Erfolg! UNICEF distanziert sich von Circus-Krone-Spendengala

Update Juli 2018

Erfolg! UNICEF hat bestätigt, dass die UNICEF-tz-Spendengala zukünftig nicht mehr bei Circus Krone stattfinden soll. Damit beweist UNICEF ein Herz für Kinder UND Tiere. Vielen Dank an alle Unterzeichner der Petition!

Originaltext

UNICEF ist das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen und setzt sich weltweit für Kinderrechte ein. Mit der jährlichen UNICEF-tz-Gala im Circus-Krone-Bau wurden seit 2014 Spenden zugunsten der Kinderhilfe generiert. Dabei traten Kinder aus dem Münchner Raum in der Krone-Manege auf – auch zusammen mit einigen Tieren des Zirkus. Circus Krone hat unter anderem Wildtierdressuren mit Elefanten, Tigern und Löwen im Programm.

Elefanten sitzen auf Hockern in der Zirkusmanege
Der Circus Krone steht an der Spitze einer tierquälerischen Form der Unterhaltung.

Kinderrechte nicht auf Kosten von Tieren

Die Haltung und Dressur von Wildtieren im Zirkus ist nicht mit dem Tierschutz vereinbar und basiert auf der Ausbeutung und Erniedrigung Schwächerer. Die Parallelen zwischen Kinderrechten und Tierrechten sind offensichtlich. Ebenso wie Kinder haben auch Tiere keine Stimme, um ihre Interessen zu vertreten, und benötigen unseren Schutz. Gerade deshalb sollten Hilfsorganisationen sich vehement dagegen aussprechen, dass auf Basis tierquälerischer Veranstaltungen, wie bei Circus Krone, Spendengelder generiert werden.

Auch wenn die Veranstaltung einem guten Zweck dienen soll, profitiert doch vor allem Circus Krone, indem sich das Zirkusunternehmen medienwirksam als Wohltäter darstellt. Der Tierschutz bleibt bei derartigen Spendenaktionen auf der Strecke.

Schwere Tierquälereien bei Circus Krone

In den vergangenen Jahren stellten mehrere Veterinärbehörden, Staatsanwaltschaften und behördliche Gutachter wiederholt gravierende Missstände bei der Tierhaltung des Circus Krone fest. Darin ist beispielsweise von „erheblichen Leiden“ der Pferde die Rede; bei den Elefanten wurden „deutliche Haltungsmängel und Verhaltensstörungen“ sowie „degenerative Veränderungen“ des Bewegungsapparats nachgewiesen.

In einem unserer veröffentlichten Videos ist zu sehen, dass der Umgang mit vielen Tieren von Gewalt geprägt ist. Die Elefanten werden nachts an zwei Beinen fixiert und mit dem Elefantenhaken – einem Stock mit einem spitzen Metallhaken – gequält, damit sie gehorchen. Die Raubkatzen müssen Peitsche und Stock fürchten, wenn sie die eintönigen Tricks in der Manege verweigern.

Was Sie tun können

Bitte besuchen Sie niemals einen Zirkus mit Tieren! Auf unserer Website finden Sie außerdem Tipps, wie Sie bei einem Zirkusgastspiel in Ihrer Stadt aktiv werden können.