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Katastrophale Tierhaltung auf einem Bauernhof in Ebersberg – Ehezwist verschlimmert Bedingungen für die Tiere

 
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PETA informiert das Veterinäramt und erstattet Strafanzeige

Stand Juli 2013
Ebersberg / Grafing / Gerlingen, 30. Juli 2012 – Nachdem ein engagierter Informant PETA Deutschland e.V. über die tierquälerischen Bedingungen auf einem Bauernhof bei Ebersberg in Kenntnis setzte, informierte die Tierrechtsorganisation das zuständige Veterinäramt über die Missstände und erstattete nach Sichtung des Fotomaterials Anzeige gegen die Halter. Das verantwortungslose, in Trennung lebende Ehepaar hält unter katastrophalen Bedingungen etliche Ziegen, Rinder, Esel, Pferde, Hunde und Katzen auf ihrem verwahrlosten Grundstück. Durch die Zerrüttung der Ehe spitzte sich die Situation für die Tiere dramatisch zu: Während die Huftiere bei dem Mann verblieben, die aufgrund eines Hausverbots nicht mehr von der Frau versorgt werden können, haust die Halterin nun gemeinsam mit etwa 18 Hunden in zwei Wohnwägen auf einem Bauernhof in Grafing – die Veterinärbehörde beschlagnahmte mittlerweile einige der Hunde, was allerdings bei weitem nicht ausreicht. In Hinblick auf den Missstand ermutigt PETA alle Menschen dazu, Vernachlässigung, Misshandlung und Quälerei von Tieren den zuständigen Behörden umgehend zu melden – gerne auch der Organisation, sollte keine Hilfe gewährt werden. Zahllosen Tieren kann auf diese Weise das Leben gerettet werden.

„Die Bedingungen für die Tiere sind untragbar“, so Kathrin Eva Schmid, Recherche-Koordinatorin bei PETA. „Die Rinder versinken regelrecht im Dreck, was Krankheiten an Haut und Hufen auslöst. Die Behörden müssen hier schnellstmöglich aktiv werden.“

Das Bildmaterial, das PETA vorliegt, belegt die katastrophalen Lebensbedingungen der Tiere auf dem verwahrlosten Grundstück, das zahlreiche Verletzungsmöglichkeiten birgt. Die Hunde, einige von ihnen sind ungepflegt und krank, werden ohne Tageslicht in Zwingern gehalten, was einen Verstoß gegen die Tierschutz-Hundeverordnung darstellt. Während die Rinder in Dreck und Kot versinken, plagen sich einige der Pferde mit Geschwüren und anderen Krankheiten herum.

Meldungen über Missstände wie diesen erhält PETA beinahe täglich. Sollten auch Sie Zeuge von Grausamkeiten an Tieren werden, gilt Folgendes zu beachten:

1. Finden Sie als Erstes die Adresse und Telefonnummer der in Ihrer Stadt für den Tierschutz zuständigen Vereine und Behörden heraus und bitten Sie diese um Mithilfe.

2. Legen Sie den Zuständigen eine präzise, schriftliche Aussage darüber vor, was Sie gesehen haben – falls möglich, legen Sie auch Fotos bei. Machen Sie sich immer genaue Notizen zu den Kontaktpersonen und zum Gesprächsverlauf. Geben Sie niemals ein Schreiben oder Dokument weiter, ohne eine Kopie für die eigenen Akten angefertigt zu haben. Bringen Sie immer zum Ausdruck, dass Sie auf die konsequente Verfolgung des Falls bestehen.

3. Bleiben alle eventuellen Bemühungen der Zuständigen ohne zufriedenstellendes Ergebnis, wenden Sie sich mit dem Anliegen an deren Vorgesetzte.

Falls Sie persönlich Zeuge eines Aktes von Grausamkeit an Tieren waren, können Sie sich auch an Ihre örtliche Polizeistation wenden und direkt Anzeige gegen die betreffenden Tierquäler erstatten.

© PETA
Bild 1: Verwahrlostes Grundstück bei Ebersberg / © PETA
Bild 2: Die eingesperrten Hunde müssen ohne Tageslicht auskommen / © PETA
Bild 3: Rinder im Dreck und Kot / © PETA
Bild 4: Pferd mit Geschwür / © PETA

Die Bilder sind auf Anfrage auch in druckfähiger Qualität erhältlich.