Erfolg: NEIN zum Haigefängnis Shark City in Pfungstadt

Update Juli 2021

Erfolg: Shark City wird auch in Pfungstadt nicht gebaut!

Nachdem das Projekt 2017 bereits in Sinsheim gescheitert ist, hat am 12.7.2021 nun eine Mehrheit der Stadtverodneten in Pfungstadt gegen Shark City gestimmt! Vielen Dank für eure Unterstützung. Mehr als 24.000 Unterschriften haben die Stadt Pfungstadt erreicht.

Originaltext vom Juli 2017

Im hessischem Pfungstadt plant die THE SEVEN SEAS AQUARIUM Betriebs GmbH seit Jahren ein tierquälerisches Projekt: den Bau des größten Hai-Zoos in Europa. Mehr als 30 Haiarten und viele andere Fische sollen in der Anlage untergebracht und zur Schau gestellt werden. Die Stadt hat dem Verkauf eines Grundstücks für den Bau von Shark City bereits zugestimmt und PETA mitgeteilt, dass an der Beschlusslage nichts mehr zu ändern sei. Doch noch gibt es Hoffnung für die Tiere: Der Bauantrag soll erst Ende des Jahres 2020 gestellt und der Kaufvertrag für das Grundstück erst nach den Sommerferien unterschrieben werden.

Wir werden weiter alles in unserer Macht Stehende tun, um das Tierqualprojekt Shark City zu verhindern und für die Rechte der Meeresbewohner einzutreten, die keine Stimme haben.

Haie seit Jahren in provisorischen Becken „zwischengelagert“

Obwohl Shark City – wenn überhaupt – nicht vor 2023 eröffnet wird, werden einige Haie bereits seit 2016 im baden-württembergischen Grünstadt „zwischengelagert“. [1] Bei einem Teil der Tiere handelt es sich um Wildfänge. Niemand weiß, wie lange sie in den provisorischen Becken in ehemaligen Hallen der Seven Seas GmbH ausharren müssen, bevor sie in ihr eigentliches Gefängnis gesperrt werden.

„Die provisorische Haltung von Haien für ein Aquarium, dessen Bau noch nicht einmal feststeht, muss sofort beendet werden. Haie sind hochsensible Tiere, die man nicht wie leblose Warenartikel zwischenlagern kann.“

Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA Deutschland

PETA hat bereits 2017 Kontakt zum zuständigen Veterinäramt aufgenommen und gemeinsam mit ElasmOcean e.V. und der Fondation Franz Weber eine Anfrage nach dem Landestransparenzgesetz gestellt. Darin wurde das Veterinäramt aufgefordert, die Zwischenlagerung der Haie in Grünstadt endgültig zu beenden und eine artgerechtere Form der Unterbringung für die Tiere zu finden, die den Ansprüchen der sensiblen Wasserbewohner besser gerecht wird. Eine Auswilderung der Tiere ist laut Hai-Experten leider nicht mehr möglich.

Haie leiden in Gefangenschaft

Haie sind sensible und stressempfindliche Tiere. Viele von ihnen werden ihrem natürlichen Lebensraum gewaltsam entrissen, um in Meereszoos eingesperrt zu werden. Der Fang und Transport nach Deutschland sind für die Fische lebensgefährlich – viele sterben dabei an Stress oder Verletzungen. In den Aquarien angekommen, ist ihr Leben von Leid geprägt.

Während Haie im Meer weite Strecken schwimmen und tief tauchen, ist ihr Dasein in Meereszoos eintönig und beengt. Statt Wellen, Sand und Strömungen besteht ihre Umgebung aus Glaswänden und reizlosen Becken. Die gefangenen Tiere schwimmen unentwegt im Kreis und entwickeln oftmals Verhaltensstörungen. Nicht selten sterben Haie in Gefangenschaft lange vor ihrer natürlichen Lebenserwartung. [2, 3]

Karibischer Riffhai

Was Sie tun können

  • Besuchen Sie niemals Aquarien, Meereszoos oder andere Einrichtungen, in denen Tiere eingesperrt und zur Schau gestellt werden.
  • Sprechen Sie auch mit Familie, Freunden und Bekannten über das Leid der Haie in Gefangenschaft und bitten Sie sie, Meereszoos ebenfalls zu meiden.