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Delfinbaby im Zoo Duisburg gestorben: PETA übt scharfe Kritik an den Verantwortlichen und fordert Nachzuchtverbot in Deutschland

 
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Stand September 2017
Stuttgart, 18. September 2017 – Tod nach nur wenigen Tagen „Leben“ in Gefangenschaft: Das Anfang September im Duisburger Zoo geborene Delfinbaby ist gestern Vormittag gestorben. Die Tierrechtsorganisation PETA kritisiert die Zooverantwortlichen für die ungebremste Delfinnachzucht, die aus rein kommerziellen Gründen stattfindet. In Duisburg starben seit 1965 mehr als 60 der intelligenten Meeressäuger; zuletzt gab es Ende 2015 einen Todesfall eines Neugeborenen. Nachzuchten sind aus Tierschutzsicht wegen der mangelhaften Haltungsbedingungen und aufgrund der hohen Todesrate unverantwortlich. Wegen des Platzmangels werden ältere Delfine zudem häufig in andere Zoos abgeschoben. Delfinbabys locken mehr Besucher an und lassen die Zookassen klingeln; erst im vergangenen Herbst wurden die älteren Delfine Diego und Darwin aus dem Zoo Duisburg nach Lanzarote überführt. PETA appelliert an alle Bürger und Besucher der Stadt, die Gefangenhaltung von Delfinen nicht mit dem Kauf einer Eintrittskarte zu unterstützen. Zudem verweist die Tierrechtsorganisation darauf, dass die Nachzucht in Frankreich bereits verboten ist.
 
„Der Duisburger Zoo versucht mit allen Mitteln, niedliche Jungtiere als gewinnbringende Besucherattraktion zu züchten“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Mit der Nachzucht nehmen die Verantwortlichen aus reinem Profitinteresse den Tod zahlreicher Tiere in Kauf – PETA fordert ein umgehendes Verbot der Delfinnachzucht in Deutschland.“
 
In den Ozeanen leben die Meeressäuger in komplexen Sozialverbänden und können sich ihre Freunde aussuchen. Sie schwimmen teils mehr als 100 Kilometer am Tag und tauchen mehrere hundert Meter tief. Im Delfinarium hingegen können sie nicht in den Wellen spielen, in der Strömung treiben, stundenlang jagen oder einander ausweichen. Um die Enge und den Stress überhaupt ertragen zu können, werden Delfine in Gefangenschaft mit Psychopharmaka behandelt. Daher hat Frankreich in diesem Jahr die Nachzucht und den Tausch von Delfinen in Zoos verboten. PETA hat Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt im August aufgefordert, diesem Beispiel zu folgen und diesbezüglich eine Onlinepetition gestartet.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Delfinarienverbot

Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 711 860591-529, JanaF@peta.de