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Erfolg: EU-Kommissar Borg bestätigt Verkaufsverbot für Tierversuchs-Kosmetik

PETA sendet Blumenstrauß zum Dank

Stand Januar 2013
London / Brüssel / Gerlingen, 31. Januar 2013 – Bei einem Treffen mit einer Vertreterin der Tierrechtsorganisation PETA UK, Schwesterorganisation von PETA Deutschland e.V., hat der neue EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz Tonio Borg gestern bestätigt, dass das EU-weite Verkaufsverbot von an Tieren getesteter Kosmetik ab März 2013 in Kraft treten wird. Die EU-Kommission wird weder eine Verzögerung noch eine Abschwächung des Verkaufsverbotes vorschlagen. PETA und die internationalen Schwesterorganisationen hatten jahrelang öffentlich gegen Tierversuche zu Kosmetikzwecken protestiert. Unter anderem veranstalteten die Tierrechtler spektakuläre Blutbad-Aktionen in München, Paris und London und riefen ihre Unterstützer zu einer Protest-Mail-Aktion auf, an der fast 45.000 Menschen teilnahmen. Auch Prominente wie Ariane Sommer und Sophie Schütt ließen sich für PETA fotografieren und appellierten an die EU-Kommission, das Verkaufsverbot wie geplant umzusetzen.

„Heute ist ein großartiger Tag für Tiere, Verbraucher und Wissenschaft“, so Tierärztin Christine Esch, Kampagnenleiterin für den Bereich Tierversuche bei PETA. „Das Verkaufsverbot spiegelt die Überzeugung der Menschen in Europa wider – Kosmetik darf nicht wichtiger sein als das Leben eines Tieres. PETA ist sehr erfreut darüber, dass die EU-Kommission auf unsere Kampagne reagiert und erkannt hat, wie wichtig das Verkaufsverbot für Europa ist.“

2003 hatte das EU-Parlament entschieden, dass ab 2013 keine Kosmetika mit an Tieren getesteten Inhaltsstoffen mehr in der EU verkauft werden dürfen. Obwohl die Versuche innerhalb der EU bereits verboten sind, konnten Firmen ihre Produkte bislang europaweit verkaufen, wenn die Inhaltsstoffe außerhalb der EU in Tierversuchen getestet wurden. Mit dem Verkaufsverbot wird dieses Schlupfloch nun endgültig geschlossen. Die Entwicklung tierfreier Testmethoden, die nun auch für Bereiche wie gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsprüfungen von Chemikalien zur Verfügung stehen, wurde durch die Frist des Verkaufsverbotes massiv vorangetrieben. So konnten bereits hunderttausende Tierleben gerettet werden. Aktuell werden weitere alternative Testmethoden entwickelt.

Dank der Unterstützung von Wissenschaftlern, die von PETA USA co-finanziert wurden, wird auch in China aktuell die landesweit erste tierfreie Testmethode für kosmetische Inhaltsstoffe zugelassen.

Mimi Bekhechi von PETA UK mit Tonio Borg / © PETA
Das Bild ist auf Anfrage auch in druckfähiger Qualität erhältlich.

Weitere Informationen:
PETA.de/EUKosmetik

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de