Zieht EU-Kommissionspräsidentin 2020 blank? PETA fordert Ursula von der Leyen auf, im Kampf gegen den Klimawandel für vegane Ernährung zu werben

Stuttgart, 19. Juli 2019 – Nachdem sich Ursula von der Leyen 2015 unfreiwillig auf einem PETA-Motiv gegen die Pelzindustrie aussprach, fordert die Tierschutzorganisation die künftige EU-Kommissionspräsidentin nun auf, mit ihrem Amtsantritt im November effizient zu handeln. Die CDU-Politikerin wünscht sich laut eigener Aussage, „dass Europa der erste klimaneutrale Kontinent wird“. PETA macht immer wieder darauf aufmerksam, dass die Produktion von Fleisch, Milch, Käse und Eiern die größten Umweltprobleme unserer Zeit verursacht. Daher appelliert die Organisation schon jetzt an die künftige Präsidentin der Europäischen Kommission, der Umwelt zuliebe für eine vegane Ernährung zu werben.
 
„Mit dem damaligen Aprilscherzmotiv mit der Ministerin konnte PETA auf humorvolle Weise auf ein sehr wichtiges Thema hinweisen. Nun hoffen wir jedoch, dass Ursula von der Leyen in ihrem neuen Amt Ernst macht und die Ernährung als Stellschraube im Kampf gegen die Klimaproblematik berücksichtigt. Wir müssen aufhören, Ressourcen zu verschwenden und die Umwelt zu zerstören. Nur eine vegane Ernährung kann Menschen, Tiere und Umwelt effektiv schützen“, so Harald Ullmann, 2. Vorsitzender von PETA Deutschland.
 
Zahlreiche Studien belegen: Tierprodukte sind Klimakiller
Ein Bericht der Welternährungsorganisation (FAO) von 2006 benennt die Tierwirtschaft als Hauptursache für die schlimmsten Umweltprobleme unserer Zeit. Auch das UN-Umweltprogramm bestätigte 2010, dass ein globaler Wandel hin zu einer veganen Ernährung notwendig sei, um den schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels entgegenzutreten. In die gleiche Richtung geht eine Aussage des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL), nach der eine pflanzliche Ernährung über 40 Prozent der persönlichen Treibhausgasemissionen einsparen könnte. 2016 ergänzte der wissenschaftliche Beirat des BMEL seine Einschätzung und gab an, dass eine rein pflanzliche Ernährung jährlich über 91 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid einspart. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) forderte 2010 in einer Studie dazu auf, den Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten zu verringern, da sich der landwirtschaftlich bedingte Ausstoß von Methan und Lachgas dadurch um mehr als 80 Prozent reduzieren ließe.
 
Bis 2050 sollen die Klimaschutzziele der Pariser Verträge erreicht werden. Dazu werden in allen Sektoren Innovationen vorangetrieben. Der wichtigste Schritt ist jedoch der Wandel hin zu einer rein pflanzlichen Ernährung. Bleibt der Konsum unverändert, sind die Klimaziele bis 2050 nicht zu erreichen. Tierische Produkte sind klimaschädlicher als pflanzliche – dabei ist ihr Verzehr weder aus geschmacklicher noch aus gesundheitlicher Sicht notwendig.

PETA weist darauf hin, dass jeder einzelne Verbraucher durch eine vegane Ernährung dazu beitragen kann, dass weniger Treibhausgase produziert werden. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierschutzorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e. V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland und vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht da sind, um für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
 

2015 veröffentlichte PETA ein Aprilscherzmotiv mit Ursula von der Leyen. / © PETA Deutschland e.V.
 
Das Motiv steht hier zum Download zur Verfügung.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Umwelt
PETA/Fleisch-Regenwald
PETA.de/Welthunger
Veganstart.de
 
Kontakt:
Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, [email protected]