VW lehnt Tierversuche künftig ab – PETA fordert auch BMW und Daimler auf, Tierversuche in Zukunft auszuschließen

Wolfsburg / München / Stuttgart, 30. Januar 2018 – Nachdem bekannt wurde, dass VW Abgastests an Affen durchführen ließ, forderte PETA die Konzernchefs vergangene Woche auf, nie wieder Tierversuche in Auftrag zu geben. Tatsächlich will der Autobauer nun Tierversuche ausschließen, wie der VW-Generalbevollmächtigte Thomas Steg der „Bild“-Zeitung sagte. Heute wandte sich PETAs 2. Vorsitzender Harald Ullmann per Brief auch an die Chefs von Daimler und BMW, Dieter Zetsche und Harald Krüger. Die Unternehmen sollen Geld für die Erforschung alternativer tierfreier Inhalationstests bereitstellen. Die Tierrechtsorganisation appelliert an die Autoindustrie, Tierversuche weder durchzuführen noch zu unterstützen.
 
„Wir begrüßen die Zusage von Volkswagen, nie wieder Tierversuche durchzuführen. Auch alle anderen Automobilhersteller sollten sich gegen Experimente an Tieren positionieren und in die Entwicklung von sinnvollen, tierversuchsfreien Forschungsmethoden investieren“, so Harald Ullmann.
 
Tierversuche sind grausam und wissenschaftlich unzuverlässig. Sie verschwenden immense Summen öffentlicher Gelder, verzögern medizinischen Fortschritt und behindern unser Verständnis von menschlichen Krankheiten. Im Tierversuch werden künstlich hervorgerufene Symptome bei verschiedenen Tierarten „geheilt“, aber über die komplexen menschlichen Krankheiten sagt das meist nichts aus. Studien haben gezeigt, dass Tierversuche nicht dazu geeignet sind, menschliche Reaktionen auf Krankheiten oder Medikamente präzise vorauszusagen.
 
Zudem gibt es bereits Methoden, die Giftigkeit von Substanzen in Inhalationstests  ohne den Einsatz von Tieren zu prüfen. So werden beispielsweise Computermodelle verwendet oder Chemikalien an 3D-Gewebe getestet, das dem menschlichen Körper nachempfunden ist. Das von verschiedenen PETA-Partnerorganisationen ins Leben gerufenen Internationale Wissenschaftskonsortium (PETA International Science Consortium) unterstützt die Forschung an solchen Verfahren und bildet Wissenschaftler auf diesem Gebiet weiter. Die Tierrechtsorganisation hatte VW in einem Brief vorgeschlagen, Genugtuung zu leisten und die Arbeit des Konsortiums zu unterstützen.
 
Der Brief von PETA an Daimler und BMW kann hier heruntergeladen werden.
 
Weitere Informationen:
Veganblog.de/Tierversuche-in-Inhaltaionstests-Alternativen
PISCltd.org.uk/acute-inhalation-toxicity
 
Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 711 860591-528, DenisS@peta.de