Tierquäler legt erneut präpariertes Wurststück in Neustadt aus – PETAs Belohnung für Hinweise auf 1.200 Euro erhöht

Neustadt / Stuttgart, 28. Februar 2018 – Suche nach Tierquäler geht weiter: Medienberichten zufolge wurde am Wochenende erneut ein mit Stahlnägeln gespickter Köder in Neustadt gefunden. Ein Hund aß das präparierte Stück Pfefferbeißer nicht, da er einen Maulkorb trug. Mittlerweile wurden seit Ende Januar elf Fälle zur Anzeige gebracht. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um einen Täter handelt, der für alle gefundenen Köder verantwortlich ist. PETA setzte bereits eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise, die zur Ergreifung und Verurteilung des Tierquälers führen, aus. Neustadts Bürgermeister Thomas Groll soll laut Hessenschau den Betrag um weitere 500 Euro erhöht haben. Jetzt stocken drei PETA-Förderinnen die Summe um 200 Euro auf. Die Belohnung für Hinweise beläuft sich nun auf insgesamt 1.200 Euro. Die Polizeistation Stadtallendorf rät Hundehaltern und Eltern weiterhin zu erhöhter Vorsicht und nimmt unter der Telefonnummer 06428 93050 sachdienliche Hinweise zu den Köder-Auslegungen entgegen. Zeugen können sich ebenso telefonisch unter 01520 7373341 oder per E-Mail bei PETA melden – auch anonym.

„Wir hoffen, dass die erhöhte Belohnung von insgesamt 1.200 Euro dazu beiträgt, den skrupellosen Täter endlich zu überführen“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Der Tierquäler muss vor weiteren Taten gestoppt werden, damit nicht noch weitere Hunde und möglicherweise auch andere Tiere oder Kinder verletzt werden.“ 

Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.
 
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Weitere Informationen:
PETA.de/Giftkoeder
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Staatsanwalt
PETA.de/Whistleblower
 
Das Video zur ersten Hilfe beim Hund:
PETA.de/Erste-Hilfe-fuer-den-Hund
 
Kontakt:
Katharina Wicke, +49 711 860591-535, [email protected]