Wie tierlieb sind wir wirklich? PETA stellt mit Motivreihe die Qual von „Nutztieren“ und Hunden gegenüber – schmale Grenze entscheidet über Leben und Tod

Stuttgart, 15. April 2019 – Inmitten einer Blutlache setzt ein Schlachthofmitarbeiter mit einem Holzknüppel zum Schlag auf ein Schwein an, das auf seine getöteten Artgenossen blickt. Würde der Mann zuschlagen, wenn ihm stattdessen ein verängstigter Hund in die Augen schauen würde? Die von der tschechischen Werbeagentur DDB Prague für PETA entworfenen Motive der Reihe „Alle Tiere leiden gleich“ sollen Menschen zum Nachdenken anregen. Auf Fotos von sogenannten Nutztieren hat die Agentur einfache Strichzeichnungen von Hunden platziert. Die Illustrationen veranschaulichen, wie unterschiedlich Tiere aufgrund ihres Nutzens für den Menschen behandelt werden. Mit der Kampagne fordert PETA zum Umdenken auf und macht darauf aufmerksam, dass nur eine vegane Lebensweise wirklich tierfreundlich ist.
 
„Wie kann von Tierliebe die Rede sein, wenn wir die einen streicheln und die anderen in Massen einpferchen und töten lassen?“, so Jobst Eggert, Verantwortlicher im Bereich Special Projects bei PETA. „Die Motive von DDB Prague machen deutlich, dass Gewalt falsch ist – unabhängig davon, wer die Opfer sind. Wir möchten die Menschen daran erinnern, dass ein Schwein oder ein Rind genau wie ein Hund Schmerzen, Angst und Freude empfindet und leben möchte.“
 
Verbraucher entscheiden täglich über Leben und Tod
Die Zeichnungen wurden bewusst in Weiß gehalten: Die weiße Linie steht für eine dünne Grenze, die der Mensch zwischen verschiedenen Tierarten gezogen hat – jene Grenze, die über Leben oder Tod, Leid oder Behaglichkeit und Körbchen oder Schlachthaus entscheidet. PETA weist darauf hin, dass viele Menschen hinter Fleisch und anderen Produkten tierischer Herkunft nicht das getötete Lebewesen sehen. „Die Illustrationen ermöglichen eine neue Perspektive auf das, was unseren Mitlebewesen tagtäglich widerfährt. Wir hoffen, dass Menschen, die diese Motive sehen, ihre Gewohnheiten überdenken und tierfreundliche Entscheidungen treffen“, so Eggert.
 
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Doch allein in Deutschland werden jährlich 800 Millionen Landlebewesen in enge Ställe eingepfercht, enthornt, die Schwänze abgeschnitten und männliche Tiere ohne Betäubung kastriert. Im Schlachthof wird ihnen die Kehle durchgeschnitten – teils nur mit unzureichender Betäubung, sodass sie langsam und qualvoll ausbluten. Ganz gleich, ob „Bio“ oder konventionelle Haltung: 100 Prozent der Tiere werden, lange bevor sie ihre natürliche Lebenserwartung erreichen, getötet.
 
PETA setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft. Hierfür sucht die Tierschutzorganisation stets nach Möglichkeiten, um Menschen auf das alltägliche Tierleid aufmerksam zu machen. Die Ideen und Illustrationen der Kampagne „Alle Tiere leiden gleich“ stammen von der Agentur DDB Prague, die diese pro bono für PETA umgesetzt hat. Die Fotografien aus „Tras los Muros“ („Hinter den Mauern“) stellte der Tierrechtsfotograf Aitor Garmendia kostenlos zur Verfügung.
 
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Würde der Mann zuschlagen, wenn ihm ein verängstigter Hund in die Augen schauen würde?  / © Aitor Garmendia
 
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Die Motive stellen die Qual von „Nutztieren“ und Hunden gegenüber. / © Aitor Garmendia
 
Die Motive stehen hier zum Download zur Verfügung.
 
Weitere Informationen:
Veganstart.de
 
Kontakt:
Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, CarolinVS@peta.de