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Tiertransporterunfall mit 1.000 Puten bei Lingen: PETA erstattet Anzeige und fordert Ende der kommerziellen Beförderung lebender Tiere

 
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Stand Oktober 2017
Lingen (Emsland) / Osnabrück / Stuttgart, 4. Oktober 2017 – Tod im Tiertransporter: Einem Medienbericht zufolge fuhr ein mit 1.000 Puten beladener Lastwagen vergangene Woche Dienstag mehrere Kilometer mit einem brennenden Reifen auf der A31 bei Lingen im Emsland. Auslöser sei vermutlich ein technischer Defekt an der Radnabe des Anhängers gewesen. Bei dem Unfall kam ein Großteil der Puten ums Leben. Die Tierrechtsorganisation PETA hat nun unter anderem wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und gegen die Tierschutztransportverordnung Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück gegen die Verantwortlichen erstattet. Für Tiere sind die Transporte stets mit zahlreichen Risiken verbunden: Sie leiden unter Hunger und Durst und sind erdrückender Enge sowie Temperaturschwankungen ausgesetzt. Das Verletzungsrisiko in den vollbelegten Transportern ist enorm. Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen. PETA fordert ein ausnahmsloses Verbot von Tiertransporten.
 
„Schonende Tiertransporte gibt es nicht. Bei Unfällen sterben Schweine, Rinder, Hühner oder Puten qualvoll und langsam. Körperteile werden eingequetscht oder brechen. Die empfindlichen Tiere geraten in Panik, erleiden Kreislaufzusammenbrüche oder Herzinfarkte“, so Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA. „Jeder Verbraucer, der Fleisch isst, trägt Mitschuld. Nur eine vegane Ernährung ist tierleidfrei.“
 
Hühner dürfen laut der Tierschutztransportverordnung bis zu acht Stunden am Stück befördert werden. Durch Ausnahmegenehmigungen sind die Transportzeiten jedoch oft sehr viel länger. Auch ohne Transportunfälle leiden Tiere in der Ernährungsindustrie. Ihr meist kurzes Leben verbringen die Hühner in der Regel in riesigen, überfüllten Ställen ohne Freilauf. Dabei sind die Vögel faszinierende und äußert sensible Lebewesen. Genau wie Säugetiere zeigen sie ein ausgeprägtes Sozialverhalten und ihre kognitiven Fähigkeiten übersteigen in manchen Bereichen die von Menschenaffen oder Kleinkindern.
 
Jedes Jahr werden weit über 600 Millionen Hühner in deutschen Schlachthäusern getötet. Viele der sensiblen Lebewesen sind dabei nicht ausreichend betäubt. PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für Fleisch, Milch oder Eier ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.
 
Weitere Informationen:
Veganstart.de
Veganblog.de/2015/03/Warum-PETA-bei-Unfaellen-mit-Tiertransportern-Anzeige-erstattet

Kontakt:
Judith Stich, +49 30 6832666-04, JudithS@peta.de