Vulkanausbruch auf den Philippinen: Wie PETA den Tieren dort hilft

Der Vulkan Taal auf der philippinischen Insel Luzon spuckt Asche und Lava. Ein Notfall-Team von PETA Asien ist vor Ort, um so vielen Tieren wie möglich zu helfen. [1]

Wer ist betroffen?

Was den Vulkan Taal so besonders gefährlich macht, ist seine Lage. Er liegt auf einer kleinen Landfläche mitten im Taalsee auf der Insel Luzon südlich von Manila. In dieser Gegend leben fast eine halbe Million Menschen – und viele Tiere. Alle Bewohnerinnen und Bewohner wurden aufgefordert, ihr Zuhause zu verlassen. In diesem Zuge blieben leider unzählige Tiere zurück. Denn oft war es den Familien nicht gestattet, ihre tierischen Begleiter mitzunehmen. Nun sind die Tiere auf sich alleine gestellt und in größter Gefahr, da ein großer Ausbruch nicht ausgeschlossen werden kann.

Vulkanausbruch Taal Hund
Das Rettungsteam von PETA Asien ist in der Evakuierungszone rund um den See und verteilt Nahrung und Wasser an Hunde und Katzen, die alleine gelassen oder in die Evakuierungszentren gebracht wurden. Außerdem werden die Tiere von den Kolleginnen und Kollegen tierärztlich versorgt. Das Team wird solange ein Auge auf sie haben, bis sie wieder bei ihren Familien sind oder in sichere Tierheime gebracht werden konnten.
 
Das Rettungsteam appelliert außerdem an die Behörden, Menschen, die noch evakuiert werden, gemeinsam mit ihren Tieren herauszuholen. Denn wer sein Tier mitnehmen darf, wird sich auch schneller bereiterklären, sein Zuhause zu verlassen.
 
Das Team bittet die Menschen vor Ort, Tiernahrung, Leinen, Halsbänder, Gesichtsmasken, medizinische Ausstattung und andere Dinge zu spenden, die hilfreich sein könnten. Und die Retter versuchen mit allen Mitteln, auch in das Gebiet rund um den Vulkan zu gelangen. Die Behörden verhindern dies jedoch, weil sie die Situation als noch zu gefährlich einschätzen und einen „explosiven Ausbruch“ befürchten, bei dem das Magma direkt in die Luft geschleudert wird. Das könnte bereits in den kommenden Stunden oder Tagen geschehen. Außerdem könnte es auch zu einem durch den Vulkan ausgelösten Tsunami auf dem Taalsee kommen.

Die Behörden gehen davon aus, dass alle Tiere, die sich in der unmittelbaren Umgebung des Vulkans befanden, tot sind. Das ist auch für das Team von PETA Asien sehr hart, denn die Kolleginnen und Kollegen sind bereits seit Jahren auf der Insel aktiv und kannten viele Tiere persönlich. Das Team setzte sich dort bisher hauptsächlich für Pferde ein, die Touristen den Vulkan hinauf und hinab schleppen müssen. Nun halten die Retter mit einem Teleskop Ausschau nach Überlebenden und versuchen weiterhin, Zugang zu bekommen.

Was Sie tun können

Sie können helfen, auch wenn Sie nicht auf den Philippinen leben: Bitte spenden Sie an das Rettungsteam, das in der Umgebung des Vulkans aktiv ist.