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Kaninchen-Horror in Lastrup

 
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PETA-Ermittler decken skandalöse und illegale Zuchtanlage auf

Stand August 2012
Lastrup / Gerlingen, 20. August 2012 – Es waren schockierende Bilder, die sich Ermittlern der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. bei ihrer jüngsten Recherche hinter den Kulissen eines niedersächsischen Kaninchenmästers boten: Tote und sterbende Tiere hier und da, Kotgruben voller Maden und Ammoniakwerte, die die Gesundheit der Tiere ernsthaft bedrohten. Als PETA das zuständige Veterinäramt über die Missstände in Kenntnis setzte, wurde der Fall immer bizarrer: Der Züchter, der über Jahre hinweg illegal Fleisch auf den Markt brachte, war weder dem Veterinäramt bekannt noch erfüllte er notwendige Voraussetzungen für die Haltung und Schlachtung der Tiere. Zu guter Letzt behauptete der verantwortungslose Mann, dass er nur 200 Kaninchen halte – die Behörde zählte jedoch insgesamt 1.200 Tiere, erteilte ein sofortiges Schlachtverbot und gab dem Mäster 14 Tage Zeit, den Betrieb einzustellen. PETA hat eine umfangreiche Strafanzeige mit entsprechendem Beweismaterial bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg eingereicht.

„Mit Hinblick auf die inakzeptable Kaninchenhaltung weisen wir darauf hin, dass es sich dabei nicht um einen Einzelfall handelt“, so PETA-Ermittler Stefan Bröckling. „In zahlreichen Mastanlagen, die sogar legal betrieben werden, sind ähnliche oder noch gravierendere Zustände anzutreffen. Wir rufen Ministerin Aigner deshalb dazu auf, die Käfighaltung für Kaninchen umgehend zu verbieten.“

Obwohl der Züchter permanent darauf beharrte, keine Tiere zu schlachten, stießen die PETA-Ermittler bei ihren Recherchen auf mehrere große Müllbehälter mit Kaninchenfellen und -köpfen. In der Mastanlage bekamen sie tote und sterbende Kaninchen zu Gesicht – in einem der Käfige lag ein völlig verwestes Tier, auf dessen Überresten zwei Artgenossen ausharren mussten. Mehrere Tiere litten zudem an extremen Fehlstellungen, bei denen der Kopf um 90 Grad gedreht war.

Die Haltungsbedingungen zeigten deutlich, dass sich der Züchter in keinster Weise um das Wohl der Tiere scherte: Während sich die Gitterböden tief in die empfindlichen Pfoten der Kaninchen schnitten, war möglichen Atemwegerkrankungen aufgrund des beißenden Ammoniakgestanks Tür und Tor geöffnet.

PETA fordert die Einführung verbindlicher Gesetze, die eine solche Kaninchenhaltung untersagen. Zugleich appelliert die Organisation an alle Konsumenten, Kaninchenfleisch von ihrem Speiseplan zu nehmen und stattdessen eine rein pflanzliche Ernährung vorzuziehen.

Skandalöse und illegale Tierhaltung in Lastrup: Tote und sterbende Kaninchen / PETA-Ermittler vor Ort © PETA

Weitere Informationen:
PETA.de/kaninchen

Fotos in druckfähiger Qualität:
Fotos.peta.de/categories.php?cat_id=108

Videomaterial:
PETA.de/web/home.cfm?p=4180

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de