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Gebrandmarkte „Rinder“ bei der IAA: PETA protestiert gegen Leder in Autos / Frankfurt, 14. September 2017, 9 – 10 Uhr

 
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Stand September 2017
Frankfurt am Main / Stuttgart, 12.09.2017 – Leiden für Leder: Etwa drei Rinder müssen für eine Volllederausstattung im Auto sterben, zuvor leben sie unter tierquälerischen Bedingungen. Vor der offiziellen Eröffnungsfeier der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt demonstriert PETA deshalb am Donnerstag, 14. 9., mit zwei riesigen aufblasbaren Bullen vor dem Messeeingang an der Jahrhunderthalle für lederfreie Autos. Die Tiere haben die Logos von Autofirmen als Brandzeichen auf der Haut, um zu verdeutlichen, dass das Leder an den Sitzen, Lenkrädern oder Schaltknüppeln früher einmal fühlenden Lebewesen gehörte. Mit der Aktion möchte PETA Autofans dazu bewegen, bei einem Neuwagenkauf tierfreundliche, lederfreie Innenausstattungen zu bestellen.
 
„Leder im Auto ist ein Tier- und Klimakiller. Die globale Rinderzucht zerstört Regenwälder und erzeugt Millionen Tonnen klimaschädlicher CO2- und Methangase“, sagt Frank Schmidt, Fachreferent bei PETA. „Die Tiere werden mit Elektroschocks malträtiert, ohne Betäubung im Gesicht gebrandmarkt und in den Schlachthäusern weltweit teilweise bei Bewusstsein aufgeschlitzt. Wir appellieren an die Autohersteller der IAA, alle Modelle standardmäßig komplett lederfrei auf den Markt zu bringen.“
 
Für Innenausstattungen aus Leder verwendete die Autoindustrie 2014 die Haut von rund 45 Millionen Rindern. Jedes Jahr werden allein in deutschen Schlachthöfen schätzungsweise 330.000 Kühe nicht ordnungsgemäß betäubt, bevor sie ausbluten und ihre Haut vom Körper geschnitten wird. Rund 40 Prozent der weltweit gehandelten Rinderhäute stammen jedoch aus China, Indien oder Brasilien, wo es keine oder wirkungslose Tierschutzgesetze gibt.
 
Automobilhersteller Tesla benutzt für seine Modelle X und S seit diesem Sommer keine Ledersitze mehr. PETA USA, ein Aktionär der Firma, hatte sich dafür bereits 2015 ausgesprochen. Daimler, BMW und die Volkswagen Group bieten bei einigen Modellen lederfreie Sitze aus Stoff und Kunstleder an. Hauptproblem für Tierfreunde ist jedoch ab der Mittelklasse häufig das Lederlenkrad oder der Schaltknüppel mit Ledermanschette.
 
Laut Umweltbundesamt stammt der überwiegende Teil der landwirtschaftlichen Ammoniak-Emissionen in Deutschland aus der Rinderhaltung (52 Prozent), die insbesondere durch Güllelagerung und Ausbringung entsteht. Ammoniak und durch Umwandlung entstehendes Ammonium schädigen Land- und Wasserökosysteme erheblich. Folge sind hohe Nitratbelastungen im Grundwasser und extrem klimaschädliche Lachgasfreisetzungen. Das Treibhauspotential eines Quadratmeters fertigen Automobil-Rindsleders liegt durch die Tierhaltung und anschließende Lederproduktion bei rund 72 kg CO2-Äq, es schädigt das Klima also mehr als viermal so stark wie die Herstellung eines Quadratmeters Alcantara (16 kg CO2-Äq).
 
WANN & WO:
Donnerstag, 14. 9. 2017, Fototermin: 9 – 10 Uhr, Vorplatz Messe Frankfurt, Eingang City (Ost), Pfaffenwiese 301, 65929 Frankfurt am Main
 
Interviewpartner vor Ort: Frank Schmidt, Tel.: 0174/3072472

Weitere Informationen:
Leder.PETA.de

Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 711 860591-528, DenisS@peta.de