Spenden
 »  »  » Emmendingen: Fische bei Kliver in Lebensmitteltheke erstickt? PETA erstattet Strafanzeige

Emmendingen: Fische bei Kliver in Lebensmitteltheke erstickt? PETA erstattet Strafanzeige wegen Verdacht auf Tierquälerei

 
Banner
 
 
Empfohlene Beiträge
Stand März 2017
Emmendingen / Stuttgart, 7. März 2017 – Tiere wie leblose Ware behandelt: Am Vormittag des 1. März sollen im Kliver-Markt in Emmendingen lebendige, noch sichtbar atmende Fische in der Lebensmitteltheke auf Eis ausgelegt und dadurch einem langsamen Erstickungstod ausgesetzt worden sein. Dies wurde PETA von einer Zeugin gemeldet. Eine daraufhin von ihr angesprochene Verkäuferin zeigte kein Mitgefühl mit den Tieren und wollte auch den Geschäftsführer nicht rufen. Die Tierrechtsorganisation informierte umgehend das Veterinäramt in Emmendingen und erstattete bei der Staatsanwaltschaft in Freiburg Strafanzeige wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutzschlachtverordnung.

„Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass Fische bis zu ihrem Tod im Wasser schwimmen dürfen“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „An der Luft können sie nicht atmen und sterben einen qualvollen Tod.“
Fische sind neugierige und freundliche Wirbeltiere mit individuellen Persönlichkeiten. Sie haben ein komplexes Sozialleben, kommunizieren auf vielfältige Weise und schließen Freundschaften. Neben internationalen wissenschaftlichen Studien, die bestätigen, dass Fische Schmerzen spüren, kommt auch das Friedrich-Loeffler-Institut (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) in seiner Stellungnahme für die Bundesregierung zu dem Schluss, dass „Fische zur Schmerzwahrnehmung fähig sind und entsprechend als sensible Lebewesen behandelt und geschützt werden sollten.“ [1]
 
PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für die menschliche Ernährung benutzt und getötet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder in Fischernetzen. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.
 
[1] Stellungnahme des FLI zu den Veröffentlichungen von Rose et al. (2012) sowie Arlinghaus und Cyrus (2013) (Berichterstatter: Dr. Michael Marahrens, Dr. Inga Schwarzlose), 2013.

Weitere Informationen:
PETA.de/Fische
PETA.de/Fische-Schmerz-Neocortex
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de