Tierversuche in Inhalationstest: Diese Alternativen gibt es

Tierversuche Inhalationstest
Ratten und andere in Toxizitätstests eingesetzte Tiere können – zumindest ein wenig – aufatmen. Die wissenschaftliche Fachzeitschrift Toxicology in Vitro hat kürzlich einen Artikel über Ersatzmethoden zu Tierversuchen in Inhalationstests veröffentlicht. (1) Dahinter steht eine Zusammenarbeit von Wissenschaftlern des PETA International Science Consortium mit der Regierung und Industriefunktionären. (2)

Dieses Gemeinschaftsprojekt ist von großer Bedeutung.


Es soll sicherstellen, dass die Industrie neu entwickelte Testmethoden auch akzeptiert, denn schließlich führt sie die Forschung durch. Außerdem müssen die Behörden, die Versuche einfordern, die tierleidfreien Alternativen annehmen.

Aktuell werden Tiere in Toxizitätstests in schmalen Röhren fixiert und müssen stundenlang giftige Substanzen einatmen. Im Anschluss werden sie getötet und ihre Leichen seziert.

Kleine Schritte in die Zukunft

Das PETA International Science Consortium war Mitverfasser des umfassenden Berichts. (3) Er entstand unter anderem in Zusammenarbeit mit der der U.S. Environmental Protection Agency, The Dow Chemical Company, Syngenta, British American Tobacco, der University of Pennsylvania sowie der Cardiff University.

Um die Verbreitung tierfreier Inhalationstests zu unterstützen, fördert das PETA International Science Consortium Forscher bei der Durchführung solcher Versuche. Daher hat das Konsortium vier wegweisenden Laboratorien in aller Welt Inhalationstestgeräte im Wert von über 400.000 US-Dollar zur Verfügung gestellt, die ganz ohne Tiere auskommen.
Das Wissenschaftskonsortium freut sich sehr über die Zusammenarbeit mit zukunftsorientierten Wissenschaftlern aus der Industrie und Regierungseinrichtungen. Eine innovative Wissenschaft stützt sich auf neue, für den Menschen relevantere Testmethoden zur Toxizitätsbestimmung, die sowohl Menschenleben schützen als auch Tierleben retten.

Es gibt heute bereits eine Reihe verlässlicher tierfreier Testmethoden. Dazu gehören beispielsweise Computermodelle und Chemikalientests an 3-D-Gewebe, das dem menschlichen Körper nachempfunden ist. Neue tierfreie Verfahren werden kontinuierlich entwickelt, die letztlich effektivere Medikamente mit höherer Sicherheit für den Menschen hervorbringen und die Kosten für die Markeinführung der Medikamente reduzieren können.

Was können Sie gegen Tierversuche tun?

Machen Sie sich gegen Tierversuche für Kosmetik stark, indem Sie nur Kosmetik kaufen, für die kein Tier leiden musste: Auf unserer Kosmetikliste finden Sie alle Hersteller, die PETA Deutschland oder PETA USA schriftlich versichert haben, dass sie keine Tierversuche durchführen, in Auftrag geben oder dafür bezahlen.


Quellen

(1) Alternative approaches for acute inhalation toxicity testing to address global regulatory and non-regulatory data requirements: An international workshop report. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29277654

(2) Newly published report outlines roadmap for modernizing inhalation toxicity testing. https://eurekalert.org/pub_releases/2018-01/pfte-npr010418.php

(3) Travel Grant for JRC Summer School Announced. https://www.piscltd.org.uk/jrc-award/

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Die Blogartikel zu den Themen Tierrechte und veganem Lifestyle sind von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Co-Autoren.