Unfassbar! Dieser eingesperrte Tiger muss mit einer Highschool-Abschlussklasse „feiern“

Aktuell wird im Internet wieder ein Tierqual-Video heiß diskutiert – und das völlig zu Recht. Eine Highschool in Miami hat für ihren Abschlussball doch tatsächlich einen lebenden Tiger organisiert! Das Tier wurde in einen winzigen Käfig gesperrt, in dem es die ganze Zeit panisch hin und her lief. Ringsherum versuchten Schüler und andere Besucher, Fotos von dem verängstigten Tiger zu machen.

Eine Feuershow noch dazu

Direkt neben dem Käfig fand sogar eine Akrobatikshow mit Feuer statt – obgleich bekannt ist, dass Tiger von Natur aus panische Angst vor Feuer haben. Die Großkatze sitzt in der Falle: umgeben von unzähligen lärmenden Menschen, dem bedrohlichen Feuer und den Lichtern der Kameras schutzlos ausgesetzt. Man kann sich kaum vorstellen, wie sich diese Situation für ein Tier anfühlen mag. Neben dem Tiger wurden für den Ball außerdem ein Lemur, zwei Aras und ein Wüstenfuchs organisiert, damit die Besucher Fotos mit den Tieren schießen konnten. Dies bestätigte die Schule.

Der Ball sollte unter dem Motto „Dschungel“ stattfinden – doch mit dieser Tierquälerei hatten die Schüler nicht gerechnet. In einem Facebook-Beitrag machte die Schwester eines Schülers ihrem Ärger Luft und postete Videos der Tiere.


Diese Besucherin und viele weitere prangerten die Entscheidung der Schule völlig zu Recht an. Einen Tiger in einem winzigen Käfig auszustellen und Schüler mit einem Lemuren, Aras und einem Fuchs posieren zu lassen, stellt nicht nur eine Gefahr für die Besucher dar. Es ist Tierquälerei und vermittelt den falschen Eindruck, dass man fühlende Lebewesen wie Requisiten zur Unterhaltung einsetzen darf.

Auch das Unternehmen, das die Tiere für diese Veranstaltung offenbar zur Verfügung stellte, ist kein unbeschriebenes Blatt, sondern stand bereits wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz vor Gericht. Wer Wildtiere für solche Zwecke „bucht“, unterstützt unmittelbar die Ausbeutung und das Leid von Tieren. Großkatzen und andere Wildtiere, die in der Unterhaltungsindustrie eingesetzt werden, fristen ihr Dasein in kleinen Käfigen; alle grundlegenden sozialen und physiologischen Bedürfnisse werden ihnen verwehrt; Kinder werden von ihren Müttern getrennt; mit den Jungtieren lässt sich durch Fotoaufnahmen viel Geld verdienen. Doch sobald die Tiere zu groß und nicht mehr leicht zu managen sind, siechen sie im Käfig dahin.

Im Zirkus werden Tiere für unnatürliche und beängstigende Tricks missbraucht.

Die Highschool hat reagiert

Mittlerweile hat die Schulleitung in einem Brief an PETA USA versichert, nie wieder lebendige Tiere bei Veranstaltungen und Aktivitäten zu nutzen.

Was Sie tun können

Diese Kritik gilt nicht nur Unternehmen, die Tiere verleihen: Auch wer eine Eintrittskarte für einen Zoo oder Zirkus kauft, bezahlt dafür, dass Tiere misshandelt, eingesperrt und zur Belustigung der Menschen ausgestellt werden. Bitte informieren Sie sich über das Leid der Tiere in der Unterhaltungsbranche und geben Sie diese Informationen an Freunde und Bekannte weiter.

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PETA Team

Die Blogartikel zu den Themen Tierrechte und veganem Lifestyle sind von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Co-Autoren.