Tierquälerei in deutscher Hunde- und Katzenzucht aufgedeckt

Die Betreiber einer Zuchtstätte in Sachsen-Anhalt nennen sich „Rassehundezucht“ und werben im Internet mit langjähriger Erfahrung, gesunden Welpen und Seriosität. Angeboten werden vor allem Shiba Inus, aber auch Chow-Chows, Chihuahuas sowie diverse Mischlinge und Katzen. Doch der gesundheitliche Zustand der Tiere ist teilweise verheerend.

Im Kaufpreis oft enthalten: Flöhe, Würmer, Milben und diverse Krankheiten

Zahlreiche Betroffene haben sich bei PETA gemeldet, deren Welpen beim Kauf Flöhe, Würmer und Milben hatten, verwahrlost waren und stanken. Durchfallerkrankungen, Schilddrüsenprobleme und Verhaltensauffälligkeiten sind weitere Probleme vieler erworbener Hunde aus dieser Zucht bei Querfurt.

Unzureichende tierärztliche Behandlung der Elterntiere

Die Elterntiere vegetieren jahrelang in den Zwingern und Stallungen der Anlage. Krankheiten werden offenbar nicht behandelt. Tierschützer haben vor kurzem einen Chow-Chow Rüden herausgeholt, der unter großen Schmerzen erblindete, weil die Züchter ihn viel zu spät einem Tierarzt vorgestellt haben. Um Kosten zu sparen und um Platz für neues „Zuchtmaterial“ zu schaffen, werden derart kranke sowie ausgediente Zuchttiere von den Vermehrern aussortiert und abgegeben.

Ausgemusterte Elterntiere werden herzlos abgeschoben

Tierschutzvereine haben über Jahre hinweg immer wieder von den Züchtern aussortierte Vierbeiner in katastrophalem Zustand übernommen. Auch diese Tiere litten häufig unter massivem Floh-, Milben- und Wurmbefall; manche sogar an daraus resultierender Anämie und stark juckender Dermatitis. Bei einigen Hunden wurden Augen- sowie eitrige Gebärmutterentzündungen, Herzprobleme, Schilddrüsenerkrankungen und Allergien diagnostiziert. Sie waren außerdem extrem ängstlich.

Veterinäramt sieht keine Mängel – PETA erstattet Anzeige

Die Zuchtstätte ist dem Veterinäramt bekannt. Tierschützer und Welpenkäufer haben den Betrieb bereits angezeigt. Doch die Mitarbeiter des Saalekreises haben bei mehrmaligen Kontrollen der Zucht keine Mängel festgestellt. PETA dagegen liegen Bilder, Zeugenberichte und tierärztliche Gutachten vor, die den schlechten gesundheitlichen Zustand der Tiere belegen.
Daher hat die Tierrechtsorganisation nun wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz sowie gegen die Tierschutz-Hundeverordnung bei der Staatsanwaltschaft Halle (Saale) Strafanzeige gegen die Züchter erstattet (Az: 974 Js 42962/18).

Was Sie tun können

Bitte kaufen Sie keine Tiere beim Züchter! In den Tierheimen warten zahlreiche Vierbeiner auf eine neue Familie.

Bitte geben Sie diese Information auch an Ihre Freunde und Familie weiter und bitten Sie diese, ebenfalls keine Tiere in Zoohandlungen, beim Züchter und auf Internetportalen zu kaufen.

PETA fordert die Einführung eines Heimtierschutzgesetzes, um das Leben aller tierischen Mitbewohner zu verbessern und zu schützen. Bitte werden Sie aktiv und unterschreiben Sie unsere Petition.