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Ist die Tatenlosigkeit des Veterinäramts für den Tod eines Pferdes verantwortlich?

 
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PETA erstattet Strafanzeige gegen Halter und Behörde wegen mutmaßlichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz

Stand Mai 2013
Wedemark / Gerlingen, 24. Mai 2013 – Bis auf die Knochen abgemagert, stellenweise ohne Fell und mit Narben am Hals: Dieses Bild zeigte sich auf Fotos eines Pferdes in Wedemark, das nun verstorben ist und dessen Tod nach Auffassung von PETA hätte verhindert werden können. Vor fünf Monaten entdeckte ein engagierter Tierschützer das leidende Tier und informierte das zuständige Veterinäramt über den schweren Fall von Vernachlässigung. Das Pferd musste fast täglich bis zu 20 Stunden hungern, da ihm zu wenig Futter zur Verfügung gestellt wurde. Persönliche Zuwendung und Pflege, die für ein Pferd ebenfalls sehr wichtig sind und von den Pferdeleitlinien gefordert sind, bekam das Tier nicht. Doch dem Pferd wurde nicht geholfen. Aufgrund der verschärften Lebenssituation des Tieres hat der Tierschützer dann PETA informiert. Daraufhin wandte sich PETA an das Veterinäramt und hat mit Nachdruck und eindeutigen Beweisbildern auf die mangelhaften Lebensbedingungen hingewiesen – doch das Amt wurde wohl offensichtlich nicht aktiv. Anfang Mai ist das Pferd zusammengebrochen und musste eingeschläfert werden. Für PETA handelt es sich hier um einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und die Garantenpflicht der Behörde: Die Tierrechtsorganisation hat den Halter des Pferdes und das zuständige Veterinäramt nun bei der Staatsanwaltschaft Hannover angezeigt.

„Warum lässt eine Behörde, die für das Wohl der Tiere im Einsatz sein sollte, das Pferd sehenden Auges sterben? Es ist absolut unverständlich, dass das Veterinäramt hier nicht tätig geworden ist“, so Kathrin Eva Schmid, Campaignerin für Misstandsmeldungen bei PETA Deutschland e.V. „Wir haben nunmehr Strafanzeige erstattet. Das kann diesem Pferd zwar nicht mehr helfen, aber in Zukunft darf so etwas nicht mehr passieren.“

Das vorliegende Bildmaterial hat PETA zur tierärztlichen Beurteilung gegeben. Das Ergebnis ist eindeutig: Der Fuchs-Wallach hatte einen schlechten Ernährungszustand, Rippen und Hüfthocker waren prominent und komplett sichtbar, im Bereich der Wirbelsäule waren die Dornfortsätze erkennbar. Das von PETA beauftragte tierärztliche Gutachten kommt zu dem Schluss, dass die Unterernährung des Tieres infolge einer mangelhaften Fütterung genau geprüft werden muss, da ggf. ein länger anhaltendes Leiden des Pferdes durch die unzureichende Versorgung vorgelegen haben dürfte.

© PETA

Weitere Informationen:
PETA.de/ZeugeVonGrausamkeit
PETA.de/Whistleblower

Kontakt:
Judith Stich, 030 6832666-04, JudithS@peta.de