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56.900 Unterschriften für ein tierleidfreies Studium: Maus, Beagle und Hase fordern Kultusminister auf, „Tierverbrauch“ an Hochschulen zu beenden / PETA-Aktion am 6. Oktober von 12:30 – 13 Uhr vor dem Bremer Rathaus

 
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Stand Oktober 2016
Bremen / Stuttgart, 4. Oktober 2016 – Tierfreies Studium ermöglichen: Als „Maus“, „Beagle“ und „Hase“ mit großen Absolventenhüten stehen PETA-Unterstützer am kommenden Donnerstag vor dem Bremer Rathaus. Die Tierrechtsorganisation übergibt den Kultusministern, die dort aktuell zur Kultusministerkonferenz zusammenkommen, 56.900 Unterschriften von Tierfreunden mit der Forderung, sich für ein tierleidfreies Studium einzusetzen. Die Petition wurde online von 50.256 und auf dem Postweg von über 6.600 Menschen unterstützt. Zuvor wandte sich PETA bereits mit einem Schreiben an die Konferenzteilnehmer und appellierte, die unwissenschaftlichen Tierversuche im Rahmen der universitären Ausbildung zu beenden.

„Ein Universitätsabschluss, für den Studierende nicht über Leichen gehen müssen, muss an deutschen Hochschulen zum Standard werden“, so Versammlungsleiter Patrique-Robert Noetzel für PETA. „Daher fordern wir die Kultusminister auf, sich für die Abschaffung von Tierversuchen und anderen tierquälerischen Lehrmethoden zugunsten einer ethischen und fortschrittlichen Lehre einzusetzen.“

Noch immer werden an deutschen Hochschulen jedes Jahr Tausende Tiere für Lehrveranstaltungen gequält und getötet, um den Studierenden Lerninhalte vermeintlich praktisch zu vermitteln. Dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zufolge wurden im Jahr 2014 über 50.000 Tiere – darunter Affen, Ratten, Mäuse, Hunde, Schweine, Katzen, Pferde und Esel – für universitäre Ausbildungsübungen „verwendet“. Diese Zahl umfasst jedoch nicht alle Tiere, die getötet wurden – sie schließt beispielsweise sogenannte Kleinstlebewesen wie Schnecken oder Insekten aus. Darüber, wie viele Tiere genau an welchen Einrichtungen für welche Versuche leiden und sterben müssen, herrscht keine Transparenz. Bekannt ist dennoch: An einigen Hochschulen werden Schweine auf Laufbänder gezerrt, auf denen sie bis zur völligen Erschöpfung rennen müssen. Währenddessen sollen Studierende die Reaktion der Tiere auf Stress und Überhitzung analysieren. Kühen und Pferden werden Fisteln transplantiert, damit die Studierenden direkt in den Verdauungstrakt der Tiere sehen und hineingreifen können. Heuschrecken werden geköpft; anschließend werden am Körper der Tiere Experimente zur Muskelphysiologie durchgeführt. Bei Mäusen werden regelmäßig künstlich Herzinfarkte hervorgerufen.

Die Ergebnisse dieser leidvollen Versuche sind längst bekannt und dokumentiert; sie liefern keine neuen Erkenntnisse. Bei einer Durchsicht veröffentlichter Studien, die tierfreie Lehrmethoden bewerteten, stellte sich heraus, dass Alternativen in verschiedensten natur- und lebenswissenschaftlichen Studiengängen genauso gut oder besser abschnitten als traditionelle „Tiermethoden“. Dies zeigt deutlich, dass Tierversuche in der Lehre nicht nur grausam, sondern auch überflüssig sind. Computersimulationen, Lehrvideos, 3-D-Modelle und die klinische Ausbildung am menschlichen Patienten ermöglichen eine berufsorientierte Ausbildung ohne Tierleid.
 
Wann & Wo:
Donnerstag, 6. Oktober 2016, 12:30 – 13 Uhr, vor dem Bremer Rathaus, Am Markt 21, 28195 Bremen.
Interviewkontakt vor Ort: Patrique-Robert Noetzel, +49 (0)172 2778834
 
Weitere Informationen:
Studieren-ohne-Tierversuche.de
PETA.de/Unwissenschaftliche-Lehre
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de