Den einsamen Schimpansen Lutz retten – bitte helfen Sie jetzt!

Seit sein Artgenosse Alfons im Juni 2020 gestorben ist, lebt Schimpanse Lutz völlig allein im Tiergarten Straubing, Nun soll er an eine andere zoologische Einrichtung abgegeben werden, wo er weiterhin zur Unterhaltung der Zoobesucher ausgestellt werden kann [1]. Wohin die Reise für Lutz gehen soll, wurde bislang nicht bekannt gegeben. Bitte helfen Sie, die Zooverantwortlichen davon zu überzeugen, Lutz in verantwortungsvolle Hände abzugeben – am besten an eine anerkannte Auffangstation, wo er nicht weiter ausgebeutet und zur Schau gestellt wird. Die britische Auffangstation „Wales Ape and Monkey Sanctuary“ (WAMS) hat bereits angeboten, ihn aufzunehmen.

Bitte helfen Sie, damit Lutz in einer verantwortungsvollen Haltung leben darf

Der einsame Schimpanse Lutz soll endlich ein besseres Leben haben. Bitte fordern Sie den Tiergarten und die Stadt Straubing auf, ihn in verantwortungsvolle Hände – beispielsweise eine anerkannte Auffangstation – zu geben, wo er nicht für die Zuchtmaschinerie der Zoos missbraucht wird.

Online Petition

Tiergarten Straubing – Bitte geben Sie Lutz in verantwortungsvolle Hände

 

gerade während der Corona-Pandemie können wir Menschen ansatzweise erahnen, wie es sich für Menschenaffen in Zoos anfühlen muss, sich nicht frei bewegen und ihre Sozialpartner aussuchen zu können. Schimpanse Lutz musste schon viele Jahre unter völlig inadäquaten Bedingungen im Tiergarten Straubing ausharren. Nun ist er seit dem Tod seines Gefährten Alfons vor einigen Monaten auch noch ganz allein. Seine Frustration entlud sich im Oktober, als er einen Zoomitarbeiter in die Hand biss. Lutz muss die Möglichkeit bekommen, sein Leben mit mehreren Artgenossen und unter für Schimpansen angemessenen Bedingungen zu verbringen. Bitte zeigen Sie Mitgefühl und stellen Sie sicher, dass Lutz schnellstmöglich an eine verantwortungsvolle Haltung gegeben wird – am besten an eine anerkannte Auffangstation. Nur dort wird das Leid von Menschenaffen in Gefangenschaft nicht weiter durch die Zucht immer neuer Tiere angekurbelt, wie dies in zoologischen Einrichtungen üblich ist. Denn immer mehr Menschen empfinden es als große Ungerechtigkeit, dass unsere nächsten Verwandten zur bloßen Belustigung von Zoobesuchern eingesperrt werden.



{user_data~City} {user_data~Postcode}
{user_data~Country}

Felder mit Stern (*) müssen ausgefüllt werden.
Ihre Daten sind bei uns sicher. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Sie können Ihre Zustimmung selbstverständlich jederzeit ohne Angabe von Gründen widerrufen. Unseren Datenschutzbeauftragten erreichen Sie unter [email protected] oder unter der oben stehenden Adresse.
Empfänger +
  • Wolfang Peter
  • Markus Pannermayr

Mangelhafte Haltung im Tiergarten Straubing seit Jahren geduldet

In der Natur leben Schimpansen in großen, komplexen Sozialgruppen, deren Zusammensetzung sich immer wieder verändert. Eine paarweise Haltung oder gar eine Einzelhaltung der sozialen Menschenaffen ist daher tierschutzwidrig. [2]

Dennoch fristet der 28-jährige Schimpanse Lutz bereits seit 1996 sein Dasein im Tiergarten Straubing unter völlig indiskutablen Bedingungen. Die dortige Haltung steht wegen massiver Unterschreitung der behördlichen Mindestanforderungen bereits seit Jahren in der Kritik. Der winzige Innenbereich umfasst insgesamt nur knapp 60 Quadratmeter [3], was vor allem im Winter, wenn der Zugang zum Außenbereich nur eingeschränkt möglich ist, für unsere nächsten Verwandten sehr bedrückend sein muss.    Bis 2010 waren dort noch drei Schimpansen eingesperrt: Die gleichaltrigen Schimpansen-Männer Lutz und Alfons, die beide bereits Verhaltensstörungen zeigten [4], und der wegen angeblicher Unverträglichkeit einzeln gehaltene Sebastian. Sebastian wurde 2010 an den Zoo Halle abgegeben. Alfons erkrankte an Krebs und starb im Juni 2020. Seitdem ist Lutz völlig allein. Im Oktober 2020 hat Lutz sogar durch die Gitterstäbe die Hand eines Angestellten gegriffen und anschließend zugebissen [5]. In einem Schreiben haben wir deshalb an die Verantwortlichen appelliert, Lutz an eine anerkannte Auffangstation abzugeben und die Zurschaustellung von Menschenaffen im Tiergarten Straubing endgültig zu beenden.

© Great Ape Project / Colin Goldner

Das Leid von Menschenaffen im Zoo

Menschenaffen leiden sehr stark in Gefangenschaft und entwickeln aufgrund der Enge und Beschäftigungslosigkeit häufig Verhaltensstörungen: Sie verletzen sich selbst, reißen sich die Haare aus, essen ihre Exkremente oder ihr Erbrochenes oder wippen mit dem Körper hin und her. Laut einer Studie, die das Verhalten von Schimpansen in sechs akkreditierten zoologischen Einrichtungen in Großbritannien und den USA untersuchte, zeigten alle 40 Individuen mindestens eine Form von abnormalem Verhalten, und das trotz Beschäftigungsmöglichkeiten („Enrichment“) [6]. Ausschlaggebend ist hierbei die Gefangenschaftssituation an sich, und nicht die konkreten Haltungsbedingungen: Auch bauliche Änderungen, wie vergrößerte Gehege, können die systembedingt mangelhafte Haltung und das damit einhergehende Tierleid nicht auflösen.

© Great Ape Project / Colin Goldner

Tiere einsperren ist kein Artenschutz

Zoos leisten keinen Beitrag zum Artenschutz. Sie können kaum langfristig erfolgreiche Auswilderungen vorweisen, insbesondere bei Primaten. Zudem können Tiere Verhaltensweisen, die für ein Überleben in der Natur unverzichtbar sind, in der Zoo-Gefangenschaft nicht oder nur schwer erlernen.

Menschenaffen raus aus Zoos

Der Öffentlichkeit ist es ein großes Anliegen, dass die leidvolle Gefangenhaltung unserer nächsten Verwandten im Tierreich beendet wird: Einer aktuellen, repräsentativen Meinungsumfrage zufolge befürwortet mit 41 Prozent die relative Mehrheit der Befragten ein Ende der Zucht und Haltung von Menschenaffen in deutschen Zoos.

Was Sie tun können

Bitte helfen Sie, damit Lutz endlich in einer Schimpansengruppe leben darf – möglichst in einer Einrichtung, die das Leid von Menschenaffen in Gefangenschaft nicht durch die Zucht weiterer Tiere ankurbelt.

Bitte unterzeichnen Sie auch unsere Petition für das Ende der Zucht und Haltung von Menschenaffen in Gefangenschaft und besuchen Sie keine Zoos.