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Waschbär aus Kamin gerettet – PETA ernennt Feuerwehr Göppingen zu „Helden für Tiere“

 
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Stand Mai 2017
Göppingen / Stuttgart, 19. Mai 2017 – Glück im Unglück: Am Samstag rettete die Feuerwehr Göppingen einen Waschbären aus einem Kamin. Das Tier wurde schon am Vortag auf dem Hausdach beobachtet. Nachdem der Vierbeiner dort von Krähen attackiert worden war, flüchtete er in den Schornstein. Um ihn zu bergen und in Sicherheit zu bringen, stiegen die alarmierten Feuerwehrleute mit Hilfe einer Drehleiter aufs Dach. Doch der Waschbär kroch immer tiefer in den Kamin bis er im Keller wieder herauskam. Dort nahmen ihn die Feuerwehrmänner in Empfang, woraufhin der kleine Kerl unverletzt in die Natur entlassen werden konnte. Für ihr tierfreundliches Engagement zeichnet die Tierrechtsorganisation PETA nun die Feuerwehr Göppingen mit einer „Helden für Tiere“-Urkunde aus.
 
„Wir freuen uns sehr über den tierfreundlichen Einsatz der Feuerwehrleute aus Göppingen“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Durch ihren engagierten Einsatz konnte der Waschbär gerettet und unverletzt in die Natur zurück entlassen werden. “

PETA zeichnet regelmäßig Menschen für besonders tierfreundliches Verhalten aus. Die Urkunde wurde den Tierrettern postalisch zugestellt.
PETA setzt sich für ein Verbot der Jagd auf Waschbären ein. Einst als „Pelzlieferant“ vom Menschen aus Nordamerika bewusst angesiedelt, gilt er heute als gebietsfremde invasive Art und wird zu Unrecht erbarmungslos von Jägern verfolgt und getötet. Dabei geht von den Tieren weder für den Menschen noch für die Artenvielfalt eine grundsätzliche Gefahr aus. Die Jagd ist weder notwendig noch dazu geeignet die Waschbärenpopulation nachhaltig zu regulieren. Führende Experten fanden heraus, dass die Tiere mit erhöhter Fortpflanzung auf die Jagd reagieren. In bejagten Populationen ist der Anteil der sich fortpflanzenden Weibchen höher als in nicht bejagten Populationen: Je mehr Waschbären getötet werden desto mehr Jungtiere werden geboren. Auf diese Weise werden die Verluste durch die Jagd in der Population rasch wieder ausgeglichen oder gar überkompensiert. [1] [2]
 
[1]Michler F.-U.F. im Interview mit Pergande F. (2013) Waschbären „Die Rasselbande zerstört alles“. In: Frankfurter Allgemeine Gesellschaft. Abrufbar unter: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/umwelt/waschbaeren-die-rasselbande-zerstoert-alles-12173341.html (26. April 2017)
[2] Stadt Kassel (2014): Waschbär – Die Tiere mit der Zorromaske. Stadt Kassel – Ordnungsamt mit Unterstützung von Roland Ruhnau, Naturkundemuseum Kassel und Dr. Ulf Hohmann, Landesforsten Rheinland-Pfalz.

Weitere Informationen:
PETA.de/Themen/Tierquälerei
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Jagd-auf-Waschbaeren

Kontakt:
Judith Stich, +49 (0)30 6832666-04, JudithS@peta.de