Tierquäler reißen Hühnern die Köpfe ab – 1.000 € Belohnung

Gekoepftes Huhn

Grausame Tierquälerei in Hessen: In der Nacht von Samstag, den 21. März 2020, auf Sonntag brachen Unbekannte in einen mobilen Hühnerstall in der Straße „Im Entenpfuhl“ in Gilserberg ein. Die Tierquäler töteten und stahlen rund 100 der insgesamt 900 Hühner. [1] Einigen Tieren rissen sie bei lebendigem Leibe die Köpfe ab.

Der Stall war blutverschmiert

Der Halter der Hühner fand am Sonntagmorgen die Spuren der grausamen Tat vor. Boden und Wände des Stalles sollen voller Blut gewesen sein. Außerdem fand er zwei abgetrennte Hühnerköpfe. Daraufhin alarmierte er die Polizei, die nun wegen Einbruch, Sachbeschädigung und Tötung eines Wirbeltiers ermittelt.

Hinweise von Zeugen werden unter der Telefonnummer 06691-9430 entgegengenommen.

PETA setzt eine Belohnung von 1.000 € aus

Tierquälerei ist niemals ein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach dem Tierschutzgesetz und wird mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet. Um den Fall aufzuklären und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen, setzen wir von PETA eine Belohnung aus. Wir belohnen Hinweise, die zur Überführung der Täter beitragen, mit 1.000 €.

Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden. Es besteht zudem die Möglichkeit, sich telefonisch unter 0711-8605910, per E-Mail oder online bei uns zu melden – auch anonym.

 

Was passiert mit den übrigen Hühnern?

Laut Berichten des Halters flüchteten die Hühner während der Tat panisch in den Kotbereich des mobilen Stalls. [1] Rund 800 Hühner hatten vorerst Glück und wurden von den Tätern nicht brutal getötet. Doch mit großer Wahrscheinlichkeit erwartet auch sie der gewaltsame Tod im Schlachthaus – und das lange, bevor sie ihre natürliche Lebenserwartung erreicht haben.

Hühner, die wie diese in Gilserberg zur Eierproduktion gehalten werden, werden in der Regel getötet, sobald ihre Legeleistung nachlässt. Zum Zeitpunkt der Schlachtung sind die viele Tiere nicht einmal zwei Jahre alt, obwohl Hühner bis zu acht Jahre alt werden können. Im Schlachthof werden die Tiere kopfüber aufgehängt und durch ein Strombad gezogen oder in CO2-Kammern betäubt, bevor ihnen die Kehle aufgeschlitzt wird.

Vor diesem schrecklichen Tod führen die Hühner ein Leben voller Stress, Krankheiten und Leid. Hühner leben in der Natur in Gruppen von ca. 20 Tieren. Die Haltung mit mehreren hundert oder gar tausend Artgenossen macht sie psychisch krank, sodass sie sogar zu Kannibalismus neigen. Damit sie den Stress und die unhygienischen Zustände in den Ställen überleben, werden ihnen Antibiotika und andere Medikamente verabreicht. Egal, ob Boden-, Freiland- oder Bio-Haltung – jede Haltungsform bedeutet Ausbeutung und Tod für die Tiere.

Was Sie tun können


 
  • Bitte unterstützen Sie das Leid der Hühner in der Eierindustrie nicht, sondern entscheiden Sie sich für ein eifreies Leben.
  • Nutzen Sie die zahlreichen tierfreundlichen Ei-Alternativen, die es zum Backen und Kochen gibt.
  • Unterschreiben Sie unsere Petition an Nudelhersteller und fordern Sie diese auf, bei der Produktion ihrer Nudeln keine Eier zu verarbeiten.

[1] HNA (24.03.2020): Brutale Tat im mobilen Stall: Unbekannte reißen Hühnern die Köpfe ab, https://www.hna.de/hessen/gilserberg-unbekannte-toeten-stehlen-huehner-zr-13611405.html, zuletzt eingesehen am 31.03.2020

Unsere Autoren

Friederike Huth

setzt sich als Editor und Coordinator im Online Marketing für die Rechte der Tiere ein.