Zoo Schönbrunn verstümmelt Flamingo-Küken – PETA kritisiert gängige Praxis

Wien / Gerlingen, 5. Juni 2013 – Der Zoo Schönbrunn in Wien feiert den Brut-Erfolg mehrerer Rosaflamingo-Küken. Doch für die Jungtiere wird sich schon bald die grausame Zoorealität einstellen, warnt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. Denn rechtzeitig zur Flugfähigkeit werden die jungen Flamingos vom Zoopersonal verstümmelt. Um für die Zoobesucher eine angeblich artgerechte Haltung in einer Außenanlage zu inszenieren, ist es in deutschen und österreichischen Zoos - so auch in Wien - gängige Praxis, Vogelarten wie Flamingos und Pelikanen die Flugfedern zu beschneiden. PETA fordert ein generelles Zuchtverbot für Tiere in zoologischen Einrichtungen, um Praktiken wie diese zu vermeiden. Zoos sind ausgestaltete Gefängnisse und kein artgerechter Lebensraum für Tiere. Die zukünftige Rolle zoologischer Einrichtungen sieht PETA als Auffangstationen für Tiere, die sich in Notlagen befinden, wie etwa Tiere aus Zirkusbetrieben.

„Die Flügel eines Vogels zu stutzen ist genauso brutal, wie einem gesunden Menschen grundlos beide Beine zu amputieren“, so Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA. „Flamingos können in einer Nacht bis zu 600 Kilometer weit fliegen und erreichen dabei Geschwindigkeiten von bis zu 60 Stundenkilometern. Im Zoo Schönbrunn werden die Flamingos für immer ihrer Flugfähigkeit beraubt. Jeder Zoobesucher sollte sich darüber im Klaren sein, dass er diese Vogel-Verstümmelung mit seinem Eintrittsgeld unterstützt“.

 


Trügerische Flamingo-Idylle im Zoo / © PETA

 

Das Motiv ist auf Anfrage in druckfähiger Qualität erhältlich.

Weitere Informationen:

PETA.de/Zoo

Kontakt:
Judith Stich, 030 68326660-4, JudithS@peta.de