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Der Tod springt mit – Pferd stirbt nach Reitturnier in Langenhagen
PETA kritisiert Vielseitigkeitsreiten aufs Schärfste

 
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Stand September 2013
Langenhagen-Twede / Gerlingen, 16. September 2013 – Bereits das vierte tote Pferd in diesem Jahr bei einer Vielseitigkeitsprüfung: Ein elfjähriger Wallach stürzte gestern am 23. Hindernis des Reitturniers „Großer Preis der Stadt Langenhagen“ so schwer, dass er aufgrund einer Querschnittslähmung eingeschläfert werden musste. In den letzten fünf Monaten kamen nun schon vier Pferde für diesen „Sport“ ums Leben. Zahlreiche Unfälle mit Todesfolge zeigen, dass die Pferde bei Reitveranstaltungen zu Höchstleistungen gezwungen werden, die sie schwer überfordern. Im rasanten Tempo und unter Zeitdruck sind unnatürlich hohe Hindernisse zu überwinden. PETA fordert daher ein Ende des Vielseitigkeitsreitens.

„Seit Mai fast jeden Monat ein totes Pferd – das ist die traurige Bilanz der Vielseitigkeitsprüfungen in Deutschland“, sagt PETA-Kampagnenleiterin Jennifer Kirchner. „Trotz oftmals extremer Wetterverhältnisse wie Hitze oder strömendem Regen werden die Tiere dazu gezwungen, äußerst gefährliche Hindernisse zu überspringen. PETA fordert daher ein sofortiges Ende dieser tierquälerischen Disziplin und bittet die Öffentlichkeit, vom Besuch derartiger Veranstaltungen abzusehen.“

Das Vielseitigkeitsreiten, früher auch Military genannt, kombiniert Prüfungen aus der Dressur, dem Springen und einem Geländeritt. Vor allem während Pferd und Reiter im Galopp über Natursprünge, feste Holzhindernisse und tiefe Gräben springen, ereignen sich häufig Unfälle. Der Geländeritt muss in einer bestimmten Zeit durchlaufen werden – überschreitet ein Reiter diese Zeit, bekommt er Strafpunkte. Die hohe Leistungsanforderung der Hindernisse in Kombination mit dem rasanten Tempo widerspricht der natürlichen Fortbewegung von Pferden. Hinzu kommen – vor allem auf internationalem Niveau – lange Transporte und ständige Ortswechsel. All das bedeutet für die Pferde großen physischen und psychischen Stress. Im Mai 2013 starb King Artus, das Pferd von Olympiasieger Dirk Schrade, unmittelbar nach Erreichen des Ziels. Die Todesursache war vermutlich ein Aortenabriss, der nach Meinung von Experten vorwiegend in Verbindung mit einem hohen Blutdruck auftritt.

Pferd beim Überspringen eines Hindernisses auf rutschigem Untergrund – die Körpersprache des Tieres zeigt deutlichen Stress / © PETA

Das Bild ist auf Anfrage in druckfähiger Qualität erhältlich.

Weitere Informationen und Video:
PETA.de/FaktenPferdesport

Kontakt:
Anneli Ick, +49 (0) 7156 17828-27, AnneliI@peta.de