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Bergrheinfeld: Seniorin stirbt nach Unfall mit Pferdekutsche – PETA fordert Kutschenverbot von Landrat Töpper

 
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Stand September 2017
Bergrheinfeld / Stuttgart, 28. September 2017 – Schwerer Kutschenunfall im Landkreis Schweinfurt: Einer Polizeimeldung zufolge kam es am Montagnachmittag in Bergrheinfeld zu einem folgenschweren Unfall mit einer Pferdekutsche, bei dem ein 79-Jähriger sowie seine 77-jährige Ehefrau lebensgefährlich verletzt wurden. Die Frau starb später im Krankenhaus. Die Tierrechtsorganisation PETA hat jetzt Landrat Florian Töpper gebeten, ein Verbot von Pferdekutschen im Landkreis Schweinfurt zu prüfen – zum Schutz von Mensch und Tier. Das Ehepaar war mit einer Kutsche in der Straße „Im Keilgarten“ unterwegs, als das Pferd wahrscheinlich durch einen entgegenkommenden Traktor scheute. Das Tier lief daraufhin in eine Hecke, wodurch das Gefährt umkippte. Die beiden Kutschinsassen wurden mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, wo die Frau in der Nacht zu Dienstag ihren Verletzungen erlag. PETA veröffentlichte Anfang 2017 die neue Pferdekutschen-Unfallchronik und warnt eindringlich vor solchen Fahrten: Bei mindestens 41 Kutschunfällen wurden 2016 insgesamt vier Menschen getötet und 61 Fahrgäste zum Teil schwer verletzt. Zudem starb ein Pferd, sieben weitere Tiere trugen Verletzungen davon.
 
„Die Risiken bei Kutschfahrten sind unkontrollierbar, da Pferde Fluchttiere sind und selbst bei geringen Störungen leicht in Panik geraten können“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. „Da die Gefährte weder über sichere Bremssysteme, Airbags, noch über eine Knautschzone verfügen, sind schwere Unfälle mit Kutschen vorprogrammiert. Die einzige Lösung zum Schutz von Mensch und Tier ist deshalb ein Verbot von Kutschfahrten.“
 
In Rothenburg ob der Tauber wurde bereits im August 2010 das Pferdekutschenverbot für den historischen Kern der Altstadt vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof bestätigt.
 
Pferde sind sehr sensible und soziale Lauftiere, die in einer Herde leben möchten. Sie benötigen gutes Futter und stets frisches Wasser, Pflege und medizinische Versorgung. Selbstverständlich sollten zudem natürliches Sonnenlicht und frische Luft zur Verfügung stehen. Wenn diese essenziellen Haltungsvoraussetzungen nicht oder nur unzureichend gegeben sind, bedeutet das für die Tiere ein leidvolles Leben und führt auf Dauer zu lebensgefährlichen körperlichen Beeinträchtigungen. Ein Pferd in guter Haltung kann 35 Lebensjahre und mehr erreichen.

Weitere Informationen:
PETA.de/Pferdekutschen
PETA.de/Pferdekutschenunfälle

Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 711 860591-529, JanaF@peta.de