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Karlsruher Restaurant „Zum Ochsen“ lagert lebende Hummer im Kühlschrank – PETA erstattet Anzeige beim Veterinäramt

 
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Stand Februar 2014
Karlsruhe / Gerlingen, 4. Februar 2014 – Mutmaßliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutzschlachtverordnung im Hotel-Restaurant „Zum Ochsen“: Statt wie vorgeschrieben in einem mit Wasser gefüllten Becken liegen Hummer in der Regel zwei bis drei Tage in schwarzen Boxen im Kühlschrank des Karlsruher Restaurants. Dies wurde der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland auf Anfrage im Januar dieses Jahres von einem Mitarbeiter mitgeteilt. Laut Angaben des Informanten ist diese Form der Hummerhaltung im Restaurant „Zum Ochsen“ übliche Praxis. Tiere, die diese Misshandlung nicht überleben, werden in der Mülltonne entsorgt. Da es in Deutschland jedoch Pflicht ist, Hummer in einem temperierten Wasserbecken zu halten, hat PETA beim Veterinäramt Karlsruhe nun Anzeige gegen den Restaurantbetreiber erstattet, da dieser vermutlich gegen § 18 TierSchG sowie unter anderem gegen § 11 TierSchlV verstößt. Die Tierrechtsorganisation erwartet von den Amtsveterinären ein Haltungsverbot für Hummer und eine Strafe für die Verantwortlichen.

„Hummer sind kein Gemüse! Die Aufbewahrung in trockenen Boxen im Kühlschrank ist für die sensiblen Meerestiere eine Tortur“, erläutert Dr. Tanja Breining, Kampagnenleiterin für Meeresbewohner bei PETA Deutschland e.V. die Situation. „Hummer sind faszinierende Tiere. Sie haben blaues Blut, sind Rechts- oder Linkshänder und können bis zu 100 Jahre alt werden – das wissen viele Menschen nicht.“

Knapp eine Million lebender Hummer werden jährlich in engen, trockenen Transportkisten übereinander gestapelt und mit zusammengebunden Scheren über Tausende von Kilometern nach Deutschland importiert. In der Bundesrepublik angekommen werden sie weitere Tage oder Wochen, häufig in Kühlkisten, ohne Nahrung und mit gefesselten Scheren gehalten, bis sie bei lebendigem Leib in einen Topf mit kochendem Wasser geworfen werden und qualvoll sterben.
Doch auch Hummer, die bereits in Kanada oder den USA getötet und anschließend nach Deutschland exportiert werden, müssen großes Leid ertragen: Wie eine verdeckte Recherche von PETA USA zeigt, werden die zarten Tiere ohne jegliche Betäubung in ihre Einzelteile zertrennt, mit Messern aufgeschlitzt oder lebend nur auf Eis gelagert.

Weder Hummer noch andere Tiere gehören auf den Teller. Mit PETAs kostenlosem Veganstart-Programm gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten.

Weitere Informationen:
PETA.de/Hummer

Kontakt:
Judith Stich, +49 (0) 30 6832666-04, JudithS@peta.de