Veganer Burger bei McDonald´s: PETA begrüßt trotz Kritik am Konzern wachsendes tierfreundliches Angebot

Stuttgart, 25. April 2019 - Ab Montag wird es in insgesamt 1000 deutschen McDonald´s-Filialen den ersten veganen Burger geben. Der sogenannte „Big Vegan“ kommt völlig ohne tierische Produkte wie Fleisch, Milch oder Eier aus. Sowohl PETA USA als auch PETA Deutschland protestieren seit Jahren gegen den McDonald‘s-Konzern, da dieser aufgrund der vielen tierischen Produkte in seinem Angebot für massives Tierleid sowie Umweltverschmutzung verantwortlich ist. Deshalb begrüßt die Tierschutzorganisation die Einführung eines veganen Burgers und fordert gleichzeitig die Reduzierung des Angebots an tierischen Produkten.
 
„Vegane Produkte sind die Zukunft“, so Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin und Fachreferentin bei PETA. „Für die Rindfleischburger von McDonald´s werden meist ausgemergelte Kühe aus der Milchindustrie zu Patties verarbeitet – wer sich das einmal bildlich vorstellt, greift zukünftig vermutlich lieber zum ‚Big Vegan‘.“
 
Der „Big Vegan“ wird aus Soja, Weizen, Roter Bete, Paprika und Möhren bestehen. Dazu kommen Gewürze wie Knoblauch, Salz, Pfeffer und Speiseessig. Das Brötchen bleibt das gleiche wie bei den tierischen Burgern. Wer möchte, bekommt rote Zwiebeln, Gurken, Tomate, Salat, Senf und Ketchup dazu. Außerdem gibt es bei der Fast-Food-Kette noch weitere vegane Produkte wie beispielsweise Pommes, Salat, Rösti-Sticks und Apfeltaschen.
 
Die konventionelle Tierhaltung
Jedes Jahr werden über 600 Millionen Hühner, knapp 60 Millionen Schweine sowie über 3,5 Millionen Rinder in deutschen Schlachthäusern getötet. Tiere, die später als Burger und Co. bei McDonald’s verkauft werden, hatten ein entbehrungsreiches Leben in engen Ställen oder Käfigen. Sie fristeten ein Dasein auf harten und kotverdreckten Spaltenböden, atmeten ammoniakverseuchte Luft und durften niemals Gras unter ihren Füßen spüren. Aufgrund der Zucht auf immer mehr Fleisch leidet ein Großteil der Tiere unter schmerzhaften Veränderungen des Skeletts, Kreislaufzusammenbrüchen und Herzinfarkten. Wer dieses Tierleid nicht länger unterstützen möchte, kann inzwischen auf eine Vielzahl pflanzlicher Produkte zurückgreifen.  
 
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
 
Weitere Informationen:
PETAZWEI.de/Vegan-bei-Fast-Food-Ketten#McDonalds
PETA.de/Themen/Fleisch
VEGANSTART.de/
 
Kontakt:
Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, [email protected]