Günstig vegan essen – die 10 besten Tipps zum Geld sparen

Dass vegane Ernährung nicht preiswert sein kann, glauben immer noch einige Menschen. Wir von PETA zeigen Ihnen in diesem Beitrag, dass die vegane Ernährung sogar günstiger sein kann als eine Ernährung mit tierischen Produkten und geben Ihnen nützliche Tipps für eine vegane Lebensweise mit kleinem Geldbeutel.

1. Leben Sie nach der veganen Ernährungspyramide

Am einfachsten spart man Geld, indem man sich an der veganen Ernährungspyramide orientiert. Eine vollwertige, vegane Ernährung ist nämlich nicht nur gesund, sondern auch günstig. Hier bilden saisonales und regionales Gemüse, Obst und Getreide die Basis. Diese Nahrungsmittel zählen sowohl beim Discounter als auch in Bio-Märkten zu den günstigsten Produkten. Wer also mehr Gemüse, Obst, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Brot, Linsen und Bohnen als Alternativprodukte, Chiasamen, Mandelmus oder Matcha kauft, wird nicht viel ausgeben müssen.
 
Vegan günstig Ernährungspyramide

2. Kaufen Sie pflanzliche Grundnahrungsmittel

Als Grundnahrungsmittel gelten – je nach Region – Getreide(-produkte), Wurzelknollen, Hülsenfrüchte und tierische Produkte wie Fleisch, Milch, Eier und Fisch. Letztere sind jedoch deutlich preisintensiver als pflanzliche Produkte. So kann man mit einer veganen Ernährung günstig leben, indem man Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett aus pflanzlichen Grundnahrungsmitteln bezieht.

3. Kochen Sie selbst

Einer der klassischen und doch effektivsten Wege, um beim Essen Geld zu sparen, ist das Selberkochen. Auf diesem Wege schont man nicht nur das Portemonnaie, sondern weiß auch genau, welche Zutaten im Essen stecken. Überlegen Sie sich einfach, wie viel Sie für ein Gericht im Restaurant bezahlen würden, und vergleichen Sie es mit den Kosten Ihres Einkaufs. Auch vegane Fertigprodukte sind zwar eine Erleichterung in der Küche, frische Zutaten sind jedoch nicht nur gesünder, sondern auch günstiger. Guacamole zum Beispiel ist ein leckerer Brotaufstrich, der in wenigen Minuten zubereitet ist. Einfach eine Avocado mit etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer pürieren – fertig. Sie können verschiedene Gemüsesorten ganz nach IBelieben mischen, pürieren und so Ihren ganz eigenen Brotaufstrich kreieren. Hier gibt es weitere vegane Rezepte zum Nachkochen.

4. Planen Sie Ihr Essen

Wer Geld sparen will, kann mit der Aufstellung eines Speiseplans für eine ganze Woche spontane, teure Einkäufe verhindern. Auch im Voraus mehrere Portionen kochen ist eine gute Methode. Großpackungen von Nudeln, Kartoffeln oder Linsen sind deutlich günstiger als kleinere Packungen mit wenigen Portionen. Wer größere Mengen verarbeitet, kann am nächsten Tag aus den Resten noch etwas Leckeres zubereiten oder einige Portionen einfrieren. Wenn es beispielsweise an einem Tag Kartoffeln mit selbst angerührtem Soja-Zaziki und Salat gibt, können Sie am nächsten Tag aus den übrigen Kartoffeln Bratkartoffeln, Kartoffelsalat oder eine Kartoffelsuppe zaubern. Oder benötigen Sie für ein Rezept nur 100 g Tofu, doch die Packung enthält 200 g, können Sie die doppelte Menge zubereiten und den Rest am nächsten Tag essen oder zum Beispiel Tofu-Rührei zum Frühstück genießen.
 
