Tierquäler schießt mit Pfeilen auf Pferde bei Lindelburg – PETA setzt 1.000 Euro Belohnung für Hinweise aus

Schwarzenbruck / Stuttgart, 22. Dezember 2017 – Fahndung nach Tierquäler: Ein unbekannter Täter schoss in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wahrscheinlich mit einer Armbrust auf Pferde, die auf einer Koppel bei Lindelburg standen. Mindestens zwei Tiere wurden schwer an Hals und Kopf getroffen. Medienberichten zufolge wurde zunächst ein Tatverdächtiger ermittelt. Die Vorwürfe gegen ihn bestätigten sich offenbar zunächst nicht. Die Polizei Altdorf bittet daher weiterhin unter der Telefonnummer 09187 9500-0 um Zeugenhinweise. Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA jetzt eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise, die ihn überführen, aus. Zeugen können sich ebenso telefonisch unter 01520 7373341 oder per E-Mail bei PETA melden – auch anonym. In letzter Zeit wurden in der Region um Lindelburg schon mehrfach Pferde verletzt. Im Juni erlitt eine Stute in Ellwangen tiefe Schnittwunden. Außerdem verletzte ein Unbekannter zwei Pferde bei Trabitz mit einem Messer. Im Oktober fügte ein Täter einem Pferd in Böbingen Schnitte am Hinterteil zu. Im März und im April wurden in Pfaffenhofen und in Deuringen Pferde misshandelt.
 
„PETA werden immer wieder Anschläge auf Pferde gemeldet“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Ob in diesem Fall eine Beziehungstat dahinter steckt oder ein Pferderipper am Werk war, müssen die Ermittlungen zeigen. Der Täter muss jedenfalls für sein brutales Vorgehen zur Rechenschaft gezogen werden. Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geld- oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Wir hoffen, dass unsere Belohnungsauslobung dazu beiträgt, den Täter zu überführen.“
 
Die Tierrechtsorganisation registriert seit 2013 bundesweit Taten von Pferderippern und stellt diese Informationen gerne den ermittelnden Behörden zur Verfügung.
 
Einen vergleichbaren Fall konnte die Kriminalpolizei 2013 in Thüringen lösen. Hier schoss ein Tierquäler aus Jena mit Armbrust-Pfeilen auf Pferde und Rinder. Der Mann war offenbar spontan mit seinem Auto losgefahren und hatte wahllos an Koppeln angehalten und geschossen. Waffen- und Munitionskäufe im Internet hatten die Ermittler zu ihm geführt. Der geständige Täter wurde Medienberichten zufolge verurteilt und in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.
 
Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Staatsanwalt
PETA.de/Whistleblower
VEGANBLOG.de/Schlagzeilen/auffaellig-viele-Pferde-verletzt-Pferderipper-treiben-in-Deutschland-ihr-Unwesen/

Kontakt:
Judith Stich, +49 30 6832666-04, JudithS@peta.de