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Tierkauf in Zoohandlungen und Baumärkten boomt während Coronakrise – PETA appelliert: Tiere nur aus dem Tierheim adoptieren

Stuttgart, 15. Mai 2020 Corona-Langweile bei Kindern ist kein Grund, Tiere zu kaufen: In Zeiten eingeschränkter Freizeitmöglichkeiten ist die spontane Nachfrage nach Vierbeinern und Vögeln in Zoohandlungen, Gartencentern und Baumärkten hoch. PETA befürchtet, dass nach der Coronakrise die Tierheime eine Welle an abgegebenen Meerschweinchen, Kaninchen und Co. zu erwarten haben – oder diese gar ausgesetzt werden. Die Organisation appelliert daher an alle Tierfreunde, Vögel und Kleintiere nur nach ausreichender Überlegung zu adoptieren und niemals zu kaufen. Auch in diesen Krisenzeiten öffnen die meisten Tierheime bei ernsthaftem Adoptionsinteresse nach Terminabsprache ihre Türen.
 
„Viele Menschen entscheiden sich jetzt in Zeiten von Corona ganz spontan für den Kauf eines tierischen Mitbewohners“, so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. „Einem Tier ein Zuhause zu schenken, ist meist eine Aufgabe für viele Jahre. Dieser Entschluss darf nie kurzfristig oder nur auf Wunsch eines Kindes fallen. Denn Tiere sind keine Ware, sondern Lebewesen – und sie zu versorgen bedeutet Verantwortung und Fürsorge auf lange Zeit.“
 
Rund 65.000 Tiere werden jedes Jahr deutschlandweit ausgesetzt. PETA befürchtet, dass diese Zahl nach der Coronakrise ansteigen wird, da viele Menschen sich dann nicht mehr ausreichend um ihre tierischen Mitbewohner kümmern können oder wollen. Vielfach machen sich potenzielle Käufer vor der Aufnahme nicht ausreichend Gedanken über das Tier und seine Bedürfnisse. Kleintiere und Vögel aus Zoohandlungen oder Baumärkten kommen zudem meist aus grausamen Zuchtstätten, in denen die Elterntiere als Gebärmaschinen missbraucht werden. Bei Angeboten im Internet wird ihre Herkunft häufig ganz verschleiert.
 
Auch in den Haushalten geht es den kleinen Lebewesen häufig nicht besser. Ist die erste Euphorie vorbei, landen Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen und Co. nicht selten in kleinen Käfigen in Kinderzimmern, werden ausgesetzt oder in den ohnehin schon überfüllten Tierheimen abgegeben. Dort landen Jahr für Jahr über 390.000 Tiere, die alle auf ein Zuhause warten. In Tierheimen können sich interessierte Menschen ausreichend über die Bedürfnisse und Ansprüche eines tierischen Mitbewohners informieren und sich beraten lassen. So kann sichergestellt werden, dass die Chemie zwischen Mensch und Tier stimmt und ein gutes Zusammenleben auf Lebenszeit gelingt.
 
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tierheim
PETA.de/Heimtierhandel
 
Pressekontakt:
Thomas Lesniak, +49 711 860591-527, [email protected]