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FOTO: PETA-Protest bei BAYER-Hauptversammlung: Tierrechtler werfen Pharma- und Chemieriesen mangelnde Kontrollen bei Tierversuchen vor

 
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Stand Mai 2012
Köln / Gerlingen, 27. April 2012 – Blutüberströmt liegt sie da. Eine halbnackte Frau mit Hasenohren und Stummelschwanz – als Symbol für die vielen Tausend „Versuchstiere“, die jedes Jahr für die Pharmaindustrie ihr Leben lassen müssen. Mit dieser aufsehenerregenden Aktion übte die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. erneut scharfe Kritik an dem Pharma- und Chemieriesen BAYER anlässlich dessen Hauptversammlung am heutigen Freitag in der Messehalle in Köln-Deutz. PETA fordert zudem mehr Transparenz bei den von BAYER praktizierten Tierversuchen. Denn obwohl das Unternehmen eigenen Angaben zufolge diese ordnungsgemäß durchführt, gibt es keinerlei Informationen darüber, welche Maßnahmen konkret getroffen werden, um die Einhaltung der konzerneigenen „Grundsätze zu Tierschutz und Tierversuchen“ sowie der jeweiligen nationalen Tierschutzgesetze zu gewährleisten.

„BAYER ist als Chemie- und Pharmariese ein mächtiger Player in der Tierversuchsbranche“, so Christine Esch, Tierärztin und Kampagnenleiterin für den Bereich Tierversuche bei PETA. „PETA fordert, dass der Konzern seinen Einfluss weitaus stärker als bisher nutzt, um die Entwicklung und den Einsatz tierfreier Test- und Forschungsmethoden voranzutreiben. Außerdem ist es erschreckend, dass BAYER keine ausreichenden Anstrengungen unternimmt, um sicherzustellen, dass die jeweiligen Tierschutzvorschriften in den Laboren eingehalten werden.“

Durch eine Undercover-Recherche von PETA USA im amerikanischen Tierversuchslabor PLRS konnten 2010 schwere Fälle von Tiermisshandlung veröffentlicht werden, woraufhin das Labor geschlossen und einzelne Mitarbeiter wegen Tierquälerei angeklagt wurden. Wie sich herausstellte, war auch der BAYER-Konzern unter den damaligen Auftraggebern des Labors. Die Tierrechtler kritisieren nun, dass der auf die Enthüllungen folgenden Ankündigung von BAYER, in Zukunft dafür sorgen zu wollen, dass mit einem solchen Labor nicht mehr zusammengearbeitet werde, nicht ausreichend Taten folgten.

Im Anschluss an die Aktion auf dem Kölner Messegelände hielt PETA, vertreten durch Tierärztin Christine Esch, einen kritischen Redebeitrag auf der Hauptversammlung der BAYER AG und stellte den Gegenantrag der Tierrechtsorganisation vor. PETA hat fristgerecht einen Antrag gegen die Entlastung des Vorstandes eingereicht, der auf Anfrage erhältlich ist.

 

© PETA / Das Foto ist auf Anfrage auch in druckfähiger Qualität erhältlich.

 

Weitere Informationen:
www.stoptierversuche.de

Interviewkontakt vor Ort:
Christine Esch, Mobil 0162 6878867, ChristineE@peta.de