen oftmals zu Aggressionen unter den Hunden. Viele Tiere erleiden Bisswunden, die jedoch nie medizinisch versorgt werden. Das tagtägliche Leid in den Tierheimen führt bei zahlreichen Hunden zum Tod. In vielen Ländern werden Hunde, die nicht vermittelt wurden, nach einer bestimmten Frist auf grausame Weise in Tötungsstationen umgebracht.

Wenden Sie sich an ein Tierheim

Zahlreiche Tierschutzvereine und Tierheime haben es sich zur Aufgabe gemacht, für Hunde aus Tierheimen und Tötungsstationen im Ausland ein neues Zuhause zu suchen. Viele Tierheime in Deutschland nehmen Vierbeiner aus Rumänien, Spanien, Italien, Griechenland und anderen Ländern auf, da es hierzulande bessere Chancen gibt, ein Zuhause für die Hunde zu finden. 

Besuchen Sie am besten ein Tierheim oder einen Tierschutzverein in der Nähe und erkundigen Sie sich auch nach Hunden aus dem Auslandstierschutz. Der Vorteil an der Adoption über das Tierheim oder eine Pflegestelle in Deutschland ist, dass Sie den Hund vorher gut kennenlernen können. So merkt man schnell, ob die Chemie zwischen Mensch und Tier stimmt. Zusätzlich überprüfen Tierheime und Tierschutzvereine durch Vor- und Nachkontrollen, ob sich Mensch und Tier miteinander wohlfühlen und stehen bei Problemen jederzeit als Ansprechpartner bereit. Außerdem können Sie sicher sein, dass die Vermittlung seriös erfolgt.

So erkennen Sie unseriöse Tierschutzvereine

Leider gibt es auch unseriöse Vereine, die mit Hunden aus dem Ausland Geld verdienen wollen und leider nicht immer leicht zu erkennen sind. Fragen Sie daher am besten in Ihrem lokalen Tierheim nach, wo Sie am besten einen Hund aus dem Auslandstierschutz adoptieren können, und lassen Sie sich einen Verein empfehlen. Viele Tierheime arbeiten eng mit Vereinen im Ausland zusammen und können Ihnen Tipps geben, an welche Organisation Sie sich wenden können.

Sind Hunde aus dem Ausland traumatisiert und ängstlich?

Sicher haben viele Hunde im Auslandstierschutz Schlimmes erlebt – vor allem dann, wenn sie auf grauenvolle Weise von städtischen Hundefängern gefangen wurden und unter schlimmsten Bedingungen in Tötungsstationen auf den Tod gewartet haben. All das macht etwas mit der Seele der Tiere, denn jeder Hund spürt, was an diesen grauenvollen Orten auf ihn wartet. Aus diesem Grund sollten wir Menschen uns immer wieder vor Augen halten, dass jeder Hund aus dem Ausland seine eigene Geschichte mit sich bringt.

Dennoch können die seelischen Wunden der Tiere in vielen Fällen wieder heilen. Nicht jeder Vierbeiner aus dem Ausland ist ein Angsthund, und nicht jeder hat ein schlimmes Trauma, über das er nicht hinwegkommt. Wie bei uns Menschen ist jeder Charakter verschieden, und jede Seele verarbeitet Erlebnisse anders. So lohnt es sich in manchen Fällen, Hundetrainer hinzuzuziehen, die uns helfen, mit positiver Bestärkung an den „Problemen“ zu arbeiten. Wir sollten versuchen, bestimmte Verhaltensweisen des Vierbeiners nachzuvollziehen, Rücksicht auf die individuelle Geschichte des Hundes nehmen und verstehen, was er uns erzählen will. Oft führen Zeit und Ruhe zu einer schnellen Veränderung bei den Tieren und bieten den nötigen Rahmen, damit die Hunde von Tag zu Tag mehr Vertrauen aufbauen können. Sie spüren, dass von nun an alles besser wird – bei dem einen dauert es vielleicht länger, bei dem anderen nur wenige Sekunden.

Lassen Sie sich nicht davon abschrecken, dass Hunde aus dem Tierschutz eine Vergangenheit haben. Wenn Sie den Vierbeiner im Tierheim oder in der Pflegestelle kennenlernen, merken Sie meist schnell, ob sie gut zueinander passen. Freuen Sie sich darauf, dem Hund ein glückliches Zuhause zu schenken und ihm viel Neues und Schönes zu zeigen. Unzählige Menschen haben bereits einen Hund aus dem Ausland adoptiert und es nicht bereut.

Wie wir Hunden im Ausland außerdem helfen können

Allein in Rumänien fristen 600.000 Hunde ein leidvolles Leben auf der Straße. Tausende von ihnen werden aufgrund der rumänischen Gesetzeslage eingefangen und in fragwürdige Tierheime gebracht. Wichtig ist es, an der Wurzel des „Problems“ zu arbeiten, denn nur so kann das Leid Tausender Tiere in diesen fragwürdigen Tierheimen und auf der Straße auf lange Sicht verringert werden. Durch Tierschutzprogramme vor Ort, Kastrationen, Bildungsarbeit und Lobbyarbeit in der Politik können langfristige Lösungen gefunden werden, um das Leid der Tiere zu minimieren.