Zeckenschutz-Mittel: Tierversuche an Hunden und Katzen

Zeckenschutzmittel
Tiere müssen für das Wohl ihrer Artgenossen leiden und sterben? Was völlig widersprüchlich klingt, ist in deutschen und amerikanischen Laboren bittere Realität. Obwohl es längst Alternativen gibt, werden Zeckenschutz-Mittel für Katzen und Hunde an Tieren getestet. Die Hersteller dieser Mittel engagieren sich angeblich für das Wohl der Tiere. Die Realität in ihren Laboren sieht – wie ein Video von PETA USA zeigt – jedoch ganz anders aus.

Veraltete und grausame Tierversuche

Obwohl zahlreiche Studien beweisen, dass tierversuchsfreie Tests dieser Mittel effizienter und zuverlässiger sind, werden lieber in jahrzehntealten Versuchsanordnungen Tiere gequält (1). So werden zur Erprobung von nur einem Flohschutzmittel mehr als 400 Hunde und Katzen für Giftigkeitstests missbraucht, oft werden sie mehrmals täglich mit dem Insektizid zwangsernährt. Diese Tortur dauert bis zu neun Monate, bis die Tiere „erlöst“ – also getötet – werden. Für Wirksamkeitstests werden hunderte Tiere absichtlich mit Flöhen oder Zecken in Kontakt gebracht, um einen mehrmonatigen Befall herbeizuführen: Zu den so ausgelösten Schmerzen kommen Nebenwirkungen der unter Zwang zugeführten Chemikalien wie Erbrechen oder Durchfall – alles in einem Käfig, allein im Labor.
 
Zeckenschutzmittel Tierversuche
Dieses Kaninchen leidet für Versuche für Zeckenmittel.

Was Sie tun können

  • Bitte informieren Sie sich bei Herstellerfirmen, ob für das Zeckenschutzmittel Tierversuche durchgeführt wurden und appellieren Sie an sie, auf tierversuchsfreie Testmethoden zu setzen.
  • Auch für Tiernahrung müssen Hunde, Katzen und andere Tiere in Versuchen leiden. Hier finden Sie tierversuchsfreie Tiernahrung:


Quellen:

(1) Katherine Groff, Patricia Bishop (2007): Itching for chance: Embracing modern flea and tick product development. Abrufbar unter: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0273230017301861, zuletzt abgerufen am 10.04.2019