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Drei Hunde in Volkenschwand vergiftet – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

 
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Tierrechtsorganisation gibt Tipps für Hundehalter bei Vergiftungs-Gefahr

Stand August 2017
Volkenschwand / Stuttgart, 28. August 2017 – Suche nach Tierquäler im Landkreis Kelheim: Medienberichten zufolge starben zwei Hunde in Volkenschwand-Böham, nachdem sie wahrscheinlich am Donnerstag oder Freitag Giftköder gegessen hatten. Ein weiterer Hund wird noch in einer Tierklinik behandelt. Um welche Art von Ködern es sich handelte, ist unklar. Die 80-jährige Hundehalterin ging mit ihren drei Vierbeinern spazieren, bevor diese Vergiftungserscheinungen zeigten. Die Polizeiinspektion Mainburg ermittelt und bittet unter der Telefonnummer 08751 86330 um Hinweise auf verdächtige Personen oder mögliche weitere ausgelegte Köder. Um die Suche nach dem Täter zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zu seiner Ergreifung führen. Zeugen können sich ebenso telefonisch unter 01520 7373341 oder per E-Mail bei PETA melden – auch anonym.
 
„Der Tierquäler muss schnellstmöglich gefasst werden, damit Vierbeiner in Volkenschwand wieder sorglos spazieren geführt werden und im Garten laufen können“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Der Täter muss sich außerdem darüber im Klaren sein, dass Giftköder nicht nur für Hunde, Katzen und freilebende Tiere, sondern auch besonders für Kinder lebensbedrohlich sein können.“
 
PETA hat jetzt gemeinsam mit Josera einen umfangreichen Giftköder-Ratgeber erstellt, der hier kostenlos als E-Book heruntergeladen werden kann.
 
Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen: Besteht der Verdacht, dass ein Tier einen mit Gift oder gefährlichen Gegenständen gespickten Köder gegessen hat, muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Es besteht Lebensgefahr – das Tier kann an inneren Verletzungen qualvoll sterben. Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, einer gelblichen Verfärbung der Schleimhäute, blassem Zahnfleisch, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen muss ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell. Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.
 
Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen.

Weitere Informationen:
PETA.de/Giftkoeder
PETA.de/Tierquälerei
PETA.de/ZeugeVonGrausamkeit
Veganblog.de/2016/08/Melderegister-Giftkoeder-Berlin/

Das Video zur ersten Hilfe beim Hund:
PETA.de/Erste-Hilfe-für-den-Hund
 
Kontakt:
Judith Stich, +49 30 6832666-04, JudithS@peta.de