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5. Schmeißen Sie keine Lebensmittel weg

Hand in Hand mit der Planung Ihres Essens geht, dass die Verschwendung von Lebensmittel vermieden wird. Wer nur diejenigen Lebensmittel einkauft, die er wirklich braucht, nur das zubereitet, was er wirklich isst, und auch Reste vom Vortag noch integriert, spart bares Geld. Jedes Jahr landen im durchschnittlichen deutschen Haushalt Lebensmittel im Wert von 235 Euro im Müll – und zwar noch originalverpackt. (1) Damit Ihre Lebensmittel lange frisch bleiben, sollten Sie auf die korrekte Lagerung achten und Ihren Kühlschrank sauber halten.

6. Kaufen Sie Produkte, die im Angebot sind

Häufig lohnt es sich, die Prospekte durchzuschauen und zu vergleichen. Alle paar Wochen sind Pflanzendrinks oder andere Veggie-Produkte im Angebot. Da empfiehlt es sich, von seinen Lieblingsprodukten gleich mehrere in den Korb zu packen. Auch bei Online-Vegan-Versandhäusern gibt es Sonderaktionen, Schnupperpakete und Rabatte, die sich lohnen. Insbesondere Trockenprodukte wie Linsen, Bohnen, Sojagranulat oder Reis sind sehr lange haltbar. Daher können Sie diese Lebensmittel in großen Mengen einkaufen und lagern.

7. Wählen Sie regionale und saisonale Produkte

Im Sommer wachsen in Deutschland Tomaten oder Gurken, während diese Lebensmittel im Winter meist aus spanischen Gewächshäusern stammen. Dies bedeutet lange Transportwege, die sich auf den Preis auswirken. Wer darauf achtet, Gemüse der Saison möglichst aus regionaler Erzeugung zu beziehen, tut sowohl für die Umwelt als auch seine Gesundheit was, da dieses Gemüse häufig nährstoffreicher ist. Auch kommt so automatisch Abwechslung in den Speiseplan.

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8. Kaufen Sie in Discountern und Drogerien

Sowohl Discounter als auch Drogerien sind hervorragende Anlaufstellen für Veganer, da sie im Grundsortiment ein breites veganes Angebot haben. Besuchen Sie beispielsweise öfter Aldi oder DM – auch hier auf Aktionswochen und Sonderangebote achten. Welche veganen Produkte Sie wo finden, erfahren Sie in unserem Einkaufsguide.

9. Achten Sie auf wenig Verpackung und eine geringe Verarbeitungsstufe

Vergleichen Sie doch einmal die Preise pro 100 g eines Produktes. Sie werden sehen, dass ein Fertiggericht mit Reis und Gemüse oft um ein Vielfaches teurer ist als ungekochter Reis mit frischem Gemüse. Hier bezahlen Sie für die Verarbeitung und aufwändige, bunte Verpackung mit. Empfehlenswert ist es, auf die Produkte der Hausmarke zurückzugreifen. Für diese wird wenig Werbung gemacht, wodurch der Preis nicht so hoch ist.

10. Bauen Sie selbst Gemüse und Kräuter an

Sie haben einen Balkon oder einen kleinen Garten? Dann legen Sie los! Bauen Sie Ihr eigenes Gemüse an. Das enthält garantiert keine Pestizide und steht für feinste Bio-Qualität. Für Gärtner im Anfängerstadium sind pflegeleichte Kräuter wie Rosmarin oder Thymian zu empfehlen, auch Kürbisse oder Zucchini gedeihen prächtig und ohne viel Zeit- und Geldaufwand.
 
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Eine vegane Ernährung kann sich wirklich jeder leisten! Werden auch Sie vegan und helfen Sie so dabei, das Tierleid in der Ernährungsindustrie zu beenden!



Quellen

(1) Bundeszentrum für Ernährung (2018): Lebensmittelverschwendung https://www.bzfe.de/inhalt/lebensmittelverschwendung-1868.html (26.11.2018)