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Erfolg für den Tierschutz: toom Baumärkte beenden Verkauf von Kleinsäugern und Vögeln

 
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PETA begrüßt fortschrittliche Maßnahme des Handelskonzerns

Stand September 2015
Köln / Stuttgart, 28. September 2015 – Unternehmen zeigt Verantwortung: Nach Gesprächen mit PETA Deutschland e.V. gibt das Handelsunternehmen toom Baumarkt GmbH jetzt bekannt, künftig vom Verkauf von Kleinsäugern und Vögeln in seinen Filialen abzusehen. Die Tiere bleiben noch so lange in den Märkten, bis sie vermittelt wurden. Anfang August hatte bereits die Baumarktkette OBI verkündet, den Verkauf von Tieren zu beenden. Vorausgegangen war eine im April dieses Jahres von der Tierrechtsorganisation veröffentlichte Recherche über die Zuchtbedingungen in der Heimtierindustrie, wonach ein großer Teil der im Zoofachhandel und in Baumärkten angebotenen Tiere aus Massenzuchten mit erschütternden Zuständen bei der Tierhaltung stammen. Obwohl die toom Baumärkte nicht unmittelbar mit der PETA-Recherche in Verbindung stehen, entschied sich das Unternehmen nun aus Gründen des Tierschutzes zu diesem Schritt. Die Tierrechtsorganisation begrüßt die Ankündigung der toom-Geschäftsführung und appelliert an die Zoohandelsbranche, den Verkauf von Tieren grundsätzlich zu beenden.
„Wir sind begeistert, dass die toom Baumärkte diesen vorbildlichen Schritt für den Tierschutz gehen“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA Deutschland e.V. „Wir werden nun verstärkt auf andere Unternehmen zugehen, damit der Handel mit Tieren bald ein Ende hat. Wer einem tierischen Mitbewohner ein liebevolles Zuhause schenken möchte, sollte sich ausschließlich an ein Tierheim wenden und ein hilfsbedürftiges Lebewesen adoptieren. Jedes Jahr werden etwa 300.000 Tiere in deutschen Tierheimen abgegeben oder einfach ausgesetzt.“
Ermittler der Tierrechtsorganisation hatten in einer aufwändigen Recherche aufgedeckt, dass ein großer Teil der Tiere, die im Handel verkauft werden, aus Massenzuchtanlagen in Deutschland und den Niederlanden stammt. Die Videos zeigen zentimeterhohe Fäkalien in den Ställen, verwesende Tierleichen und Kannibalismus unter den Tieren. Jedes Jahr werden in diesen Betrieben viele Tausend Meerschweinchen, Vögel, Hamster, Kaninchen, Ratten und Mäuse in überfüllten Käfigen oder winzigen Plastikboxen „produziert“. Die Recherche zeigte, dass die Tiere derart vernachlässigt wurden, dass viele von ihnen schon in den Zuchtanlagen starben, verdursteten oder Verletzungen und Erkrankungen aufwiesen; unzählige vegetierten inmitten ihrer eigenen Ausscheidungen dahin. PETA-Ermittler haben neben den Massenzuchtanlagen auch stichprobenartig die Bedingungen bei kleinen Züchtern dokumentiert – hier herrschten ebenso extrem schlechte Zustände.
Die Tierrechtsorganisation spricht sich angesichts ständig überfüllter Tierheime und einer hohen Anzahl ausgesetzter Tiere grundsätzlich gegen den Verkauf von Tieren im Handel aus. PETA ruft den Zoofachhandel dazu auf, stattdessen mit örtlichen Tierheimen zu kooperieren und dabei zu helfen, dass heimatlose Tiere, die dringend auf ein liebevolles Zuhause warten, von verantwortungsbewussten Tierfreunden adoptiert werden.

Weitere Informationen:
PETA.de/Heimtierhandel
PETA.de/Heimtierschutzgesetz
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de