Welt-Löwen-Tag: So sehr leidet der König der Tiere

Am heutigen 10. August ist World Lion Day. Löwen sind faszinierende Tiere und werden vom Menschen seit jeher mit einer Mischung aus Bewunderung und Angst betrachtet. Die größte Angst jedoch sollte der Löwe vor dem Menschen haben, nicht andersherum. Anlässlich des Welt-Löwen-Tages finden Sie hier eine Übersicht über einige wesentliche Bereiche, die das Überleben der Löwen bedrohen und das Leben individueller Tiere zur Qual machen.

Lebensräume

In der Antike gab es sogar in Europa Löwen, wie Fossilienfunde und Berichte beweisen. Heute ist die Zahl der Löwen weltweit auf einem Tiefpunkt. Nur noch geschätzte 400 asiatische Löwen gibt es in Indien. Die Anzahl der Löwen auf dem afrikanischen Kontinent hat sich seit 1960 um zwei Drittel verringert, auf nunmehr 35.000 Tiere – einige Organisationen sprechen sogar von nur noch 15.000 Löwen. Der Mensch breitet sich immer weiter aus und die Lebensräume der Tiere werden auseinandergerissen. Durch diese räumlichen Unterbrechungen können sich die einzelnen Populationen langfristig nicht gesund erhalten. Außerdem kommt es durch die Nähe zwischen Mensch und Löwe oft zu Konflikten, denen beide Seiten zum Opfer fallen.

Jagd

Noch immer werden Löwen von Trophäenjägern – auch aus Deutschland – gejagt. Eine besonders perfide Ausprägung des Blutsports ist das sogenannte Canned Hunting. Dabei werden Löwen eingesperrt, damit der Jäger sein Opfer ohne großen Aufwand erschießen kann. Oft werden die Löwen bei der Jagd auch nur angeschossen oder mit Pfeilen verletzt und sterben dann langsam und qualvoll auf der Flucht. Doch nicht nur Jäger, die es auf eine Trophäe abgesehen haben, sind hinter Löwen her: Da es auch immer weniger Tiger gibt, werden mittlerweile verstärkt Löwenknochen für die traditionelle chinesische Medizin eingesetzt.

Gefangenschaft

Zoos brüsten sich gerne mit dem angeblich betriebenen „Artenschutz“. Doch Großkatzen in einem völlig unnatürlichen Umfeld zu halten, das mit ihrem natürlichen Lebensraum nicht das Geringste zu tun hat, hilft keinem Löwen in freier Wildbahn. Die Tiere siechen in Gefangenschaft dahin. In Freiheit durchstreift der „König der Tiere“ weite Gebiete – in Zoos zeigen die Tiere deshalb nicht selten schwere Verhaltensstörungen. Dies vermittelt Besucherinnen und Besuchern also kein realistisches Bild von Löwen, sondern ein völlig verzerrtes. Zudem sind Zoos in den Handel mit Wildtieren verwickelt.

Löwe im Zoo Nürnberg
Löwe im Zoo Nürnberg
© by PETA D / Fischer

Im Zirkus werden die Tiere häufig auf gewaltsame Weise zu Tricks gezwungen und müssen in absolut reizarmen Gehegen oder engen Wägen leben. Auch hier stehen Verhaltensstörungen, wie das ständige Hin-und-her-Laufen an den Käfiggittern, auf der Tagesordnung.

Löwenhaltung im Circus Krone
Löwenhaltung im Circus Krone

Was Sie tun können

Wollen Sie den Löwen helfen? Unterschreiben Sie unsere Petition für ein Importverbot von Jagdtrophäen nach Deutschen. Denn ohne diese „Mitbringsel“ würde die Löwenjagd für viele Jäger ihren Reiz verlieren.

Und bitte besuchen Sie niemals einen Zoo oder einen Zirkus mit Wildtieren. Die Gefangenschaft von Löwen und anderen Wildtieren kann schlichtweg nicht artgerecht sein. Wenn ein Zirkus mit Wildtieren in Ihrer Stadt ist, schreiben Sie Leserbriefe an die Lokalzeitung und werden Sie aktiv.

Unsere Autoren

PETA Team

Die Blogartikel zu den Themen Tierrechte und veganem Lifestyle sind von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.