Horror-Fund auf Teneriffa: Tote Kühe am Strand angespült

Tote Kühe Teneriffa© Youtube: Ardiel Rodríguez
Mit diesem Fund rechnet wohl niemand im Urlaub: Auf Teneriffa wurden in den vergangenen Tagen mehrere tote Kühe an den Strand gespült. Die erste Kuh wurde von zwei Schwimmern in der Nähe des Badeortes El Médano gefunden. Daraufhin zogen ein Jetski-Fahrer und ein Bagger den Kadaver weiter an Land, wie ein Video des spanischen Journalisten Ardiel Rodríguez zeigt.


Nur wenige Zeit später wurden zwei weitere tote Kühe in der Nähe der Insel gesichtet und an Land gebracht. Einige Tiere waren teilweise bereits verwest.

Tiertransport-Schiff warf die toten Kühe einfach über Bord

Spanischen Medien zufolge stammen die Kühe von dem Tiertransport-Schiff „Polaris 2“. Das Schiff aus Panama transportiert regelmäßig lebende Tiere von Südamerika nach Europa und Nordafrika. Das Schiff soll am 22. März von Rio Grande zur nordafrikanischen Küste gestartet sein, um mehrere Tausend Rinder zu transportieren. Auf seinem Weg dorthin passiert es auch die Kanaren.

Es wird vermutet, dass die Kühe beim Transport gestorben sind und die Mannschaft sie einfach über Bord warf, um sie loszuwerden. Das verstößt nicht nur gegen jede Moral, sondern auch gegen internationales Recht. Dieses gibt vor, die toten Tiere an Bord oder im Hafen zu verbrennen, wie der Ressortleiter für Viehzucht im kanarischen Landwirtschaftsministerium berichtet.

Das Transportschiff „Polaris 2“ fiel bereits des Öfteren durch seine miserable Tierhaltung auf. So durfte das Schiff wegen seines strengen Geruchs an einigen Häfen nicht anlegen. 2016 musste es außerdem während eines Transportes einen Zwischenstopp einlegen, da das Futter für die Tiere an Bord ausgegangen war. Es ist traurig, dass die „Polaris 2“ trotz mehrerer Zwischenfälle weiterhin lebende Tiere transportieren darf, was sicher nicht nur die drei Kühe das Leben gekostet hat.

Tote Tiere bei Transporten sind kein Einzelfall

Dieser Fall zeigt wieder deutlich die Missstände der Tiertransporte auf. Dass Tiere nicht nur während der Fahrt sterben, sondern auch noch unwürdig behandelt werden, ist leider kein Einzelfall: Bereits im September 2018 berichtete ein Augenzeuge davon, wie ein Transportschiff 40 tote und sogar noch lebende Schweinen an einem Tag von Bord warf. Zuvor wurden die Tiere vier Tage ohne Wasser und Nahrung in einem LKW auf dem Schiff transportiert.


Jeden Tag werden bei Tiertransporten Tiere wie gefühllose Ware behandelt und Gesetze einfach missachtet. Fehlende Kontrollen ermöglichen das grausame Treiben der Tiertransporter.

Was Sie tun können

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Wie immer bestimmt die Nachfrage das Angebot. Wenn Sie helfen wollen, die Tierquälerei zu beenden, dann werden Sie vegan! Die Transporte finden an erster Stelle statt, um die große Nachfrage nach günstigem Fleisch zu befriedigen. Jede rein pflanzliche Mahlzeit kann bereits Tierleid verhindern! Beim Einstieg in eine vegane Ernährung helfen wir Ihnen gerne mit unserem kostenlosen Veganstart-Programm – einfach anmelden und sich 30 Tage lang auf leckere Rezepte und nützliche Tipps rund um das vegane Leben freuen.

Unsere Autoren

Friederike Huth

setzt sich als Editor und Coordinator im Online Marketing für die Rechte der Tiere ein.