Tiertransporterunfall mit 180 Schweinen bei Moos: PETA erstattet Anzeige und fordert Ende der kommerziellen Beförderung lebender Tiere

Moos / Stuttgart, 8. Januar 2018 – Tod im Tiertransporter: Einem Medienbericht zufolge kippte ein mit 180 Schweinen beladener Lastwagen am Donnerstag, 28. Dezember, in der Nähe von Moos in der Oberpfalz um – Ursache des Unfalls auf dem Weg zur Verbindungsstraße von Moos nach Engelsdorf war eine Unachtsamkeit des Fahrers. Bei dem Unfall kamen zwei Schweine ums Leben, vier weitere wurden so schwer verletzt, dass sie getötet werden mussten. 20 Schweine mussten derweil über längere Zeit in eisiger Kälte im Schnee ausharren. Wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und gegen die Tierschutztransportverordnung hat die Tierrechtsorganisation PETA nun Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Amberg gegen die Verantwortlichen erstattet. Für Tiere sind die Transporte stets mit zahlreichen Risiken verbunden: Sie leiden unter Hunger und Durst und sind erdrückender Enge sowie Temperaturschwankungen ausgesetzt. Das Verletzungsrisiko in den voll belegten Transportern ist enorm. Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen. PETA fordert ein ausnahmsloses Verbot von kommerziellen Tiertransporten.
 
„Schonende Tiertransporte gibt es nicht. Bei Unfällen sterben Schweine, Rinder, Hühner oder Puten qualvoll und langsam. Körperteile werden eingequetscht oder brechen. Die empfindlichen Tiere geraten in Panik, erleiden Kreislaufzusammenbrüche oder Herzinfarkte“, so Lisa Kainz, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA. „Jeder Verbraucher, der Fleisch isst, trägt Mitschuld. Nur eine vegane Ernährung hilft den Tieren nachhaltig.“
 
PETA dankt den am Einsatz beteiligten Feuerwehrleuten sowie allen Helferinnen und Helfern, die sich für die Rettung der Tiere eingesetzt haben.
 
Schweine dürfen laut der Tierschutztransportverordnung bis zu acht Stunden am Stück befördert werden. Durch Ausnahmegenehmigungen sind die Transportzeiten jedoch oft sehr viel länger. Auch ohne Transportunfälle leiden Tiere in der Ernährungsindustrie. Ihr meist kurzes Leben verbringen sie in der Regel in riesigen, überfüllten Ställen ohne Freilauf. Dabei sind Schweine faszinierende und äußerst sensible Lebewesen. Sie zeigen ein ausgeprägtes Sozialverhalten und bemerkenswerte kognitive Fähigkeiten.
 
Jedes Jahr werden knapp 60 Millionen Schweine in deutschen Schlachthäusern getötet. Viele der sensiblen Lebewesen sind dabei nicht ausreichend betäubt. PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für Fleisch, Milch oder Eier ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.

Weitere Informationen
Veganstart.de
Veganblog.de/2015/03/Warum-PETA-bei-Unfaellen-mit-Tiertransportern-Anzeige-erstattet

Kontakt:
Judith Stich, +49 30 6832666-04, JudithS@peta.de